Grizzly Adams siegen im Spitzenspiel gegen Bad Nauheim

Grizzlies stärker als EisbärenGrizzlies stärker als Eisbären
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Der EHC Wolfsburg gewann am Freitagabend das Spitzenspiel der Zweiten Eishockey Bundesliga gegen den EC Bad Nauheim mit 3:2 (0:0/1:1/1:1) nach Penaltyschießen. Bereits seit Tagen lief der Vorverkauf für den Schlager hervorragend, 2.500 Zuschauer bedeuteten neuen Besucherrekord und einen rappelvollen Eispalast. Im Auftaktdrittel agierten beide Teams eher verhalten, achteten verstärkt auf die Defensive und wollten Fehler vermeiden. Erst in den letzten fünf Minuten machten die Grizzlies mehr Druck, doch Nauheims Abwehr samt dem starken Elliott im Tor stand sicher. Im zweiten Drittel wurde das Spiel offener, plötzlich gab es Chancen für beide Teams im Minutentakt. Bei den Roten Teufeln war es Deleurme, der Marek Mastic zu Glanzparaden zwang, für die Grizzlies hätten Elvis Beslagic, Christoph Paepke und Todd Simon für die Führung sorgen können. Diese erzielten dann die Gäste in Überzahl. Schiedsrichter Zupp (Duisburg) schickte Jan Zurek wegen Hakens auf die Bank, Deleurme sagte Danke und erzielte das 0:1 (30.). Im Anschluß zeigte der EHC Wirkung, Nauheim setzte nach und kam durch Gallant zu einem Lattentreffer. Als Zupp in der 35. Minute die einzige (!) Strafzeit für die Gäste verhängte, schlug der EHC zurück. Vierzehn Sekunden reichten, bis Kapitän Ladislav Karabin im Nachsetzen der Ausgleich gelang (35.). Beide Teams wussten, dass das nächste Tor wohl die Entscheidung bringen würde. Als Radek Vit in der 56. Spielminute zum 2:1 traf und den Eispalast damit zum Kochen brachte, schien das Skoda-Team weitere drei Punkte verbuchen zu können. Doch die Roten Teufel gaben nicht auf, kämpften weiter und nutzen einen Fehler der Grizzlies eiskalt zum 2:2 durch Gosdeck (58.) aus. In der Verlängerung hatte Andrej Kaufmann die größte Möglichkeit zum entscheidenden Tor, doch nach seinem Sololauf zielte er knapp drüber. Das anschliessende Penaltyschiessen wurde dann zur Show des Marek Mastic. Vier von fünf Penalties hielt der Slowake, Simon und Karabin trafen für den EHC und sicherten damit den verdienten Extrapunkt. Am Rande des Spiels gab der EHC die Verpflichtung des sechsten Ausländers bekannt. Es handelt sich dabei um den am 29.09.1977 in Umea geborenen schwedischen Defensivverteidiger Per Lundström (189 cm, 95 kg). Seine Verpflichtung ist in erster Linie als eine Absicherung für die Playoffs gedacht, um auf Verletzungen reagieren zu können. Der an 62. Stelle von den Phoenix Coyotes gedraftete Verteidiger hat viel über das gute Team der Wolfsburger gehört und gibt als Ziel den Aufstieg in die DEL an. Wann der Neuzugang das erste Mal für das Skoda-Team aufläuft, entscheidet Trainer Stefan Mikes.