Humorlose Pinguins stellen Weichen auf WeiterkommenDEL2 Play-Offs/Play-Downs kompakt

Lesedauer: ca. 6 Minuten

Die Fischtown Pinguins haben rechtzeitig in den Playoffs wieder zu alter Stärke gefunden: Auch im zweiten Viertelfinal-Duell setzte sich der Liga-Primus souverän gegen die Lausitzer Füchse durch und baute die Serienführung durch ein 5:0 bei einem Torverhältnis von 10:1 (!) in der Fremde auf 2:0 aus. Bereits am Sonntag haben es die Seestädter in der Hand, den ersten Match-Puck vor eigenem Publikum in der Serie „Best of seven“ perfekt zu machen. Dagegen glichen sowohl Rosenheim (5:2 in Dresden) als auch Landshut (5:3 gegen Ravensburg) und Bietigheim (4:3 in Riessersee) ihre Serien nach Auftaktniederlagen aus. In den Playdowns verschaffte sich Kaufbeuren durch ein 4:3 in Heilbronn und den zweiten Sieg eine perfekte Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt, während sich die Roten Teufel in Crimmitschau eindrucksvoll mit 6:2 für die Auftaktniederlage revanchierten.


Lausitzer Füchse – Fischtown Pinguins 0:5 (0:2, 0:2, 0:1) Serienstand: 0:2

Die Fischtown Pinguins marschieren souverän in Richtung Vorschluss-Runde: Auch im zweiten Viertelfinal-Duell gegen die Lausitzer Füchse ließen sich die Seestädter nie ernsthaft in Gefahr bringen und fuhren die 2:0-Serienführung souverän nach Hause. Ein Doppelschlag im ersten Drittel brachte die Pinguins gegen sichtlich ausgepowerte Füchse schnell auf die Siegerstraße. Vor 1.904 Zuschauern setzte sich die Überlegenheit der Gäste auch im zweiten Durchgang fort. Zwar versuchten die Füchse die Partie mit hohem Körpereinsatz offen zu gestalten, handelten sich dabei aber zu viele Strafzeiten ein, um ihrem Kontrahenten den Schneid noch einmal abzukaufen. Im Schlussabschnitt beschränkte sich Bremerhaven auf Ergebnis-Verwaltung. Bremerhavens Trainer Mike Stewart: „Wir hatten keine Busbeine und waren von Anfang an präsent. Jonas Langmann hat stark gehalten. Der Sieg war verdient. Aber er steht es 2:0 in der Serie. Es ist noch lange nicht vorbei.“ Dirk Rohrbach meinte verärgert: „Das Spiel ist fast komplett an uns vorbei gegangen. Wir haben fast alle Zweikämpfe verloren. Vor dem Tor zu viele Chancen ausgelassen und dem Gegner das Tore schießen zu leicht gemacht.“
Tore: 0:1 Jaroslav Hafenrichter (13:20/SH1), 0:2 Marian Dejdar (14:54), 0:3 Patrick Beck (22:25), 0:4 Steve Slaton (32:42), 0:5 Brendan Cook (57:08)
Zuschauer: 1.904

Dresdner Eislöwen – Starbulls Rosenheim 2:5 (1:2, 0:1, 1:2) Serienstand: 1:1

Tolle Aktion zu Beginn der Partie: Mit einer großen Fan-Choreo in der Nordkurve: „Immer vorwärts, Dresdner Jungs“ warteten die Dresdner Anhänger groß auf – das Team verstand die Message zunächst:  Sami Kaartinen brachte die Hausherren in Front. Doch dann kamen die Gäste besser in Schwung: Robin Weihager und Stephan Gottwald drehten die Partie zugunsten der Gäste – und auch in der Folge weiter mächtig auf.  Rosenheim nach dem Wechsel weiter mit Druck, was die Sachsen vor erhebliche Probleme stellte. Die Folge: Das  1:3 durch Stephan Gottwald. Selbst bei doppelter Überzahl im Anschluss wollte den Eislöwen wenig gelingen. Der Schlussabschnitt brachte wenig Besserung aus Sicht der Popiesch-Truppe. Im Gegenteil: Hofbauer und Staal erhöhten. Der Treffer von Patrick Cullen hatte nur noch statistischen Wert. 
Tore: 1:0  Sami Kaartinen (2:42), 1:1 Robin Weihager (4:54/PP1), 1:2 Stephan Gottwald (9:29),  1:3 Stephan Gottwald (26:29), 1:4 Maximilian Hofbauer (49:55), 1:5 Kim Staal (13:31), 2:5 Patrick Cullen (16:36)
Zuschauer: 3.005

