Heimsieg in stimmungsvoller HalleHeilbronner Falken - ESV Kaufbeuren 5:4 n.V.

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Standen am Freitag noch 30 Strafminuten auf dem Habenkonto der Heilbronner Falken, waren es beim Heimdebüt gegen den ESV Kaufbeuren nur deren Acht. Sicherlich auch ein Schlüssel, wenn nicht der Schlüssel zum verdienten Sieg. Wie meistens in der letzten Saison liefen die Falken zunächst einem Rückstand hinterher. Michael Fröhlich brachte die Gäste bereits in der fünften Minute in Front. Doch die Falken der Saison 2015/´16 behielten den Kopf oben und ließen sich nicht von ihrem Weg abbringen. Binnen drei Minuten trafen Thomas Gödtel und Adam Brace für die Hausherren und brachten die Unterländer so mit 2:1 in Führung. Michael Fröhlich mit seinem zweiten Treffer stellte jedoch 14 Sekunden vor Drittelende den Spielstand auf 2:2. Zerfahren war das zweite Drittel, der Schwung der ersten zwanzig Minuten war raus. Gefördert sicherlich durch zahlreiche Unterbrechungen aufgrund des Nebels in der Kolbenschmidt Arena. Da sowohl Brad Schell (21.) für die Falken, wie auch Michael Baindl (32.) für die Allgäuer trafen, ging es abermals mit einem Unentschieden in die Pause. Obwohl auch das letzte Drittel geprägt war von einigen Nebelpausen war der Schwung des ersten Drittels zurück. Wiederrum trafen beide Teams jeweils ein Mal. Auf Seiten der Hausherren war es Neuzugang Carsten Gosdeck, der in der 47. Minute in einer Menschentraube vor dem Tor von Stefan Vajs den Überblick behielt und den Puck über die Linie brachte. Doch ein Fehler der Falken erlaubte Gregor Stein in der 53. Minute den erneuten Ausgleich. Thomas Gödtel hatte sich den Puck geschnappt, Freund und Feind ausgetanzt und knapp am Tor vorbeigeschossen. Im direkten Gegenzug standen urplötzlich drei Kaufbeurer einem Falken-Verteidiger und Peter Holmgren im Tor der Hausherren gegenüber. Zwar konnte Holmgren den ersten Schuss parieren, war aber gegen den unmittelbaren Nachschuss machtlos. Trainer Mannix Wolf kritisierte in der Pressekonferenz seine Stürmer, die es versäumten, für den offensiven Gödtel in der Defensive abzusichern. Wenige Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit rettet Holmgren mit einem starken Reflex das Unentschieden. Einen Befreiungsschlag sah er erst wenige Meter vor seinem Tor, brachte die Schoner dennoch schnell genug auf das Eis. Die fällige Verlängerung dauerte nur 52 Sekunden. Der französische Falken-Verteidiger Aziz Baazzi behauptete die Scheibe in zwei oder drei Duellen gegen die verteidigen Allgäuer, brachte sie mustergültig zu Adam Brace und der Kanadier ließ Vajs im Tor der Kaufbeurer keine Abwehrchance.

Die neuen Falken machen Spaß. 1.513 Zuschauer unterstützen ihre Mannen lautstark und peitschten sie nach vorne. Vergessen scheint das defensive Eishockey der letzten Saison. Die Falken spielen schnell nach vorne und suchen den Torabschluss. Selbst in Unterzahl generieren sie Torchancen und stehen gleichzeitig in der Abwehr sicher. Bereits am zweiten Spieltag ist die Handschrift von Mannix Wolf zu erkennen, zudem begeistern die Falken Zuschauer und Fans als funktionierendes Team. Oblag in der letzten Saison das Toreschiessen zumeist einem oder zwei Spielern, ist nun jede Reihe in der Lage, zu treffen. Die zahlreichen neuen Spieler bringen Schwung ins Spiel und kämpfen und arbeiten für ihre Mannschaftskameraden. Conor Morrison hatte mehrere Konterchancen in Unterzahl und schaffte es immer wieder, seinem Gegenspieler den Puck vom Schläger zu klauen. Carsten Gosdeck und Thomas Gödtel zeigen sich für ein hartes, aber faires Körperspiel verantwortlich. Der junge Ralf Rinke bringt immer wieder Unruhe in die gegnerischen Verteidigungsreihen. Mannix Wolf lässt nicht ab von viel Arbeit zu sprechen, die vor ihm und seinem Team liegt. Wenn diese Arbeit Früchte tragen wird, werden die Falken weiter begeistern und das schlechte letzte Jahr vergessen lassen.

