Hessen gewinnen in BayernEC Bad Nauheim

Hessen gewinnen in BayernHessen gewinnen in Bayern
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Oppolzer, Dorr und Ketter trafen in der regulären Spielzeit für die Hessen in einem Spiel, das sie über weite Strecken mit mehr Spielanteilen für sich verbuchen konnten, so dass der Sieg nach dem Treffer durch Taylor Carnevale im Penaltyschießen unter dem Strich verdient ist. Aufgrund der zwei Zähler bleiben die Wetterauer trotz des Weißwasseraner Sieges in Bietigheim auf einem Playoff-Platz, bei einem weniger absolvierten Spiel haben die Roten Teufel nun einen Punkt Vorsprung auf die Lausitzer.

Die Gäste traten wie angekündigt ohne den verletzten Chris Heid an, der Verteidiger wurde durch Jan-Niklas Pietsch ersetzt, so dass die Roten Teufel mit sechs Abwehrspielern und elf Stürmern in das Match gehen konnten. In der 2. Minute war es die dritte Formation, die eine etwas überraschende Führung der Hessen markieren konnte: Kevin Lavallee schnickte das Hartgummi einfach in Richtung des Kaufbeurer Tores, wo die Scheibe von einem Spieler der Gastgeber unhaltbar für ESV-Goalie Wiedemann zum 0:1 in die Maschen ging. Die Freude währte aber nicht sehr lange: Tim May saß in der siebten Minute in der Kühlbox und es waren noch drei Sekunden zu überstehen, da zog Näätänen in Richtung von Thomas Ower ab, dem die Sicht versperrt war. Er konnte nur noch verspätet reagieren, so dass der Puck zum 1:1-Ausgleich über seine Fanghand hinweg einschlug. In der Folgezeit hatten die Kurstädter zw ar die größeren Spielanteile, die Joker versuchten es aber mit Kontern, so dass sich ein schnelles und interessantes Spiel entwickelte. Kurz vor der ersten Pause hatten die Roten Teufel durch Beca und Pinizzotto die zwei größten Chancen auf die erneute Führung, doch das Hartgummi wollte erneut nicht über die Linie, nachdem die Hessen zuvor bereits einige aussichtsreiche Gelegenheiten liegen ließen und das Schussverhältnis somit deutlich für sich gestalten konnten.

Dasselbe Bild im Mitteldrittel: Bad Nauheim machte das Spiel, während Kaufbeuren konterte. So auch in der 23.Minute, als Schmidle nach einem schnellen Vorstoß vor Thomas Ower auftauchte, sein Schuss landete aber in der sicheren Fanghand des Goalies. Nach einer Zehnminutenstrafe gegen Harry Lange und einer kleinen Strafzeit gegen Marcus Götz, der einen Detsch-Konter regelwidrig stoppte, hatten die Allgäuer kurzzeitig Oberwasser. Thomas Ower war in d er Unterzahl aber stets zur Stelle und hielt zwei, drei Mal souverän und sein Team somit im Spiel. In der 36.Minute war aber auch er machtlos: die Gäste verloren gegen Kaufbeurens Maury Edwards an der Mittellinie die Scheibe im Aufbauspiel, so dass es ganz schnell in Richtung des Bad Nauheimer Kastens ging. Ryhänen passte auf Thiel, der nur noch zum 2:1 einschieben brauchte nach diesem Drei-auf-eins-Konter. Doch die Hessen antworteten: knapp zwei Minuten später war Torjäger Michael Dorr zur Stelle, der erst einen Gegenspieler und dann auch noch ESV-Torhüter Wiedemann zum wichtigen 2:2-Pausenstand verladen konnte.

Im letzten Abschnitt war eher die Defensive beider Teams Trumpf, nachdem keiner den vielleicht entscheidenden Fehler machen wollte. Dennoch blieben die Hessen die aktivere Mannschaft, die mit dem erneuten Führungstreffer belohnt wurde, als Daniel Ketter das Hartgummi in der 51.Minute in Richtung Tor brachte. Durch Kyle Helms abgefälscht fand die Scheibe seinen Weg in das Netz, so dass die Roten Teufel in der Folgezeit den Vorsprung clever verteidigen konnten. Man wähnte sich bereits als Sieger, da trafen die alles nach vorne werfenden Kaufbeurer in der vorletzten Minute aus dem Gewühl heraus zum erneuten Ausgleich, der schlussendlich auch nach 60 Minuten Bestand hatte, so dass es in die Verlängerung ging. In dieser mussten die Hessen gleich zwei Mal in die Kühlbox, so dass eher die Erreichung des Penalytschießens im Vordergrund stand, als den Siegtreffer zu erzielen. Es ging somit auch in den Shoot-Out, den die Roten Teufel auswärts bislang noch nicht verloren hatten. Und so sollte es auch diesmal sein, auch wenn es bis zum sechsten Durchgang dauern sollte. Nach jeweils einem Treffer durch Tätinen und McMonagle gleich zu Beginn sollten vier Mal in Folge hüben wie drüben kein Penalty ins Netz gehen. Im sechsten Durchgang verschoss Kaufbeurens Hans Detsch, so dass EC-Topscorer Taylor Carnevale sich diese Möglichkeit nicht entgehen ließ und Kaufbeurens Torhüter Wiedemann zum Siegtreffer überwand.

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