SC Riessersee – Bietigheim Steelers 3:4 (1:2, 1:1, 1:0, 0:1) OT/Serienstand: 1:1

Der SC Riessersee machte da zu Beginn weiter, wo er am vergangenen Mittwoch in Bietigheim aufgehört hatte -  nämlich mit einem Treffer ! Das Tor durch Morten Lie gleich in der Anfangsphase war verdient. Die Steelers konnten sich nur langsam, aber dafür umso heftiger befreien: Das 1:1 gehörte noch zur Kategorie reingestochert, aber der 2:1-Führungstreffer -  ausgerechnet in numerischer Überlegenheit der Weiß-Blauen  - war hervorragend von den Steelers herausgespielt. Im Mittelabschnitt die Gastgeber den Frust des Rückstandes ab und drehten auf. Der SCR war dem Ausgleich sehr nah - das Tor machten dann aber die Gäste und bauten die Führung aus. Lubor  Dibelka netzte im anschließenden Powerplay zum 2:3 Anschluss aus Sicht der Garmischer ein. Das Stadion wurde zum Hexenkessel. Nach Florian Vollmers 3:3 herrschte Volksfeststimmung. Die Overtime musste entscheiden. Dort allerdings machten die Gäste den Sack zu: Henry Martens sorgte für den 4:3-Sieg nach 68 Minuten.
Tore: 1:0 Morten Lie (06:51), 1:1 Patrik Vogl (11:16), 1:2 David Wrigley (12:17/SH1), 1:3 Matt McKnight (29:35), 2:3 Lubor Dibelka (41:37/PP1), 3:3 Florian Vollmer (53:37), 3:4 Henry Martens (68:04)
Zuschauer: 2.400

EVL Landshut – Ravensburg Towerstars 5:3 (1:1, 3:2, 1:0) Serienstand: 1:1

Der EVL Landshut hat sich im Viertelfinal-Duell gegen die Ravensburg Towerstars zurück gemeldet: 48 Stunden nach dem 1:5 in der Fremde egalisierten die Dreihelmenstädter die Serie durch ein 5:3. Dabei sah es lange nicht nach dem erhofften Erfolg der Niederbayern aus, denn Ravensburg agierte mit dem klaren Sieg von vor zwei Tagen im Rücken, abgeklärter und ging folgerichtig mit 1:0 in Front. In der Auseinandersetzung zweier insgesamt gleichwertiger Kontrahenten nutzten die Landshuter eine doppelte Überzahl vor Ende des zweiten Drittels zum Ausgleich und setzten nur 20 Sekunden später die Führung oben drauf. Als Vantuch erneut in Überzahl zu Beginn des Schlussabschnitts das 5:3 glückte, war die Moral der Towerstars gebrochen und der erste Seriensieg der Landshuter praktisch perfekt.
Tore: 0:1 Radek Krestan (09:47), 1:1 Martin Davidek (17:37/PP1), 1:2 Andreas Farny (22:55), 2:2 Bill Trew (30:56), 2:3 Marko Friedrich (32:20), 3:3 Josh Godfrey (37:42/PP2), 4:3 Peter Abstreiter (38:08/PP1), 5:3 Lukas Vantuch (44:25/PP1)
Zuschauer: 2.498

