Grizzly Adams: Punktgewinn in letzter Minute

Grizzlies stärker als EisbärenGrizzlies stärker als Eisbären
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Ein echtes Spitzenspiel bekamen die Zuschauer am Freitagabend beim 2:3 (0:1/0:0/2:1) nach Verlängerung des EHC Wolfsburg in Bad Nauheim zu sehen. In einer schnellen und jederzeit spannenden Begegnung zeigten beide Teams, warum sie zurecht an der Tabellenspitze der Zweiten Eishockey Bundesliga stehen. Temporeiches Eishockey, viele Torraumszenen und zwei Keeper, die mit tollen Paraden mehrmals ihre Klasse bewiesen, das Schlagerspiel hatte einiges zu bieten.

Für zusätzlich Stimmung auf den Rängen in der ansonsten wohltuend fairen Partie sorgte ein Faustkampf zwischen Christian Franz und Carsten Gosdeck, den der Wolfsburger gegen den zwei Köpfe größeren Kontrahenten für sich entschied (15.). In der 19. Spielminute tauchte plötzlich Vozar frei vor Marek Mastic auf, doch der Slowake zeigte einen super Reflex gegen den Nauheimer Angreifer und verhinderte einen Rückstand. Aufregung dann im Gegenzug auf der anderen Seite, als ECN-Keeper Elliott die Scheibe nach einem Simon-Schuss durch die Schoner rutschte, aber leider auch knapp am Tor vorbei ging. Ein dummes Gegentor kassierte das Skoda-Team zwölf Sekunden vor der ersten Pause. Mehrmals reagierte Mastic glänzend gegen die Angreifer der Roten Teufel, gegen den dritten Nachschuss von Gallant war er machtlos. Etwas glücklich gingen die Gastgeber damit 1:0 in Führung (20.).

Gleich nach Wiederbeginn zum zweiten Abschnitt hätte David Musial ausgleichen müssen. Alleine steuerte er auf Elliott zu, doch der Kanadier im ECN-Kasten war rechtzeitig mit den Schonern unten. Nach 25 gespielten Minuten hatten beide Teams etwas Gelegenheit zum Durchatmen, da einer der Linienrichter behandelt werden musste. Anschließend verzweifelte Schumacher an Mastic, der mit einem unglaublichen Fanghand-Reflex die Scheibe aus dem Winkel fischte. Die nächste 100%-ige Chance hatten die Grizzly Adams. Bei einem Break steuerten Andrej Kaufmann und Jan Zurek allein auf Elliott zu, doch trotz schönem Zusammenspiels wollte die Scheibe nicht über die Linie. Mit der 1:0 Führung für die Gastgeber ging es auch in die zweite Pause.

An Spannung kaum noch zu überbieten war das Schlussdrittel, das der Tabellenführer ohne seinen Stürmerstar Jan Zurek bestreiten musste. Dieser war nach einem Stockschlag auf die Hand zu weiteren Untersuchungen bereits auf dem Weg ins Krankenhaus. Doch auch davon ließ sich der Spitzenreiter nicht beirren und machte weiter Druck. 50 Minuten waren gespielt, als Elvis Beslagic zu einem wuchtigen Schuss von der blauen Linie ausholte und Kapitän Ladislav Karabin die Scheibe zum längst überfälligen Ausgleich ins Tor abfälschte.

Jetzt drängte der EHC mit aller Macht auf den Führungstreffer, doch trotz guter Gelegenheiten hielt Elliott seinen Kasten sauber. Wie aus dem Nichts erzielten die Roten Teufel mitten in der Drangphase der Grizzly Adams das 2:1, als ein Schuss von Hemmes glücklich doch noch ins Tor rutschte (55.). Aber auch diesen Rückschlag steckte das Skoda-Team weg, gab nicht auf und erzwang förmlich den Ausgleich. Bei 59:02 nahm EHC-Trainer Stefan Mikes eine Auszeit und seinen Keeper Mastic vom Eis. Todd Simon gewann das Anspiel, Roman Veber passte zu Radek Vit und dieser versenkte die Scheibe zum hochverdienten Ausgleich 24 Sekunden vor dem Ende in die gegnerischen Maschen.

Zwar ging der Extrapunkt durch ein Tor von Pyka (4.) in Overtime an die Hausherren, doch der EHC Wolfsburg hat mit diesem einen Zähler vier Spiele vor dem Ende einen grossen Schritt getan, um als Tabellenführer die Doppelrunde zu beenden.


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