Huskies: Der sportliche Aufstieg - Rainer Lippe im Interview

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
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Die

Kassel Huskies dominieren die Asstel Eishockeyliga wie noch keine Mannschaft

zuvor. 15 Spieltage vor dem Ende der Vorrunde liegen sie mit 21 Punkten

Vorsprung an der Tabellenspitze. Im Interview der Woche spricht Pressesprecher

Torsten Pfennig mit dem Eigner und Geschäftsführer der Kassel Huskies, Rainer

Lippe, über den sportlichen Erfolg, die treue der Fans und die mögliche Rückkehr

in die DEL.

 

Herr

Lippe, was ist vor der Saison nicht alles über die Mannschaft philosophiert

worden. Der Kader wäre nicht Tief genug, die Torhüter zu schwach und überhaupt

wäre das Team zu alt. Was sagen Sie heute, wenn Sie an solche Aussagen zurück

denken?

Rainer Lippe: „Wir haben uns damals von der Kritik nicht

beirren lassen. Vom ersten Tag an haben wir an jeden einzelnen Spieler der

Mannschaft geglaubt und das Vertrauen haben sie uns ja bekanntlich zurück

gegeben. Unsere Torhüter sind die besten der Liga und das wir selbst

hochkarätige Ausfälle kompensieren können, haben wir in den letzten Wochen

gezeigt.“

 

Was

denken Sie ist das Erfolgsgeheimnis der Kassel Huskies in dieser

Saison?

Rainer Lippe: „Wir haben einen unglaublichen Teamgeist.

Jeder arbeitet für jeden. Ob es die Spieler auf dem Eis sind, die Coaches oder

die Betreuer. Der rote Faden zieht sich bis hoch zur Geschäftsstelle. Wir dürfen

uns diese Saison wirklich ’Team’ nennen.“

 

Die

Zuschauerzahlen liegen allerdings unter dem kalkulierten

Schnitt…

Rainer Lippe: „Für uns ist es keine große Überraschung,

dass der Schnitt derzeit noch unter dem kalkulierten liegt. Wir mussten uns das

Vertrauen der Fans erst wieder hart erarbeiten. Die Zuschauerzahlen, gerade um

Weihnachten gegen die Spitzenteams, haben zuletzt aber gezeigt, dass die

Anhänger wieder voll und ganz hinter uns stehen. Ich bin überzeugt, dass wir bis

zum Ende der Saison auch unseren angestrebten Schnitt erreichen werden. Die

Kasseler Fans sind einfach unglaublich. Wenn man bedenkt, was sie in den letzten

Jahren alles durchmachen mussten und dann schaut, wie sie uns selbst bei

Auswärtsspielen so lautstark unterstützen, ist es einfach nur

unglaublich.“

 

In

den letzten Wochen hört man immer wieder, dass die DEL dicht ist. Aber das ist

ja nur die halbe Wahrheit…

Rainer Lippe: „Ganz genau. Aus der DEL kann keine

Mannschaft mehr absteigen. Einen sportlichen Aufsteiger wird es dieses und

nächstes Jahr aber noch geben.“

 

Der

Meister der Asstel Eishockeyliga qualifiziert sich also weiterhin auf dem

sportlichen Weg für die DEL. Was muss er noch erfüllen?

Rainer Lippe: „Der potentielle Aufsteiger muss den 9.000

Punkte Plan für die Infrastruktur der Halle erfüllen und zu dem 800.000 Euro

Lizenzgebühren hinterlegen.“

 

Das

sind zwei Hausnummern, an denen sicherlich viele Teams, die um den Aufstieg

kämpfen zu knabbern haben. Wie sieht es mit den Huskies aus?

Rainer Lippe: „Wir haben schon letzte Saison bezüglich

der Eissporthalle gerechnet und sind auf deutlich mehr als 9.000 Punkte

gekommen. Und wenn die Jungs den sportlichen Aufstieg schaffen, bin ich

überzeugt, dass wir spätestens dann auch die 800.000 Euro hinterlegen

können.“

 

Wie

ist da momentan der aktuelle Stand?

Rainer Lippe: „Das Augenmerk gilt jetzt erstmal dem

sportlichen Aufstieg. Alles andere ist Makulatur. Wir führen aber derzeit schon

Gespräche und sind auf einem sehr sehr guten Weg. Mehr möchtet ich derzeit noch

nicht verraten.“