Heim-Teams auf verlorenem Posten: Fünf NiederlagenDEL2 Play-Offs/Play-Downs kompakt

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Heim-Teams auf verlorenem Posten: Am vierten Spieltag der Viertelfinal-Playoffs hagelte es Heim-Klatschen. Die deutlichste Niederlage kassierten die Lausitzer Füchse durch ein 0:4 gegen den Hauptrunden-Ersten Fischtown Pinguins. Ebenso wie die Seestädter bauten auch die Starbulls aus Rosenheim (5:2 in Dresden), Meister Bietigheim (3:0 in Garmisch-Partenkirchen) sowie Ravensburg (7:3 in Landshut) ihre Serienführung in den Playoffs auf 3:1 aus und haben nun am kommenden Freitag jeweils vor eigenem Publikum den ersten von drei Match-Pucks. Da Heilbronn den ESV Kaufbeuren in den Playdowns mit 5:4 in der Verlängerung niederrang und auf 3:1 verkürzte, kommt es in der DEL2 am Freitag noch mindestens einmal zu einem kompletten Spieltag. Dies zumal sich Bad Nauheim in Crimmitschau mit 3:2 durchsetzte und den vorzeitigen Klassenverbleib nun ebenso am Freitag perfekt machen kann.


Lausitzer Füchse – Fischtown Pinguins 0:4 (0:2, 0:1, 0:1) Serienstand 1:3

Zwei Tage nach der bitteren Heimschlappe sind die Pinguins wieder auf Halbfinal-Kurs: Im vierten Duell setzten sich die Seestädter in der Lausitz souverän mit 4:0 durch und gingen in der Serie damit mit 3:1 in Führung. Damit haben es die Schützlinge von Trainer Mike Stewart am Freitag in der Hand, einen von drei Match-Pucks zu verwandeln und die Vorschluss-Runde perfekt zu machen. Von Beginn an ließen die Pinguins nie einen Zweifel an ihrem Revanche-Willen für die Heimniederlage 48 Stunden zuvor aufkommen. Bereits nach rund 90 Sekunden brachte Kopecky die Fischtowner in Front, die derart in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt, kaum Gelegenheiten zuließen und noch im ersten Durchgang auf 2:0 davonzogen. In ihrem Bemühen, die Partie im dritten Durchgang noch einmal zu drehen, erlaubten sich die Füchse einige Strafzeiten zu viel, so dass keine echte Aufholjagd mehr zustande kommen konnte.
Tore: 0:1 Jan Kopecky (01:39), 0:2 Stanislav Fatyka (10:55), 0:3 Jan Kopecky (27:49/PP1), 0:4 Brendan Cook (49:16)
Zuschauer: 1.612

Dresdner Eislöwen – Starbulls Rosenheim 2:5 (0:0, 0:3, 2:2) Serienstand 1:3

Gerade einmal 24 Strafminuten hatte Rosenheims Benjamin Zientek in der DEL2-Hauptrunde kassiert, im Auswärtsspiel bei den Dresdner Eislöwen verdoppelte sich die Zahl kurz nach Beginn der Partie schlagartig: Wegen eines hohen Stocks war die Partie für den Stürmer früh gelaufen. Allerdings konnten die Hausherren die folgende fünfminütige Überzahl dank bester Defensivarbeit der Starbulls nicht nutzen. Das sollte sich rächen: Josef Frank hatte die Gäste in Führung gebracht. Es sollte für die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch noch schlimmer kommen. Innerhalb von nur 29 Sekunden zogen die Starbulls durch die Treffer von Kim Staal und Norman Hauner auf 3:0 davon. Dresden verlor den Faden und konnte sich bei Keeper Kevin Nastiuk bedanken, dass es zunächst dabei blieb. Alles gelaufen? Nein! Im Schlussabschnitt schloss Bruce Becker an. Als Sami Kaartinen sogar das zweite Eislöwen-Tor erzielte, kochte die Halle, aber nur zwei Minuten später markierte Hauner mit seinem zweiten Treffer Tor Nummer vier für das Team von der Mangfall. Auch Shawn Weller konnte sich noch in die Torschützenliste eintragen zum insgesamt verdienten dritten Erfolg der Serie.


Tore: 0:1 Josef Frank (25:50), 0:2 Kim Staal (30:44), 0:3 Norman Hauner (31:13), 1:3 Bruce Becker (42:29), 2:3 Sami Kaartinen (50:59), 2:4 Norman Hauner (52:07), 2:5 Shawn Weller (58:25)

Zuschauer: 2.589

SC Riessersee – Bietigheim Steelers 0:3 (0:0, 0:1, 0:2) Serienstand: 1:3

Drei ausgeglichene Spiele – dreimal Verlängerung und zweimal hieß der Sieger Bietigheim. Kaum verwunderlich also: Beide Teams bewegten sich am Dienstag in Spiel vier erneut auf Augenhöhe. Die Hausherren verzeichneten zwar ein leichtes Chancenplus, waren aber vor dem Kasten der bei Kontern stets gefährlichen Steelers nicht effektiv genug. Die Folge: Bietigheims Marco Schütz zog von der Blauen Linie ab und erwischte Keeper Bryan Hogan beim 1:0 für die Gäste auf dem falschen Fuß. Markus Gleich stellte mit dem zweiten Treffer im letzten Durchgang die Zeichen auf Sieg. Die Garmischer versuchten nochmal alles und bündelten die Kräfte. Doch als Trainer Toni Krinner alles auf eine Karte setzte und seinen Schlussmann zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, beendete Matt McKnight die Begegnung zum 3:0 mit einem Schuss ins leere Tor.
Tore: 0:1 Marco Schütz (32:10), 0:2 Markus Gleich (44:05), 0:3 Matt McKnight (58:42/EN)

