Heilbronn: Endspiel bei den Straubing Tigers

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Falken-Trainer Bob Burns machte vor dem heutigen Training seiner Mannschaft nochmals eindringlich klar, was er von ihr erwartet. „Ich habe in der Kabine eine bekannte Zeichnung aufgehängt. Sie zeigt das Portrait einer wunderschönen Prinzessin. Wenn man sie allerdings auf den Kopf stellt, wird es eine häßliche, alte Hexe. Die Jungs haben es selbst in der Hand, ob sie die von allen bewunderte Prinzessin oder die verachtete Hexe werden.“ Ein etwas blumiger Vergleich zwar, aber typisch für Burns. Er ist der Trainer und Motivator, aber wenn die Spieler das unterhalb der Woche erlernte nicht auf dem Eis umsetzen können, bzw. wollen, sind die am Sonntag beim überzeugenden 8:1 Sieg gegen Duisburg gewonnenen Sympathien schnell wieder weg. „Mein Ziel sind die Playoffs und da ist im Moment Straubing der direkte Konkurrent, denn sie stehen auf dem von uns anvisierten achten Tabellenplatz. Deshalb geht es morgen um viel. Ein Sieg würde uns wieder ganz nahe an die Playoffs bringen“, fügte Burns noch hinzu. Allerdings hat er mit personellen Engpässen zu kämpfen. Switzer laboriert an einer Hüftverletzung und ist zwei Mal täglich beim Physiotherapeuten. Dimbat fällt mit einer vereiterten Stirn-, Nasen- und Nebenhöhle ebenfalls aus. Hackert wird nach seiner erfolgreichen Operation an der luxierten Schulter diese Saison mit größter Wahrscheinlichkeit überhaupt nicht mehr spielen und Völk hat sich einen Meniskusanriss zugezogen. „Völki bekam ein paar Tage Ruhe verordnet. Er soll das Knie schonen und dann wissen wir schnell, ob sich eine Operation vermeiden lässt“, so Burns. Den vakanten Posten in der Defensive will Burns mit dem Mannheimer Jungadler Markus Koch ausfüllen. „Markus wird an der Seite von Gegenfurtner spielen. Im Sturm lasse ich die Reihen wie vergangenen Sonntag.“ Viel mehr lässt der kleine Kader auch nicht zu, da Burns mit Bruns nur einen zusätzlichen Stürmer übrig hat, der in die Bresche springt, falls ein anderer Angreifer ausfällt.



Über mangelnde Unterstützung durch die Fans, muss sich das Team in Straubing wahrscheinlich keine Gedanken machen. Auf Initiative des Vorstandes, kam es in Heilbronn zu einem Novum in der Vereinsgeschichte. Viele Fans, die letzte Woche voller Hoffnung die Falken nach Bad Tölz begleitet hatten, sahen dort die wohl schlechteste Saisonleistung der Mannschaft. Und bei den meisten saß der Frust so tief, dass sie nicht in die Gäubodenstadt am Freitag reisen wollten. „Gerade dort bei diesem wichtigen Spiel benötigt die Mannschaft vollen Fansupport“, so Vorstandsmitglied Tom Bucher. „Deshalb haben wir mit dem Mannschaftskapitän Stephan Sinner gesprochen und er teilte uns mit, dass das Team den Fans einen Bus spendiert, der sie nach Straubing bringt“, so Bucher weiter. Doch damit nicht genug. Die Gönner und Sponsoren der Falken Dirk Assenheimer, Thomas Plieninger, Joachim Sauer, Peter Müller und Ernst Rupp sowie die Vorstandsmitglieder Tom Bucher und Dr. Gerd Wirth organisierten noch einen zweiten Fanbus. „Wir wollen mit dieser Aktion den Fans zeigen, wie wichtig sie für uns sind und uns auf diesem Wege auch für die manchmal peinlichen Auswärtsauftritte der Falken bei ihnen entschuldigen“, so Bucher. Am Donnerstagmittag waren über 60 der 90 Karten bereits vergriffen. Interessenten werden gebeten, sich bei dem Fanbeauftragten Frank Querfurth unter 0172 -6265303 in Verbindung zu setzen. Die Abfahrt der Busse erfolgt am Freitag um 14 Uhr an der Knorr Arena. Und wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, hat sich ein weiterer Sponsor dazu bereiterklärt, bei entsprechender Nachfrage, noch einen dritten Fanbus zu chartern, sodass kein Fan zu Hause bleiben muss.

Und einen guten Zweck soll die Fahrt auch noch erfüllen. Die Organisatoren bitten die mitreisenden Fans um eine kleine Spende zu Gunsten der von Falken Goalie Mike Rosati ins Leben gerufenen „Rosy´s Kids Corner“ Initiative, die sich bekanntlich um schwerstkranke Kinder kümmert.