Heilbronner Falken zeigen offensive StärkeSetzt sich der Aufwärtstrend fort?

Dylan Wruck (links) wurde Topscorer der DEL2.  (Foto: dpa/picture alliance)Dylan Wruck (links) wurde Topscorer der DEL2. (Foto: dpa/picture alliance)
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Die Verantwortlichen verlängerten im Sommer die Verträge einiger Spieler und so blieben unter anderem Brock Maschmeyer, Stefan Della Roverre oder auch Corey Mapes dem Verein treu. Aber man verlor unteranderem Roope Raanta an die Löwen Frankfurt und mit Greg Gibson konnte eine Stütze der Offensive aus gesundheitlichen Gründen seinen Vertrag nicht erfüllen. Ebenfalls als Abgang wurde Justin Kirsch vermeldet, der sich den Kassel Huskies anschloss. Um diese Abgänge zu kompensieren, verpflichtete man unter anderem den US-Amerikaner Ian Brady aus Dänemark oder auch den 28-jährigne Stürmer Bryce Gervais vom EHC Olten. Den absoluten Transfercoup schafften die Verantwortlichen um Atilla Eren mit der Verpflichtung von Dylan Wruck aus Straubing. Dieser entwickelte sich zum Leistungsträger und wurde sogar Topscorer der DEL2. Mit Matthias Nemec vom EHC Freiburg holte man auch einen neuen Schlussmann an den Neckar.

Insbesondere die Offensive der Falken wusste in der abgelaufenen Saison zu überzeugen und so wurde man mit 209 Toren in der Hauptrunde die Mannschaft mit den meisten Toren in der Liga. Aber auch defensiv konnte man sich im Vergleich zu Vorsaison stabilisieren und kassierte 20 Gegentore weniger, nämlich nur noch 186 anstatt 206.

Auch in den Special Teams zeigte sich die Stärke der Heilbronner so konnte man auch mit der Powerplayquote von 27 Prozent und einem Vorsprung von rund drei Prozent gegenüber den Ravensburg Towerstars den ersten Platz im ligaweiten Vergleich erreichen. Die Unterzahlquote von 79,2 Prozent belegt aber, dass die Schwäche der Männer vom Neckar in dieser Saison in der Defensive lag.

Die Unterzahlquote hat ihren Ursprung auch in der Anzahl der Strafminuten die die Mannschaft von Alexander Mellitzer kassierte. Mit 820 Strafminuten, also durchschnittlich 16 Minuten pro Spiel, steht man auch in dieser Statistik an vorderster Stelle der Tabelle. Fast 60 Strafminuten haben die Dresdner Eislöwen als Zweitplatzierte weniger. Allein die beiden Spieler Michael Knaub und Tim Miller kassierten von den Schiedsrichtern rund 300 Strafminuten. Erstgenannter konnte mit seinem aggressiven Spiel und seiner Art immer für den Mitspieler einzustehen vor allem bei den Fans punkten und so wurde er von den Zuschauern und Fans der DEL2 zum Fanspieler des Jahre gewählt.

Aber auch die Zuschauer würdigten die gute Leistung der Heilbronner Falken und so gelang es rund 200 Zuschauer mehr pro Spiel als im Vorjahr in die Kolbenschmidt-Arena zu locken:

Er kam als unbekannter Trainer zu den Heilbronner Falken und wir diese nun als einer der Beeinflusser des Aufschwungs der letzten Jahren verlassen: Alexander Mellitzer wird zur neuen Saison nicht mehr an der Bande in der Kolbenschmidt-Arena stehen, sondern die U20 der SCL Tigers in Langnau übernehmen. Er entschied sich für den Wechsel zurück in den Juniorenbereich, insbesondere aufgrund der höheren Jobsicherheit. Wie die Falken verkündeten, wird der Schweizer Michel Zeiter neuer Cheftrainer in der Kätchenstadt. Der 46-jährige Schweizer tritt somit die Nachfolge von Alexander Mellitzer an und unterzeichnete einen Vertrag für die kommende Spielzeit 2020/21. Dieser kann auf eine beeindruckende Spielerkariere zurückblicke, die er ausschließlich in der Schweiz absolvierte. Neben 123 Einsätzen für die Schweizer Nationalmannschaft und der Teilnahme an sechs Weltmeisterschaften kann der zweifache Familienvater auch auf 838 Spiele in der ersten Schweizer Liga zurückblicken. 2012 tauschte Zeiter die Schlittschuhe gegen die Taktiktafel und nach Stationen in Visp und Rapperswill war er die vergangen vier Jahre beim EHC Winterthur als Cheftrainer und Sportchef aktiv. Im November 2018 durfte der Schweizer beim Deutschland-Cup in Krefeld die Nationalmannschaft der Eidgenossen als Assistenztrainer coachen.

Auch die Vertragsverlängerung von Dylan Wruck zeugt für die gute Arbeit, die Attila Eren und sein Team in Heilbronn leisten. Mit dem 27-Jähringen bleibt einer, wenn nicht der Leistungsträger der abgelaufenen Saison. Seine 88 Scorerpunkte (24 Tore, 64 Vorlagen) machten ihn zum Topscorer der Liga und so durfte er auch vollkommen zurecht den Titel zum besten Spieler und besten Stürmer bei den diesjährigen DEL2-Awards entgegennehmen. „Wir haben eine wirklich tolle Saison gespielt und deshalb freue ich mich umso mehr, wieder nach Heilbronn zurückzukehren. Gemeinsam haben wir etwas begonnen und wollen es in der kommenden Saison zu Ende führen. Die Jungs und die Organisation sind wirklich klasse und wir haben deshalb die Möglichkeit viele Spiele zu gewinnen. Unsere Zeit in Heilbronn haben wir sehr genossen und die Menschen, die wir kennenlernen durften, waren unheimlich freundlich zu uns“, lautete die Antwort Wrucks auf der Homepage der Falken zur Verlängerung.

Nach einer kurzen Zwischenstation in Kassel kehr auch Justin Kirsch zurück an den Neckar und geht somit in seine vierte Saison im Trikot der Falken. „Ich freue mich wirklich unheimlich, wieder zu den Falken zurückzukehren. Für mich und meine Frau ist Heilbronn wie eine Art Heimat, abseits von Kanada, geworden. Die Vorfreude auf die kommende Saison mit den Falken ist schon enorm groß“, so Kirsch auf der Homepage zur Rückkehr.

Mit Brock Maschmeyer schaffte man es auch, mit einer der defensiven Stützen zu verlängern. Neben ihm besitzen unteranderem auch Stefan Della Rovere und Goalie Matthias Nemec Verträge für die nächste Saison.


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