Heimserie der Falken ist beendet

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Das Spiel des Tabellendritten gegen den Zweiten war auch auf dem Eis ein

echtes Spitzenspiel, das in einer mit 2.713 Zuschauern gut gefüllten

Lavatec-Arena stattfand. Am Ende behielten die Wild Wings aus Schwenningen

gegen die Heilbronner Falken mit 5:3 verdientermaßen die Oberhand, doch vom

Ergebnis abgesehen durften auch die Fans der Gastgeber zufrieden nach Hause

gehen.

Bei den Falken vertraute Rico Rossi auf dieselbe Aufstellung wie am Freitag,

auch Schwenningen trat mit vier Sturmreihen an. Von Beginn an war es ein

sehr starkes Zweitligaspiel, in dem beide Teams sowohl technisch als auch

kämpferisch überzeugten und Eishockey auf hohem Tempo zeigten. Es war vor

beiden Toren viel los, beide Mannschaften suchten ihr Heil in der Offensive

und konnten sich Torchancen herausspielen. Nach zwei Minuten hatte Junker

die Führung des SERC auf dem Schläger. Im anschließenden Powerplay der Gäste

brach Edwardson durch und lief allein auf Karg zu, aber brachte die Scheibe

nicht im Tor unter. Hier hatte Schiedsrichter Kämpfer eine klare Strafzeit

übersehen, auch später sollte der Schweizer im Mittelpunkt stehen. In der

Folgezeit hätten die Falken durch Caudron oder Schlager in Führung gehen

können, dann führte ein Fehler von Strauch an der eigenen blauen Linie zum

0:1 - Frosch konnte aus den Birken bezwingen. Überzahlsituationen auf beiden

Seiten folgten, in der Schwenningen bei 4-gegen-3 hätte erhöhen können. Dann

aber bediente Weibler in Strauch, der auf Karg zulief und mit einem satten

Schuss zum 1:1 ausglich - oder nicht? Kontroverse Nummer eins: War der Puck

vorher im Fangnetz? Kontroverse Nummer zwei: Hatte Karg den Puck an den

Pfosten gelenkt oder die Scheibe die Linie überschritten? Nachdem zunächst

auf kein Tor entschieden worden war und sich Caudron eine Disziplinarstrafe

wegen Meckerns abgeholt hatte, änderte das Schiedsrichtertrio seine Meinung

und gab den Treffer. Die Bilder von L-TV werden am Montag im "fanblock"

sicher Aufschluss geben. Und nur 24 Sekunden später durften die Falken

erneut jubeln: Verteidiger Pat Baum Energieleistung drehte die Partie, 2:1.

Im zweiten Drittel ging es auf genauso hohem Niveau weiter. Den Zuschauern

wurde ein echtes Spitzenspiel geboten mit teilweise "Coast-to-Coast-Hockey",

während die Trainer manchmal über etwas mehr Ruhe im Spiel wohl froh gewesen

wären. Chancen gab es weiterhin auf beiden Seiten. Die beste vergab auf

Seiten des HEC Mauer bei einer 2-gegen-1-Situation, auf der Gegenseite

scheiterten Deniset und Junker. Ausgerechnet das zweite Überzahlspiel der

Gastgeber sollte den Ausgleich des SERC bringen. Schon Deniset hatte nach

einem Break das 2:2 auf dem Schläger, Heilbronn bekam die Scheibe nicht

unter Kontrolle und Baker war nach Vorlage von Deniset zur Stelle und ließ

aus den Birken keine Chance. Frosch hätte noch im zweiten Drittel nachlegen

können, wurde aber durch Pat Baums Check "abgeräumt".

Doch schon gegen Ende des zweiten Drittels deutete sich an, was sich im

letzten Durchgang bestätigen sollte: Schwenningen übernahm nun das Kommando

und hatte durch Whitecotton frühzeitig die Möglichkeit zum 2:3. Heilbronn

leistete sich weitere Strafzeiten und dann war es passiert: Baker brachte

den Puck scharf vors Tor, Deniset war zur Stelle und brachte den SERC wieder

in Führung. Auch danach waren die Wild Wings das bessere Team, während die

Falken nicht an die starken Leistungen der ersten beiden Drittel anknüpfen

konnten. Auch in Überzahl lief nicht viel zusammen, außer einem Schuss von

Calce an die Oberkante der Latte (52.) sprang nichts heraus. Heilbronn

zeigte sich sichtlich bemüht und stellte auf drei Reihen um, doch in der 57.

Minute sorgte Whitecotton für die Entscheidung. Aus den Birken hatte einen

Schuss nicht festhalten können und der Topscorer der Gäste staubte zum 2:4

ab. Eine Minute später sorgte Samendinger noch einmal für Hoffnung im Lager

der Gastgeber, als er einen glücklichen Abpraller von der Bande zum 3:4

verwertete, doch eine klare Torchance spielte sich Heilbronn in den letzten

drei Minuten nicht mehr heraus. Vier Sekunden vor Schluss setzte Frosch mit

einem Schuss ins verwaiste Tor den Schlusspunkt.

Fazit: Schwenningen gewann nach zwei ausgeglichenen Dritteln aufgrund des

besseren Schlussabschnitts verdientermaßen eine packende Partie, in der die

Falken dennoch eine ansprechende Leistung zeigten. Ein Wermutstropfen war

der Ausfall von Verteidiger Mike Schutte im letzten Drittel, der sich eine

Muskelverletzung am Oberkörper zuzog. Eine genauere Diagnose wird im Laufe

des Montags erwartet. (SB)

Heilbronner Falken - SERC Wild Wings 3:5 (2:1, 0:1, 1:3)

Tore: 0:1 Frosch 9., 1:1 Strauch 16. 4-5, 2:1 P. Baum 16., 2:2 Baker 36.

4-5, 2:3 Deniset 42. 5-4, 2:4 Whitecotton 57., 3:4 Samendinger 58., 3:5

Frosch 60. 5-6

Strafminuten: Heilbronn 14 + 10, Schwenningen 12;

Schiedsrichter: Kämpfer; Zuschauer: 2.713