Heimsieg Nummer Eins ist eingefahren!Heilbronner Falken

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Bei den letzten beiden Heimspielen gingen die Falken leer aus. Weder Punkte konnte sie einfahren, noch Tore erzielen. Mit einem Sieg in Bremerhaven ging es in die letzte Trainingswoche. Die Zuschauer und Fans waren sich uneins: War es ein positiver Ausrutscher oder die Wende? Gewiss ist es nach zwei siegreichen Spielen zu früh, von einer entscheidenden Wende zu sprechen, aber die Tendenz ist da: Nun haben die Falken aus zwei Spielen das Optimum von sechs eingefahren und insgesamt zehn Tore erzielt. Darüber hinaus zeigten sie sich bissiger und weniger flügellahm. Die individuellen Fehler der ersten Heimspiele wurden von den Unterländern weitaus weniger gemacht und die Fehler der Gäste dazu ausgenutzt.

Bereits in der achten Spielminute konnten die Heilbronner durch Sergej Janzen in Führung gehen. Doch als die Halle noch feierte glichen die Gäste aus Crimmitschau durch Robin Slanina (9.) aus. Die Freude über den eigenen Treffer wich schlagartig einer extremen Stille. Schon wieder waren die Falken unkonzentriert, schon wieder wurde dem Gegner das Toreschiessen zu einfach gemacht. Gerade einmal 16 Sekunden konnten sich die Falken und deren Fans über die Führung freuen. Doch gestern lief es nach dem Gegentreffer besser. Die Falken spielten gradlinig zum Tor und suchten vermehrt den Abschluss. Ryan Nie im Tor der Sachsen musste oftmals seine Klasse zeigen und gefährliche Schüsse entschärfen. In der 14. Spielminute sah T.J. Fast den freistehenden Sachar Blank. Urplötzlich machte sich der Falken-Kapitän alleine auf den Weg zum Tor der Eispiraten. Ryan Nie rannte ihn entgegen, doch Blank ließ ihn geschickt „links liegen“, brachte den Puck unter Kontrolle und schob aus spitzem Winkel ins verwaiste Tor. Mit diesem 2:1 ging es auch in die erste Pause.

Kurz nach Wiederbeginn stand Sachar Blank erneut frei vor Nie, wieder ließ er dem Goalie keine Chance und erhöhte durch sein zweites Tor an diesem Abend auf 3:1. In der 32. Minute zeigte sich ein altbekanntes Bild: Die Abwehr bekam den Puck nicht unter Kontrolle, die gegnerischen Angreifer arbeiteten hart gegen das Aufbauspiel, sicherten sich den Puck und trafen. Gestern allerdings waren es nicht die Falken, die sich nicht befreien konnten, sondern sie erzielten den Treffer und erhöhten durch Dustin Cameron auf 4:1. Die Vorlage kam von Grant Toulmin, der sich in einer Eins-gegen-Eins-Situation an der Bande den Puck zuvor erkämpft hatte. Das altbekannte Sprichwort „aus Fehlern lernt man“ kam vielen Zuschauern in den Kopf. Etwas Spannung kam vor der zweiten Pause noch mal auf. Dominic Walsh stand einsam und verlassen im Drittel der Falken, bekam den Puck und verkürzte in der 37. Minute auf 2:4. Gegen den harten und platzierten Schuss konnte Florian Proske im Tor der Falken nichts ausrichten.

Schmerzvoll wurde die 40. Minute für den jungen Falken-Verteidiger Dominik Tiffels. Im Powerplay der Gäste bekam er einen Schlagschuss ins Gesicht und musste das Eis blutend verlassen. In dieser Situation verlor er einen Zahn und zwei weitere wurden wohl in Mitleidenschaft gezogen.

Der Schlussabschnitt begann mit einer starken Offensive der Gäste. Bereits nach zehn Sekunden musste Florian Proske in höchster Not klären. Die Anfangsphase dieses Drittels gehörte eindeutig den Gästen, aber Proske stand wie der berühmte Fels in der Brandung und konnte seine Mannschaft vor einem weiteren Treffer der Eispiraten bewahren. Mit zunehmendem Spielverlauf kamen die Falken besser zurück ins Spiel und kamen so auch zu guten Abschlussmöglichkeiten. Wie schon beim vierten Treffer der Falken fiel das 5:2 aufgrund eines gutes Forechecking der Falken. Erneut war es Dustin Cameron der für seine Mannschaft traf und somit den Endstand herstellte.

Nach den beiden Siegen gegen den amtierenden Meister und das Schlusslicht der Tabelle geht es für die Falken am kommenden Sonntag in Kaufbeuren weiter. Danach steht ein Auswärtsspiel in Bad Nauheim und das Heimspiel gegen den EV Landshut an. Ob aus der positiven Tendenz die Wende wird, werden diese Spiele zeigen.

Statistik

1:0       8.         Sergej Janzen (Alexander Janzen, Sachar Blank)

1:1       9.         Robin Slanina (Martin Heinisch, Jan Tramm)

2:1       14.       Sachar Blank (Dorian Saeftel, Alexander Janzen)

3:1       22.       Sachar Blank (Dorian Saeftel, T. J. Fast)

4:1       32.       Dustin Cameron (Grant Toulmin, T. J. Fast)

4:2       47.       Dominic Walsh (Marvin Tepper, Matthias Forster)

5:2       58.       Dustin  Cameron (Alexander Ackermann, Marcel Kurth)

Strafen:                     Heilbronn: 6 – Crimmitschau: 4

Schiedsrichter:         Marc Iwert – Jan Lamberger, Andreas Roth

Zuschauer:                1.286