Hessen-Invasion im Ellental - die Festung hält stand!Bietigheim Steelers

Hessen-Invasion im Ellental - die Festung hält stand!Hessen-Invasion im Ellental - die Festung hält stand!
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Der nächste Gegner schickte sich an an diesem Abend die Festung Ellental anzugreifen. Unterstützt von gut 700 Fans brüllten die Löwen Frankfurt zum Großangriff, doch einmal mehr hielt die Festung stand und der Gegner musste die Heimreise ohne Punkte antreten.

Bietigheim gelang der bessere Start in die Partie. Spielerisch überlegen standen die Hausherren kämpferischen Löwen gegenüber. Die Mannen um Kapitän Adam Borzecki dominierten die ersten paar Minuten das Geschehen und die hessischen Gäste kämpften sich erst nach und nach in die Partie. 

In der Folge brannte es gleich zwei Mal lichterloh vor dem Kasten von Sinisa Martinovic, der den ersten Schuss noch parieren konnte, beim zweiten Mal aber viel Glück hatte, dass der Puck nicht in das fast verwaiste Tor einschlug. In Überzahl schlug der Spitzenreiter eiskalt zu. Auf Zuspiel von David Wrigley und Adam Borzecki  war es Robin Just, der die Scheibe aus halbrechter Position unter die Latte jagte. Die Löwen brannten im Gegenzug auf den Ausgleich und versuchten den Vizemeister mit den kleinen, aber feinen  Spielchen aus dem Konzept zu bringen. Die Gäste, die nun besser im Spiel waren, vermochten den Defensivverbund der Bietigheimer zwar mehrfach zu prüfen - ein Treffer blieb den Löwen jedoch versagt, stattdessen mussten sie erneut in Unterzahl ran. Diesmal machten es die Hessen aber besser und hielten sich schadlos. Die Steelers blieben jedoch spielerisch eine Klasse für sich und ließen den Löwen kaum eine Chance. Erst gut eine Minute vor der Pause gelang den Hessen nach einem tollen Zuspiel auf Nick Mazzolini beinahe der Ausgleich. In dessen Folge entstand im Durcheinander nach einem Foul an David Wrigley ein Meinungsaustausch der etwas anderen Art zwischen dem Übeltäter Clarke Breitkreutz und dem Top-Scorer der Steelers. Schiedsrichter Ulpi Sicorschi verbannte beide mit einer 2+2+10 Minuten Strafe in die Kühlbox, wobei David Wrigley eine weitere Zeitstrafe aufgebrummt bekam. Frankfurt war damit kurz in Überzahl, aber die Hausherren retteten die knappe Führung in die Pause. 

Frankfurt fiel auch kurz nach Wiederanpfiff einmal mehr unangenehm auf. Nachdem Sinisa Martinovic den Puck in Unterzahl bereits gesichert hatte und die Partie schon unterbrochen war, stocherte Ken Magowan weiter nach. Um seinen Torhüter zu schützen ging Dominic Auger dazwischen und konnte dieses Duell für sich entscheiden. Die daraus resultierende Überzahl ließ Bietigheim jedoch ungenutzt und musste sich wieder den Angriffen des Löwenrudels erwehren. Norman Martens war es, der die wohl beste Möglichkeit zum Ausgleich vergab. Nach hohem Pass fälschte er den Puck ab, Silo Martinovic reagierte blitzschnell und konnte mit dem Schoner parieren. Der Bietigheimer Keeper blieb jedoch auch weiterhin der wohl am meisten beschäftigte Akteur auf dem Eis, denn er entschärfte nun gleich reihenweise Chancen der Hessen. Justin Kirsch, Nils Liesegang, Morton Vas und Richard Mueller bissen sich am starken Martinovic die Zähne aus. Nachdem nun auf dem Eis für beste Stimmung gesorgt war betrieben auch die Fans beider Lager mit Wechselgesängen auf den Rängen an diesem Abend allerbeste Werbung fürs Eishockey. "Es war von beiden Seiten ein hochklassiges Spiel vor einer tollen Atmosphäre -  vor allem unsere vielen mitgereisten Fans und die Bietigheimer Fans haben auf den Rängen für eine tolle Stimmung gesorgt", lobte Löwen-Coach Tim Kehler die Stimmung unter den Zuschauern. Auf dem Eis kam es allerdings zu einer weiteren unschönen Szene. Nachdem sich die Steelers bereits in doppelter Unterzahl befanden ließ sich ein Löwen-Stürmer zu einem ebenso hässlichen wie absolut unnötigen Foul hinreißen, indem er Markus Gleich ohne Not oder Notwendigkeit mit dem Stock von hinten in die Kniekehle hackte. Schiedsrichter Ulpi Sicorschi fackelte nicht lange und schickte Frankfurts #18 direkt mit einer 5 plus Spieldauerdisziplinarstrafe zum Duschen.  Die Hausherrn brauchten lange, bis in Überzahl eine Chance zu verzeichnen war. Jason Pinizzotto und Mark Heatley mit dem Doppelpass, aber Pinizzotto scheiterte mit dem guten alten Bauerntrick an Antti Ore. Kurz darauf gab es dann erneut eine Strafe gegen den Vizemeister. René Schoofs musste mit einer 2+2 Minuten Strafe vom Eis und in Unterzahl klingelte es dann im Frankfurter Gehäuse. Benjamin Hüfner und Mark Heatley hatten sich durch die gesamte Löwen-Mannschaft kombiniert und Heatley schloss trocken zum 2:0 ab. Doch damit nicht genug, das zweite Drittel bot auch für die zahlreichen mitgereisten Hessen einen Grund zum Jubeln. Noch in Überzahl setzten sich die Löwen vor dem Bietigheimer Gehäuse fest. Aus dem Gewühl vorm Tor sprang der Puck Richard Mueller genau vor die Füße und der Stürmer musste nur noch zum 2:1 Pausenstand einschieben (39.). 

