Huskies auch von Ravensburg nicht zu stoppenKassel Huskies

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Nur 16 Feldspieler und zwei Torhüter konnte das Trainergespann Rossi/Leask am heutigen Abend einsetzen. Mika Järvinen, John Zeiler, Matthias Bergmann, Daniel Kunce und Michi Christ fehlten verletzt bzw. krank, dazu fehlte der noch gesperrte Marco Habermann.

Dennoch legten die Huskies vor 3771 Zuschauern, darunter ca. 200 mitgereiste Fans aus Ravensburg, los wie gewohnt. Offensiv druckvoll, defensiv sicher und mit Jeff Frazee mit einem Torhüter, der die gewohnte Sicherheit ausstrahlte. Diese Sicherheit war auch nötig, denn die Towerstars, die mit Matthias Nemec im Tor eine Überraschung aufboten, zeigten von der ersten Minute an, dass sie gewillt waren, Punkte aus dem Huskies-Zwinger mitzunehmen. Entsprechend entwickelte sich in den ersten Minuten ein munteres Spiel mit einigen Offensivaktionen auf beiden Seiten. Das erste Zählbare aber verbuchten die Huskies auf ihrer Seite. Nach einem druckvoll vorgetragenen Angriff über Sebastian Alt und Peter Flache war es Jens Meilleur, der im Nachschuss erstmals einnetzte. Knapp sechs Minuten waren gespielt und der Huskies-Schlitten war in der Spur, denn der Führungstreffer gab den dezimierten Huskies Sicherheit. Sie waren zielstrebiger als die Gäste aus Schwaben und einzig dem starken Auftritt des Gästekeepers war es zu verdanken, dass die Towerstars in dieser Phase im Spiel blieben und es zunächst beim 1:0 für die Hausherren blieb. Schrecksekunde für die Schlittenhunde und ihre Fans dann in der 14. Minute. Radek Krestan, Topscorer der Gäste, war auf einmal mutterseelenallein auf der Reise in Richtung Jeff Frazee, doch der parierte den Schuss von Krestan mit dem Schoner. Tosender Applaus der Huskies-Fans war die Folge. Vielleicht auch eine Art „Hallo wach“, denn die Huskies-Defensive stand in der Folge wieder sicher und auch offensiv erspielte sich das Rudel Vorteile, die sie jedoch nicht in Treffer ummünzen konnten.

So ging es mit der knappen 1:0-Führung in die Kabine. Das zweite Drittel begann ähnlich wie das erste. Beide Mannschaften mit offenem Visier aber einem kleinen aber feinen Unterschied. Die Huskies waren zwingender in ihren Aktionen als die Towerstars, und sie setzten dann Nadelstiche, wenn es erforderlich war. In der 23. Minute wieder durch Jens Meilleur, der ungestört vor Nemec ziehen konnte und aus kurzer Distanz per Handgelenkschuss das 2:0 markierte. Die Huskies waren nun am Drücker, allerdings versäumten sie es, die Führung weiter auszubauen und schon im zweiten Drittel für eine Vorentscheidung zu sorgen. Carter Proft, Manuel Klinge, Austin Wycisk, Matt Tomassoni und Mike Collins konnten alle trotz guter Gelegenheiten nicht treffen bzw. scheiterten am starken Nemec. Collins war hierbei allerdings entschuldigt, denn bei seinem Alleingang wurde er ausgesprochen schmerzhaft und „unehrenhaft“ mit dem Schläger behindert (siehe Bild). Diese Verfehlung des Ravensburgers Shawn Weller  unterhalb der Gürtellinie blieb jedoch ungesühnt. Ab der Hälfte des zweiten Drittels mussten die Hausherren zudem auf Adriano Carciola verzichten, der nach einem (allerdings korrekten) Abseitspfiff des Schiedsrichtergespanns zu sehr seinem Temperament freien Lauf ließ und sich damit nicht nur eine zehnminütige Disziplinarstrafe sondern auch den Unmut seines Headcoaches zuzog. Auch wenn beide Teams bis zur Drittelsirene noch einige Chancen hatten, den einen oder anderen Treffer zu erzielen, blieb es beim 2:0-Zwischenstand.

Wer nun aber glaubte (und dies dürften einige gewesen sein), dass es im letzten Drittel aufgrund des zu erwartenden Kräfteverschleißes auf Seiten der Huskies noch einmal eng werden würde, der sah sich getäuscht. Das Gegenteil war der Fall. Die Schlittenhunde waren nach wie vor voll da und legten noch einmal eine Schippe drauf. Und wieder dauerte es keine fünf Minuten, dann klingelte es im Kasten des Gästekeepers. Adriano Carciola vollendete einen blitzsauberen Angriff. Und als nur drei Minuten später Mike Collins von seinem Sturmpartner Adriano Carciola freigespielt wurde und per Handgelenkschuss das 4:0 markierte, war die sprichwörtliche Messe gelesen. Die Gäste versuchten zwar noch einmal alles, ihren mitgereisten Fans zumindest den Ehrentreffer zu schenken, doch am heutigen Abend blieb der Huskies-Kasten verschlossen, sodass Jeff Frazee einen hochverdienten Shutout feiern konnte und die Huskies trotz einiger ausgelassener Möglichkeiten einmal mehr unter Beweis stellten, dass mit ihnen immer und überall zu rechnen ist.


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