Eispiraten Crimmitschau – EC Bad Nauheim 2:6 (0:0, 1:3, 1:3) Serienstand: 1:1

Von Beginn an entwickelte sich eine Partie, die geprägt war von hohem Tempo und dem Willen beider Teams auf keinen Fall als Sieger das zu verlassen. Dabei kamen naturgemäß kaum Kombinationen auf. Zwar hatten die Gäste im ersten Durchgang ein leichtes Übergewicht, aber nach de Wechsel schlug die Stunde der Wetterauer, die in Überzahl zum Führungstreffer kamen und dann Eispiraten-Keeper Ryan Nie auf dem falschen Fuß erwischten. Erst als die Gäste auch noch das 3:0 drauf packten, erwachten die Eispiraten aus ihrem Tiefschlaf und schafften noch vor dem Schlussdurchgang den Anschlusstreffer. Hier schöpften die Eispiraten nach dem 2:4 durch ihren Top-Scorer Harrison Reed noch einmal Hoffnung und berannten das Bad Nauheimer Tor, doch die Gäste behielten nicht nur die Nerven, sondern setzten, begünstigt durch viele individuelle Fehler der Hausherren, noch zwei Treffer zum insgesamt verdienten 1:1-Serienausgleich drauf.
Tore: 0:1 Dan Ringwald (27:06), 0:2 Harry Lange (33:28), 0:3 Taylor Carnevale (35:02), 1:3 Max Campbell (36:01), 1:4 Matt Beca (45:04), 2:4 Harrison Reed (47:54), 2:5 Matt Beca (48:51/PP1), 2:6 Matt Beca (55:46)
Zuschauer: 2.369

Heilbronner Falken – ESV Kaufbeuren 3:4 (1:2, 2:1, 0:0, 0:1) OT/Serienstand: 0:2

Die Falken schienen sofort hellwach zu sein und gingen bereits nach 15 Sekunden durch Michael Hackert in Führung. Doch der Schein sollte trügen, denn wiederum nur 23 Sekunden später stand es 1:1. Max Schmidle traf zum Ausgleich für die Gäste. Die Falken schienen nun etwas geschockt, denn Kaufbeuren hatte nun mehr vom Spiel. Die Führung für den ESVK fiel dann zwei Minuten vor Drittelende in Überzahl. Maury Edwards wurde an der blauen Linie frei gespielt und sein Schuss ging an Lehrs Schonern vorbei ins Tor. Im Mitteldrittel sorgte zunächst erneut Hackert für den nächsten Treffer und nach etwas mehr als einer Minute stand sogar Frantisek Mrazek goldrichtig um die Führung für die Käthchenstädter zu erzielen. Doch die Freude währte wieder nicht sehr lange. 45 Sekunde später fand der ESVK abermals die passende Antwort und glich durch Alexander Thiel aus. So kam es zur Verlängerung: Dort hatten die Gäste das bessere Ende für sich. Maury Edwards beendete die Partie mit seinem zweiten Tor des Abends.
Tore: 1:0 Michael Hackert (00:15), 1:1 Max Schmidle, 1:2 Maury Edwards (18:01/PP1), 2:2 Michael Hackert (30:51), 3:2 Frantisek Mrazek (32:02), 3:3 Alexander Thiel (42:47), 3:4 Maury Edwards (64:16)
Zuschauer: 1.167

Die Playoff-Viertelfinals der zweiten Runde im Überblick:

Lausitzer Füchse – Fischtown Pinguins 0:5 (0:2, 0:2, 0:1)
Dresdner Eislöwen – Starbulls Rosenheim 2:5 (1:2, 0:1, 1:2)
SC Riessersee – Bietigheim Steelers 3:4 (1:2, 1:1, 1:0, 0:1)
EVL Landshut – Ravensburg Towerstars 5:3 (1:1, 3:2, 1:0)

Die Playdowns der zweiten Runde im Überblick:

Eispiraten Crimmitschau – EC Bad Nauheim 2:6 (0:0, 1:3, 1:3)
Heilbronner Falken – ESV Kaufbeuren 3:4 (1:2, 2:1, 0:0, 0:1) OT


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