Das Schlussdrittel ließen beide Teams nun deutlich ruhiger angehen. Klar erkennbar blieb jedoch, dass Löwen-Dompteur Tim Kehler seinem Team die richtigen Worte auf den Weg gegeben hatte. Der Aufsteiger spielte auch weiterhin auf Sieg und stemmten sich mit aller Kraft gegen den Spitzenreiter. Ex-Steeler Patrik Vogl zeigte eine gute Einzelaktion, doch Sinisa Martinovic war hellwach und entschärfte den Schuss. Auf der Gegenseite leiteten die Löwen mit einem katastrophalen Fehler das 3:1 mit ein. David Wrigley hatte einem Frankfurter ohne jegliche Gegenwehr die Scheibe entwendet und passte zum in der Mitte stehenden Marcus Sommerfeld. Sommerfeld spielte einen präzisen Rückpass auf Robin Just, der mit einem schönen Schuss genau ins Toreck traf. Die Gäste mühten sich nach Kräften und versuchten alles, um das Bietigeimer Verteidigungsbollwerk ein weiteres Mal zu bezwingen. Doch die Hintermannschaft um den bärenstarken Sinisa Martinovic hielt dem Druck trotz mehrerer Chancen durch Clarke Breitkreutz, Frederik Gradl sowie Richard Mueller stand. Erst ein Überzahltor knapp zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit brachte die Hessen wieder heran. David Cespiva bediente Clarke Breitkreutz, der die Scheibe unter die Latte lupfte (58.). Tim Kehler reagierte blitzschnell und nahm seinen Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch die Mühe wurde nicht belohnt und die Bietigheim Steelers behielten einmal mehr die Punkte in der heimischen EgeTrans-Arena. 

"Es war wohl heute das Spiel des Jahres für beide Seiten. Die klasse Stimmung auf den Rängen und die Mannschaften auf dem Eis - das hat einfach gepasst heute Abend. Wir haben trotz der zehn Siege in Folge heute das Quäntchen Glück auf unserer Seite gehabt und ich bin stolz, dass die Jungs heute einen Weg gefunden haben zu gewinnen. Wenn wir dieses Glück nur auch bei unseren Verletzten hätten, denn heute haben wir auch noch Adam Borzecki mit einem gebrochenen Fuß verloren.", fasste Kevin Gaudet den Abend aus seiner Sicht zusammen.

Statistik: 

1:0 - Robin Just (Überzahl-Tor) (Mark Heatley, David Wrigley) - 7.

2:0 - Mark Heatley (Benjamin Hüfner, David Wrigley) - 37.

2:1 - Richard Mueller (Überzahl-Tor) (Nick Mazzolini, Justin Kirsch) - 39.

3:1 - Robin Just (David Wrigley) - 46.

3:2 - Clarke Breitkreuz (Überzahl-Tor) (David Cespiva, Marton Vas) - 58.

Strafzeiten: 

Bietigheim Steelers: 30

Löwen Frankfurt:  47

Schiedsrichter: Ulpi Sicorschi


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