Grizzly Adams: Ein Sieg fürs Selbstvertrauen

Grizzlies stärker als EisbärenGrizzlies stärker als Eisbären
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Der EHC Wolfsburg bleibt zu Hause weiterhin eine Macht. Nach dem Punktgewinn am Freitag im Spitzenspiel in Bad Nauheim ließen die Grizzly Adams am Sonntagabend im heimischen Eispalast einen 4:2 (0:2/3:0/1:0) Sieg gegen die Heilbronner Falken folgen. Wolfsburg gegen Mike Rosati, so lautete 60 Spielminuten lang das Duell an diesem Abend.

Großchancen im Minutentakt erarbeitete sich das Skoda-Team vor allem im Anfangsdrittel, doch der Falken-Keeper ließ sich nicht überwinden. Zwar bejubelten die Grizzly-Fans in der 5. Spielminute einen Treffer von David Musial, doch Schiedsrichter Kathmann verweigerte nach Rücksprache mit seinem Linienrichter aus nicht bekannten Gründen die Anerkennung. Glück hatten die Gäste zudem in der 6. Minute, als ein fulminanter Schlagschuss von Christoph Paepke nur am Pfosten landete. Wesentlich cleverer stellten sich da die Falken an. Zwei Überzahlsituationen nutzten die Baden-Württemberger durch Vladimir Buril (15.) und Shawn Heaphy (19.) zu einer zu diesem Zeitpunkt völlig unverdienten 2:0 Führung.

Doch die Grizzlies bewiesen Moral, drehten im zweiten Abschnitt das Spiel komplett um und taten damit einiges für ihr Selbstvertrauen. Sechs Minuten waren im Mitteldrittel gespielt, als sich Rainer Suchan über links durchsetzte, eine überlegten Querpass auf Radek Vit spielte und dieser wenig Mühe hatte, den 1:2 Anschlusstreffer zu erzielen. Dass auch Wolfsburg Überzahlsituationen ausnutzen kann, zeigten die Hausherren bei den nächsten beiden Toren. Zunächst glich Musial mit einem satten Schuss in den Winkel aus (34.), dann markierte Paepke kurz vor der zweiten Pause sogar noch das 3:2 (39.). Mit dem 3:2 nach 40 Minuten waren die Falken noch gut bedient. Bei halbwegs akzeptabler Chancenverwertung hätten sich die Gäste über drei bis vier weitere Gegentreffer nicht beschweren dürfen. Ein wenig nachlässig agierten die Niedersachsen im Schlußdrittel, als sie es versäumten, den Sack endgültig zuzumachen. So musste EHC-Goalie Marek Mastic in der Schlußminute noch einmal sein ganzes Können aufbieten, um mit einem fantastischen Reflex den Auslgeich zu verhindern. Im Gegenzug besorgte Suchan mit einem Empty-Net-Goal den 4:2 Endstand (60.). Vier Spieltage vor Abschluß der Doppelrunde hat der EHC Wolfsburg weiterhin acht Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Bad Nauheim.