„Holt das Lasso raus, wir spielen Cowboy und Indianer!“

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„Ein wenig nervös bin ich schon“, sagte der 28-jährige Kanadier kurz vor Beginn. Aber dann überwog die Vorfreude und auf der Bühne war von Aufregung nichts mehr zu spüren. Souverän und gelassen spielte er das, was kurz zuvor mit den Schauspielern der Landesbühne Sachsen abgesprochen wurde. Das begeisterte auch den Autor und Regisseur der Stückvorlage Olaf Hörbe. „Patrick ist ein sehr sympathischer Mann, der schon während der Probe und auch dann auf der Bühne sehr konzentriert und spannungsgeladen agierte. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Von mir aus könnte nächste Saison die gesamte Mannschaft mitmachen“, meinte er schmunzelnd. Vorausgegangen war dem Ganzen eine Überlegung der Eislöwen-Führung, während der Sommerpause bei den Fans, sowie im Umfeld und bei den Sponsoren durch eine etwas ungewöhnliche Aktion für Gesprächsstoff zu sorgen. So wie die Landesbühne Sachsen war auch Patrick Jarrett sofort zum Mitmachen bereit. „Ich bin auf dem Land aufgewachsen und habe schon als Kind auf der Farm mitgeholfen“, sagt der Stürmer. „ Und welcher Junge träumt nicht davon, einmal Cowboy zu sein. Außerdem hilft es dem Club und den Fans wird es auch gefallen.“  Trotz angesagten Dauerregens fanden sich so auch etwa 100 Eislöwen-Anhänger ein, um ihren Kapitän zu unterstützen und beim Schlussapplaus stürmisch zu feiern. „Ich hatte eine Menge Spaß, es war eine völlig neue Erfahrung und es war ein toller Abend“, so das Fazit des Stürmers. Eine Gegenaktion des Schauspielensembles der Landesbühne Sachsen ist in Planung, unabhängig davon wollen die Künstler ihren „Kollegen für einen Tag“ schon mal in der Eishalle in Aktion erleben und anfeuern. Man darf also gespannt sein, ob und in welcher Form eine eventuelle weitere Zusammenarbeit von Eishockey und Kunst stattfinden wird.