Heimerfolg gegen Rosenheim bringt Platz 6 in der TabelleVierter Sieg in Folge

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Vierter Sieg in Folge für den EC Bad Nauheim: mit 4:1 (2:0, 0:1, 2:0) gewinnen die Roten Teufel ihr Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim. Zwei Doppelschläge im ersten sowie zu Beginn des letzten Drittels ebneten den Weg zum nächsten "Dreier", der den Hessen Platz sechs der Tabelle bringt. "Am Anfang lief es für uns sehr gut, spätestens ab dem zweiten Abschnitt hat der SBR aber das Heft in die Hand genommen. Erst im letzten Drittel waren wir im eigenen Drittel wieder besser, am Ende zählen aber nur die drei Punkte", sagte EC-Coach Petri Kujala nach dem Schlusspfiff.

Von Beginn an war es ein temporeiches Spiel und man merkte den Gastgebern nicht an, dass sie nach dem tollen Auswärtssieg in Bremerhaven erst am Samstagmorgen um 5.00 Uhr nach Bad Nauheim zurückgekehrt waren. Die Roten Teufel, die auf Goran Pantic und Leon Niederberger zurückgreifen konnte,  machten mit allen vier Reihen viel Dampf und bestimmten die Anfangsphase. Pauli (4.), Dineen (5.) und erneut Pauli im Powerplay (9.) erspielten sich aussichtsreiche Möglichkeiten, die Lukas Steinhauer im Kasten der Starbulls in höchster Not vereitelte. Die Stimmung auf den Rängen war ob der konsequenten und gleichzeitig spielerisch versierten Spielweise der Kurstädter entsprechend - und wurde noch besser, als Patrick Strauch in der 10. Minute das längst fällige 1:0 für sein Team markierte. Der Kapitän wurde von Harry Lange mustergültig bedient und traf mit einer Direktabnahme. Nur 22 Sekunden später klingelte es schon wieder bei den Bayern: Joel Keussen ließ zwei Rosenheimer aussteigen, passte auf Dustin Cameron, dessen Schuss Langhauer noch parieren konnte. Den Rebound nutzte Nick Dineen schließlich zum 2:0. Die Bayern erhielten aber auch nochmal ihre Chancen, als gleich zwei Bad Nauheimer hintereinander auf die Strafbank mussten, Mikko Rämö hielt aber in gewohnt souveräner Manier, so dass es mit zwei Treffern Vorsprung nach einem tollen ersten Durchgang in die Pause ging.

Mit Beginn des Mittelabschnitts kamen die Rosenheimer besser in die Partie und hielten mit viel Einsatz gegen den Vorwärtsdrang der Roten Teufel. Es war nun ein Kampf um jeden Zentimeter Eis, allerdings setzte es auch einige Strafzeiten. Zunächst traf es die Hausherren,. die zwischenzeitlich sogar 30 Sekunden lang mit zwei Mann weniger agieren mussten. Doch die Starbulls fanden keinen Weg vorbei an Mikko Rämö, der eine erneut starke Partie zeigte und von den Fans ob seiner tollen Paraden gefeiert wurde. Es war auch der EC-Goalie, der sogar eine Strafzeit wegen übertriebener Härte kassierte, als er Rosenheims Topscorer Stretch nach einer Rangelei vor seinem Tor schnappte, um dem Gegner damit zu zeigen, dass der Raum vor ihm dem Finnen gehört. Die Starbulls ließen sich von all dem nicht beeindrucken und suchten weiter ihren Weg vor das Bad Nauheimer Tor. Als die Hausherren das Hartgummi in der neutralen Zone verloren, war es Wade Mac Leod, der nach einem 2-auf-1-Konter den Anschlusstreffer markierte. Aufregung dann noch einmal vor der zweiten Pause: nach einem üblen Check gegen den Kopf von Vitalij Aab, der eine blutende Wunde im Gesicht davon trug, kassierte Rosenheims Beppo Frank eine entsprechend den Regeln korrekte Matchstrafe und musste vorzeitig zum Duschen.

Somit konnten die Roten Teufel mit Beginn des letzten Abschnitts mehr als vier Minuten Überzahl spielen, was sie mit einem erneuten Doppelschlag durch Cameron und Helms nach einem tollen Pass von Keussen innerhalb von nur 26 Sekunden zur 4:1-Führung nutzen konnten. Rosenheim versuchte noch einmal alles und kam auch weiterhin zu Möglichkeiten, doch die Roten Teufel standen hinten sicher und konnten sich stets auf Mikko Rämö verlassen. Die Gastgeber hatten gar noch einige Konter zu verzeichnen, doch Dineen und Pauli ließen die Möglichkeiten liegen, was unter dem Strich aber den drei Punkten keinen Abbruch tat. "Normalerweise bin ich nach Niederlagen stinksauer. Heute bin ich aber relaxt, denn mein Team hat heute nie aufgegeben und einen tollen Spirit gezeigt. Der Schlüssel war heute die berechtigte Matchstrafe sowie Bad Nauheims Torhüter", sagte Rosenheims Trainer Franz Steer nach dem Spiel.

Somit feiern die Roten Teufel den vierten Sieg in Folge und steigen auf Platz sechs der DEL2-Tabelle. Am Freitag geht es mit dem Sonderzug nach Dresden, am kommenden Sonntag erwartet man den ESV Kaufbeuren.

EC Bad Nauheim - Starbulls Rosenheim 4:1 (2:0, 0:1, 2:0)
Tore:
1:0 (09:19) Strauch (Lange, Helms) PP1
2:0 (09:41) Dineen (Cameron, Keussen)
2:1 (38:39) Mac Leod (Stretch)
3:1 (42:44) Cameron (Dineen, Aab) PP1
4:1 (43:10) Helms (Keussen, Kohl) PP1
Strafminuten: ECN 12 / SBR 12 + 5+MS (Frank)
Zuschauer: 2.117

Pressemitteilung EC Bad Nauheim

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