Zuschauer: 1.868


EVL Landshut – Ravensburg Towerstars 3:7 (1:3, 2:2, 0:2) Serienstand: 1:3

Die Ravensburg Towerstars stehen kurz vor dem Einzug ins Playoff-Halbfinale der DEL2: Beim 3:7 vor eigener Kulisse nahm das Unheil der Landshuter bereits in der vierten Minute seinen Lauf, als Justin Kelly die Gäste in Führung brachte. Zwar schafften die Niederbayern in doppelter Überzahl den Ausgleich, doch Ravensburg hatte darauf prompt eine Antwort parat. In einem hart aber fair geführten zweiten Durchgang konnten die Landshuter das Geschehen zwar offen gestalten, jedoch ließen die Oberschwaben eine Verkürzung des Vorsprungs nicht zu. Als Daniel Menge im Schlussdurchgang mit seinem dritten Treffer sogar auf 6:3 aus Gästesicht erhöhte, waren die Würfel praktisch gefallen. Mit ihrem sechsten Saisonsieg gegen die Niederbayern erhöhten gnadenlos chancensichere Towerstars ihre Serienführung auf 3:1 und stehen nun am Freitag vor heimischer Kulisse vor dem Einzug in die Vorschluss-Runde.
Tore: 0:1 Justin Kelly (03:49), 1:1 Lukas Vantuch (13:16/PP2), 1:2 Daniel Menge (14:36), 1:3 Christopher Oravec (19:56), 1:4 Marko Friedrich (25:29), 2:4 Bill Trew (32:15/SH1), 2:5 Daniel Menge (34:23), 3:5 Lukas Vantuch (37:53), 3:6 Daniel Menge (43:45/PP1), 3:7 Dustin Cameron (54:27)
Zuschauer: 2.442

Eispiraten Crimmitschau – EC Bad Nauheim 2:3 (0:0, 1:1, 1:2) Serienstand: 1:3

Torloses Auftaktdrittel im Sahnpark: Die Eispiraten Crimmitschau starteten gegen den EC Bad Nauheim zunächst verhalten, erarbeiteten sich in der Folge aber zunehmend Chancen. Tom-Patric Kimmel und Scott Pitt ließen die bis dahin besten Möglichkeiten aus, auf der anderen Seite blieb Nauheim bei Kontern stets gefährlich. Mit Erfolg: Marcus Götz verwertete nach einem schnellen Gegenzug einen Abpraller zum 0:1 aus Sicht der Gastgeber - die aber hatten die Antwort postwendend parat: Daniel Bucheli zimmerte die Scheibe in Unterzahl unter die Querlatte zum Ausgleich. Was den Eispiraten Rückenwind gab. Doch mehrere gute Offensivaktionen blieben danach ungenutzt. Es kam, wie es kommen musste: In den letzten 20 Minuten brachte Jason Pinizzotto die Roten Teufel wiederum in Front. Diesmal hatte Crimmitschau nichts entgegenzusetzen. Knapp eine halbe Minute vor dem Ende der Partie schaffte Kevin Lavallee den dritten Treffer Nauheims. Harrison Reeds 2:3 zwölf Sekunden vor dem Ende kam zu spät.

Tore: 0:1 Marcus Götz (27:44), 1:1 Daniel Bucheli (30:57/SH1), 1:2 Jason Pinizzotto (46:27), 1:3 Kevin Lavallee (59:26), 2:3 Harrison Reed (59:48/EA)

Zuschauer: 1.193

Heilbronner Falken – ESV Kaufbeuren 5:4 (0:2, 1:0, 3:2, 1:0) OT/Serienstand 1:3

Im Kampf um den vorzeitigen Klassenerhalt legte der ESV Kaufbeuren los wie die Feuerwehr und ließ in dieser Phase nie einen Zweifel daran aufkommen, die Serie unbedingt mit einem Sweep beenden zu wollen. Begünstigt durch vier Strafzeiten im Mitteldrittel kämpften sich die Falken jedoch wieder in die Partie zurück. Und wie: Gut 40 Sekunden vor Schluss lagen die Falken noch mit 4:3 vorn, ehe Maury Edwards den Jokern durch seinen Treffer zum 4:4-Ausgleich die dritte Verlängerung im vierten Duell beider Teams bescherte. Doch blieben die Falken, die bereits in den bisherigen Duellen jeweils klar geführt und dennoch verloren hatten, diesmal cool und kamen durch Carciola nach 29 Sekunden nicht nur zum 5:4, sondern verkürzten die Serie auf 1:3.
Tore: 0:1 Markku Tähtinen (04:03), 0:2 Sami Ryhänen (06:31), 1:2 Michael Hackert (25:27), 2:2 Michael Hackert (40:19), 3:2 Adriano Carciola (44:59/PP1), 3:3 Michael Kreitl (49:44/PP1), 4:3 Paul-John Fenton (55:47), 4:4 Maury Edwards (59:18), 5:4 Adriano Carciola (60:29)
Zuschauer: 1.105

Die Viertelfinals-Playoffs der vierten Runde im Überblick:

Lausitzer Füchse – Fischtown Pinguins 0:4 (0:2, 0:1, 0:1)
Dresdner Eislöwen – Starbulls Rosenheim 2:5 (0:0, 0:3, 2:2)
SC Riessersee – Bietigheim Steelers 0:3 (0:0, 0:1, 0:2)
EVL Landshut – Ravensburg Towerstars 3:7 (1:3, 2:2, 0:2)

Die Playdowns der vierten Runde im Überblick:

Eispiraten Crimmitschau – EC Bad Nauheim 2:3 (0:0, 1:1, 1:2)
Heilbronner Falken – ESV Kaufbeuren 5:4 (0:2, 1:0, 3:2, 1:0) OT

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