Hackert entscheidet Derby in OvertimeHeilbronner Falken

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Vor nur 2.567 Zuschauern begann das Debüt für den neuen Goalie Alex Westlund gar nicht nach Wunsch, denn schon nach 57 Sekunden musste er erstmals hinter sich greifen. Die Steelers nutzten einen Fehler der Falken durch Just zum schnellen 0:1. Die Gastgeber zeigten aber eine gute Reaktion, hielten dagegen und wurden in der 8. Minute belohnt, als Ex-Steeler Brent Walton zur Stelle war und vor dem Tor zum 1:1 abstaubte. Die Gäste waren in ihrem ersten Powerplay nach 14 Minuten gefährlich, wobei Westlund gegen Fenton seine Klasse beweisen musste. Sekunden später warf sich Luigi Calce in einen Schlagschuss und wurde vom Puck direkt im Gesicht getroffen. Für den Falken-Kapitän war die Partie beendet, es besteht der Verdacht auf Nasenbein- und Jochbeinbruch. Aber auch diesen Rückschlag steckten die Gastgeber weg und gingen in der 17. Minute in Führung. Der aufgerückte Mapes wurde von Léveillé in Szene gesetzt und hämmerte die Scheibe zum 2:1 in die Maschen.

In einem im Gegensatz zum Pokalspiel am Dienstag äußerst fair geführten Derby neutralisierten sich die Teams im zweiten Drittel, nur wenige klare Chancen wurden herausgespielt. Die Gäste erhöhten den Druck ein wenig und konnten in der 28. Minute ausgleichen. Marcel Rodman hatte die Lücke in der Heilbronner Abwehr gefunden und ließ Westlund im Duell eins gegen eins keine Chance. Auch drei Minuten später waren die Gastgeber nach einem Wechsel nicht optimal positioniert und wurden ausgekontert. Fenton bediente den mitgelaufenen Genze, der Bietigheim mit 3:2 in Führung brachte. Die Falken antworteten aber nur eine Minute später, als Markovic vor dem Tor zur Stelle war und seinen ersten Saisontreffer erzielte. Die Gäste reklamierten zwar, dass das Spiel bereits unterbrochen gewesen sei, als die Scheibe die Linie passierte, doch das Schiedsrichtergespann gab den Treffer. In der Schlussphase des Drittels machte Heilbronn Druck und war der Führung nahe, doch es ging mit 3:3 in den Schlussabschnitt.

Hier legten beide Teams verstärkt ihr Augenmerk auf die Defensive, spielten diszipliniert und ließen wenig zu. Die gutklassige Partie lebte nun vor allem von der Spannung, wobei in den letzten zehn Minuten Heilbronn etwas zu passiv agierte und sich wohl in die Overtime retten wollte, was schließlich auch gelang. Nach 60 Minuten ging das Unentschieden gemessen an den Spielanteilen auch in Ordnung.

In der Verlängerung profitierten die Unterländer dann von einem Fehler der Gäste im Spielaufbau. Routinier Michael Hackert ließ im Duell mit Verteidiger und Keeper seine Klasse aufblitzen und vollstreckte eiskalt zum 4:3-Endstand.