Grizzly Adams: Playoffkrimi im Penaltyschießen verloren

Grizzlies stärker als EisbärenGrizzlies stärker als Eisbären
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Eine packende und bis zur letzten Sekunde hochdramatische Begegnung sahen 2.200 Zuschauer am Dienstagabend im Wolfsburger Eispalast. Als glücklicher Sieger ging am Ende der SC Bietigheim-Bissingen vom Eis, der das erste Playoff-Halbfinale mit 4:3 (1:0/1:0/1:3) nach Penaltyschiessen gegen die Grizzly Adams gewann.



Die erwartungsfrohen Zuschauer bekamen von der ersten Minute an eine hochklassige Partie zu sehen, in der Andrej Kaufmann das erste Ausrufezeichen setzte. Freistehend vor dem Tor verzog er allerdings knapp (3.). Den einzigen Fehler der Wolfsburger im ersten Abschnitt nutzten die Gäste eiskalt aus. Markus Eberle lief von der Strafbank kommend alleine auf Marek Mastic zu und traf zum 0:1 (5.). Die größte Gelegenheit zum Ausgleich verpasste Todd Simon in der 14. Minute, als er einen Pass von Ladislav Karabin nicht an Gäste-Goalie Fankhouser vorbeibrachte.



Als der EHC im Mitteldrittel den Druck erhöhte und sich ein deutliches Chancenplus erarbeitete, lag der Ausgleich in der Luft. Die beste Möglichkeit dazu ergab sich, als nach Steffen Michel auch Markus Wieland auf die Strafbank musste. Doch hier stellten sich die Grizzlies nicht clever genug an, im Gegenteil, 13 Sekunden nach Wieland musste auch Karabin für zwei Minuten raus. In der Sekunde als der Slowake wieder auf dem Eis war, markierte Calvin Elfring mit einem Distanzschuss genau neben dem Pfosten das 0:2 (36.).



Was sich im letzten Abschnitt dann abspielte, war an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Ganze 47 Sekunden waren gespielt, als Rainer Suchan den Eispalast zum Beben brachte. Nach starkem Paß von Radek Vit verkürzte der pfeilschnelle Außen auf 1:2 (41.). Weitere 41 Sekunden später gab es auf den Tribünen kein Halten mehr, Christoph Paepke traf aus spitzem Winkel zum Ausgleich (42.). Brenzlig wurde es für das Skoda-Team im Anschluss, als Elvis Beslagic und Alexander Genze auf der Strafbank saßen und die Gäste 1:20 Minuten lang mit 5 gegen 3 agierten. Doch Wolfsburgs Deckung arbeitete konzentriert und überstand die Unterzahl schadlos.



Gänzlich das Spiel gedreht hatten die Grizzlies mit dem 3:2 durch erneut Suchan. Einen Traumpaß von Vit aus dem eigenen Drittel nahm Suchan an der blauen Linie auf, zog zum Tor und versenkte die Scheibe eiskalt im Netz (51.). Bis zwei Minuten vor Schluß verteidigten die Niedersachsen geschickt ihren Vorsprung, dann fiel doch noch der Ausgleich. Bei 58:26 nahm Gäste-Trainer Danny Naud eine Auszeit und seinen Keeper vom Eis, mit einem Mann mehr drängten die Steelers die Grizzlies in die Defensive. Wolfsburg bekam die Scheibe nicht mehr aus dem Drittel und 14 Sekunden vor dem Ablauf der regulären Spielzeit fiel doch noch der glückliche Ausgleich. SCB-Topscorer Robert Brezina stand goldrichtig und ließ Mastic keine Chance (60.).



In der Verlängerung egalisierten sich beide Teams weitgehend gegenseitig, das Penaltyschiessen musste die Entscheidung bringen. Während Simon, Suchan, Kujala, Karabin und Vit an Fankhouser scheiterten, konnte Elfring Mastic überwinden, traf zum 4:3 Endstand und brachte seine Farben damit mit 1:0 in der Serie in Führung. Spiel zwei findet am kommenden Freitag ab 20 Uhr in Bietigheim statt.


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