Statements zum Spiel:

Mannix Wolf – Trainer der Heilbronner Falken:

"Das Herz des Team pulsiert. Die Fans haben uns heute auch sehr geholfen, es war laut und gut in der Halle. Bei dem 4:4 haben unsere Stürmer nicht aufgepasst, wenn der Verteidiger nach vorne geht, muss ein Stürmer hinten absichern. Intern haben wir über die vielen Strafen in Freiburg gesprochen, wir haben ebenso intern eine Lösung gefunden und es heute besser gemacht. Das Verfahren gegen Adam Brace ist beendet. Er hat eine Verwarnung bekommen."

Peter Holmgren – Torhüter der Heilbronner Falken:

"Der Nebel war heute schon schlimm, etwas mehr als "Old-School-Hockey". Manchmal habe ich keinen Mann mehr auf dem Eis gesehen. Den Schuss kurz vor Spielende habe ich auch erst gesehen, als er zwei oder drei Meter vor mir war. Der heutige Sieg ist gut für unser Selbstvertrauen. Wir haben viel gearbeitet und haben noch viel Arbeit vor uns."

Mike Muller – Trainer des ESV Kaufbeuren:

„Die Special-Teams haben heute eine wichtige Rolle gespielt. Heilbronn war in den Überzahlsituationen sehr effektiv. Wir hatten viele Chancen, daraus haben aber nur wenige Treffer resultiert. Der Nebel hat sicherlich auch seinen Teil dazu beigetragen. Wir haben uns ran gespielt, versucht das Spiel zu kontrollieren und nach zwei oder drei Minuten war wieder eine Pause. Dann spielen wir uns wieder ran und wieder Pause.“

Michael Kreitl – Geschäftsführer und Sportdirektor des ESVK:

„Das Spiel war sehr zerfahren. Am Anfang haben wir zwei blöde Strafen genommen und sind dadurch in Rückstand geraten. Der Nebel hat den Rhythmus aus unserem Spiel genommen. Aber das soll jetzt keine Ausrede sein, beide Teams haben auf dem gleichen Eis gespielt. Zudem hatten wir genügend Zeit mehr als einen Punkt zu holen.“

Statistik:

0:1 / 5. / Michael Fröhlich (Michael Baindl, Jannik Woidtke)

1:1 / 9. / Thomas Gödtel (Adam Brace, Brad Schell) - PP

2:1 / 12. / Adam Brace (Thomas Gödtel, Patrick Schmidt) - PP

2:2 / 20. / Michael Fröhlich (Daniel Menge, Jannik Woidtke)

3:2 / 21. / Brad Schell (Adam Brace, Aziz Baazzi)

3:3 / 32. / Michael Baindl (Daniel Menge, Michael Fröhlich)

4:3 / 47. / Carsten Gosdeck (Matthias Forster, Thomas Gödtel)

4:4 / 53. / Gregor Stein (Lee Baldwin, Chris St.Jasques)

5:4 / 61. / Adam Brace (Brad Schell, Aziz Baazzi)

Strafen: Heilbronner Falken: 8 Minuten – ESV Kaufbeuren: 14 Minuten

Schiedsrichter:           Stefan Vogel / Michael Gazzo, Christian Kastenmeier

Zuschauer:     1.513

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DEL2 Hauptrunde

Freitag 15.11.2019
Löwen Frankfurt Frankfurt
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Ravensburg Towerstars Ravensburg
Tölzer Löwen Bad Tölz
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ESV Kaufbeuren Kaufbeuren
EHC Freiburg Freiburg
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Heilbronner Falken Heilbronn
Kassel Huskies Kassel
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Lausitzer Füchse Weißwasser
EHC Bayreuth Bayreuth
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EC Bad Nauheim Bad Nauheim
Eispiraten Crimmitschau Crimmitschau
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Dresdner Eislöwen Dresden
EV Landshut Landshut
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SC Bietigheim Steelers Bietigheim
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