Häkkinen sichert die BeuteStarbulls neuer Spitzenreiter

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Die Hausherren taten sich zunächst schwer gegen clever und schnell aus dem eigenen Drittel herausspielende Gäste. Zwar konnten sie eine optische Überlegenheit, aber kaum eine nennenswerte Torchance verbuchen. So blieben die Heilbronner NHL (National Hockey League)-Spieler, Torhüter Jonathan Bernier und Verteidiger Bruno Gervais, der erst gestern in Deutschland eintraf und sein erstes Spiel für die Käthchenstädter absolvierte, zunächst die Hauptattraktion. Da sich beide aber nicht sonderlich hervortaten, sollte Heilbronns später Führungstreffer im ersten Drittel durch Dominik Walsh das folgende Geschehen beleben.

Wie ausgewechselt kamen die Starbulls aus der Kabine, erhöhten deutlich das Tempo und wurden nun auch in ihren Aktionen zwingender. Gleichwohl hätte Michel Léveillé, als er von der Strafbank kam und schön an der Rosenheimer blauen Linie für eine 1-0-Situation angespielt wurde - alle üblichen und hörbaren Hinweise lenkten übrigens nicht die Aufmerksamkeit der Starbulls-Verteidiger auf die drohende Gefahr in ihrem Rücken -, die Führung der Württemberger ausbauen können. Er scheiterte aber an Häkkinen, für den dies die erste einer Reihe von folgenden Glanzparaden war. Gäste-Trainer Ricco Rossi bemängelte später, „zu viele Chancen in wichtigen Momenten ausgelassen“ zu haben und hatte dabei speziell diese Szene im Blick, die durchaus das Spiel hätte vorentscheiden können.

So aber gelang Squires im Nachschuss aus kurzer Distanz wenig später sein erster „Streich“ zum Ausgleich. Und zur Halbzeit machte Norman Hauners Treffer, als Bernier einen Schuss von Michael Rohner wiederum zu kurz nach vorne abprallen ließ, die Inn-Städter erstmals zum virtuellen Tabellenführer. Eine überflüssige Strafzeit von Andrej Strakhov hätte nur wenige Sekunden später den schwer erkämpften Vorteil zunichtemachen können, doch war Häkkinen im starken ersten Überzahlspiel der Neckar-Städter nicht zu überwinden. In doppelter Unterzahl war dann aber auch der Finne machtlos. Michael Hackert versenkte, frei im Slot, einen Hintertor-Pass von Fabio Carciola mit aller Macht zum Ausgleich.

Im letzten Drittel ein ähnlicher Verlauf: Zwar war ihm sicher die Sicht verdeckt, doch sah Bernier beim neuerlichen Führungstreffer der Oberbayern, der keiner zwingenden Aktion entsprang und ihm durch die Beine flutschte, nicht gerade gut aus. Besser machte es erneut sein Gegenüber, als die Falken kurz darauf in Unterzahl zweimal brandgefährliche 2-1-Konter setzten, doch jeweils am Keeper der Hausherren scheiterten. Turbulent wurde es dann wieder im dritten Überzahlspiel der Unterländer, doch Häkkinen und seine sich aufopferungsvoll in die Schüsse werfenden Vorderleute ließen nichts mehr „anbrennen“. Als Bernier dann 25 Sekunden vor Schluss bei eigener Unterzahl sein Gehäuse zugunsten eines fünften Feldspielers verließ, war vielmehr der Weg für Squires frei, der sich in den Rücken der Heilbronner Verteidiger schlich und einen schönen Pass von Michael Fröhlich vor dem Angriffsdrittel aufnahm und allein mit dem Puck auf das leere Tor zulaufen und den Sieg mit seinem zweiten Treffer vollenden konnte.

So siegte in einer stets und bis zuletzt spannenden Auseinandersetzung nicht nur das Team mit dem deutlich besseren Schlussmann des Abends, sondern auch mit dem stärkeren Willen gegen die reifere, doch auch undiszipliniertere Mannschaft vom Neckar. Ein Sonderlob hatte Starbulls-Coach Franz Steer, der kurzfristig auch auf Verteidiger „Beppi“ Frank wegen einer Blutvergiftung verzichten musste und Dominik Daxlberger während des Spiels mit einer Gehirnerschütterung verlor, deshalb für seinen Torwart übrig: „Pasi hat überragend gehalten, sonst wäre das Spiel vermutlich anders ausgegangen.“ Es war der sechste Sieg der Oberbayern in Folge. Die Tabellenführung ist ihr Lohn.  

Tore: 0:1 (18.) Walsh (Hackert, Fischer), 1:1 (24.) Squires (Caruana, Fröhlich), 2:1 (30.) Hauner (Rohner, Del Monte) 5-4, 2:2 (36.) Hackert (Léveillé, F. Carciola) 5-3, 3:2 (46.) Caruana (Squires, Rohner) 5-4, 4:2 (60.) Squires (Auger, Fröhlich) 5-5 ENG

Strafen: Rosenheim 8, Heilbronn 18 + 10 Calce

SR: Fossi, LR: Flad, Schmidt

Zuschauer: 2.108


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