Grizzly Adams: Unnötige Niederlage in Spiel 4

Grizzlies stärker als EisbärenGrizzlies stärker als Eisbären
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Die Grizzly Adams Wolfsburg unterlagen am Freitagabend vor 2.144 Zuschauern in Spiel 4 der Play-offs um den Aufstieg in die Deutsche Eishockey Liga mit 3:5 (1:2/2:2/0:1) gegen die Fischtown Pinguins und liegen in der Best-of-Seven Serie nun mit 1:3 zurück. Vor allem die schlechte Chancenverwertung und ein nicht funktionierendes Überzahlspiel verhinderten den durchaus möglichen Ausgleich der Serie.

Druckvoll begannen die Grizzlys das Spiel, wollten mit einem weiteren Heimsieg die Serie ausgleichen. Tim Regan (2.) und Preston Callander (4.) hatten die Führung auf dem Schläger, scheiterten jedoch an Gäste-Keeper Greg Gardner. Besser machte es auf der anderen Seite Austin Wycisk, der mit der ersten Chance für den REV den Puck zum 0:1 über die Linie stocherte (7.). Nur 19 Sekunden später traf Herbert Geisberger zum 1:1 Ausgleich (7.). Während die Grizzlys bei drei Überzahlgelegenheiten bis dato nichts Zählbares zustande brachten, nutzten die Gäste ihre erste numerische Überlegenheit zum 1:2 durch Jason Pinizzotto (14.).

Mit einem Blitzstart meldete sich das Skoda-Team im zweiten Drittel zurück. Ganze 30 Sekunden waren gespielt, als Mark Kosick bei 4-4 zum 2:2 Ausgleich traf (21.). Regan nach einem Break über Callander (26.) sowie Todd Simon nach einem Pass von Xavier Delisle (27.) hätten die Führung für den EHC erzielen können, doch sie verzogen jeweils knapp. Mehr Cleverness zeigten die Gäste von der Nordsee, die durch Dylan Gyori (34.) und Craig Streu (35.) auf 2:4 davonzogen. Ein Treffer von Jan Zurek, der einen Lupfer von Boris Lingemann zum 3:4 ins Tor ablenkte (37.), hielt die Grizzlys weiter im Spiel.

Die Chance zum Sieg verspielte der EHC zu Beginn des letzten Abschnitts. Simon und Delisle in Unterzahl (41.), Kosick mit einem Pfostenschuss (42.) sowie Tobias Samendinger, der nach starker Vorarbeit von Christoph Wietfeldt am leeren Tor vorbeischoss (46.), hätten mit ihren Großchancen schon längst den Ausgleich erzielt haben müssen. Auf der anderen Seite bewahrte Chris Rogles mit einer Glanztat gegen Radek Krestan die Grizzlys vor einem höheren Rückstand (48.). Einen Bärendienst erwies seinem Team Jesse Fibiger, der für sein Foul mit Verletzungsfolge an Rene Röthke eine Matchstrafe erhielt. Röthke schien allerdings wenig verletzt, denn schon beim nächsten Wechsel stand er wieder auf dem Eis. Mit großartigem Kampf überstand das Skoda-Team die fünfminütige Unterzahl schadlos und setzte in der Schlussminute noch einmal alles auf eine Karte, nahm Rogles zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Doch anstatt des Ausgleichs fiel das 3:5, ausgerechnet Röthke traf ins leere Tor (60.).