Heilbronn unterliegt Weißwasser nach Penaltyschießen 59 Minuten geführt und doch verloren

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Von Beginn an auffällig war das körperbetonte Auftreten der Hausherren, was das Aufbauspiel der Gäste sichtlich erschwerte. Auch die Falken-Defensive stand gut und konnte sich in Unterzahl mehrmals hintereinander befreien. In der 19. Minute bot sich den Füchsen die beste Möglichkeit, in Führung zu gehen, doch Dennis Swinnen traf nur den Pfosten. Kurz vor der Pause wurde eine Strafe gegen Patrik Parkkonen ausgesprochen, sodass die Falken in Überzahl ins zweite Drittel starteten.

Die Gastgeber konnten zwar einige Chancen verbuchen, in der 21. Minute wurde allerdings auch Henry Martens auf die Strafbank geschickt, was die Überzahlsituation beendete. Im Folgenden musste Andrew Hare mehrmals gegen die Lausitzer Offensive retten, hatte damit jedoch keine große Mühe. Nach Möglichkeiten von Justin Kirsch und Rylan Schwartz belohnten sich die Falken in der 25. Minute, als der Puck nach einem Schuss von Marvin Krüger langsam über die Linie kullerte – 1:0. Die nächsten zwei Unterzahlsituationen meisterten die Falken gut, knappe eineinhalb Minuten in Überzahl konnten jedoch nicht dazu genutzt werden, die Führung auszubauen.

Auch im dritten Drittel fanden die Füchse durch die gute Defensivarbeit der Falken ihre Aufstellung nur schwer und konnten, auch ein weiteres Mal in Überzahl, nicht punkten. Zum Ende hin nahm das Spiel jedoch noch einmal an Fahrt auf. In der 54. Minute scheiterte Kyle Helms, der alleine auf das Füchse-Tor zumarschierte, im Gegenzug entschärfte Andrew Hare eine 2-auf-1 Situation der Gäste. Nach einer Auszeit kurz vor Spielende ging dann alles ganz schnell. Jakub Svoboda passte auf Dennis Swinnen, der den Puck mit einem starken Schuss direkt unter der Latte platzierte. Dieser 1:1 Zwischenstand blieb die restlichen 52 Sekunden bis zum Ende der regulären Spielzeit bestehen.

Die Verlängerung startete mit einer Chance durch Tyler Gron, ehe Kyle Helms nur durch ein Foul zu stoppen war. Diesmal waren es die Füchse, die sich durch gute Arbeit in Unterzahl vor einem weiteren Gegentreffer schützen konnten. In der 65. Minute musste auch Jonathan Harty für die Falken auf die Strafbank und beinahe hätten die Füchse den Siegtreffer erzielt – mit dem Ertönen der Sirene sprang der Puck vom Pfosten aus haarscharf an der Torlinie vorbei.

Im Penalty Shootout behielt nur ein einziger Schütze die Nerven. Jeff Hayes musste als letzter ran und versenkte den Puck per Rückhandschuss gekonnt im Tor. Während ein Punkt in Heilbronn blieb, traten die Füchse die Heimreise somit mit zwei Punkten im Gepäck an.

Gästetrainer Hannu Järvenpää kommentierte die Partie folgendermaßen: „Das war heute ein harter Kampf. Die Spielweise der Falken war sehr simpel und die Strategie ist 59 Minuten lang aufgegangen, bis wir eine Lücke gefunden haben. Ich bin froh über die Leistung meiner Mannschaft, muss aber auch sagen, dass auch Heilbronn heute wirklich gut gespielt hat.“

Auch Fabian Dahlem, Trainer der Heilbronner Falken, zeigte sich zufrieden: „Wir haben ein sehr solides Spiel gezeigt. Jeder hat hart gearbeitet und wir waren körperlich präsent. Es ist natürlich schade um den Gegentreffer in letzter Minute. Wir haben das Bully verloren und beim darauffolgenden Spielzug der Füchse hat einfach alles zu 100% geklappt. Ich bin aber trotzdem sehr stolz auf mein Team, Weißwasser steht in der Tabelle oben und hat viel Selbstvertrauen und das ist genau das, worauf wir hinarbeiten.“


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