Glücklicher Jahresauftakt für IndiansHannover Indians - Lausitzer Füchse 4:3 n.P.

Glücklicher Jahresauftakt für IndiansGlücklicher Jahresauftakt für Indians
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Der Sieg war glücklich, zweifellos und Indians-Coach Christian Künast gab sich auch gar nicht erst die Mühe, die schwache Leistung seiner Schützlinge zu beschönigen: „ Mit dem Sieg und den drei Punkten bin ich zufrieden, mit dem Spiel nicht. Es war die schlechtesten 15 Minuten im ersten Drittel seit sechs Spielen und wenn man nach einer 2:0 Führung aufhört zu spielen sowie die Laufbereitschaft vermissen lässt, dann ist es in dieser Liga gegen jeden Gegner schwer.“ Sein Pendant Dirk Rohrbach zeigte sich gefasst, war aber natürlich enttäuscht: „Wir sind nicht gut in Spiel gekommen. Nach dem 0:2 waren wir stärker, im zweiten Drittel waren wir gut, im dritten Drittel haben wir den Sieg aus der Hand gegeben.“

Tatsächlich mussten sich die Lausitzer, die von Anfang an das Spiel bestimmen wollten und sofort den Vorwärtsgang einlegten, nach sechs Minuten wie ein gerupftes Hühnchen vorkommen. Bereits nach, für die Indians ungewohnten 263 Sekunden, traf das hannoversche Urgestein Jan Hemmes (5.) und weil der stellenweise recht unsichere Schiedsrichter Eugen Schmidt das Tor zum 2:0 nicht gab, sorgte 87 Sekunden später Danny Pyka (6.) nach einer prächtigen Kombination mit Patrick White und Ryan McDonough für das nun verdiente 2:0. Die Lausitzer zeigten jedoch im Anschluss, dass sie stark im Nehmen sind und für sie das Spiel noch nicht gelaufen war. Bereits die ersten Angriffe über McKnight, Burlin und Schaefer machten der nicht gerade sattelfesten ECH-Defensive Schwierigkeiten und drei Minuten nach dem 0:2 konnte der schnelle Richard Mueller (9.) einen Tarasuk-Pass an Holmgren vorbei unter die Latte zum 1:2 befördern. Das Glücksgöttin Fortuna an diesem Abend blau-weiß-rote respektive schwarz-blaue Farben trug, bewies sie in der 16. Minute, als Weißwassers Sean Fischer zu exakt zielte und mit seinem Schlagschuss genau den rechten, oberen Innenpfosten traf. 3mm weiter rechts und es hätte 2:2 gestanden. So mussten die nun überlegen auftretenden Lausitzer mit einem ungerechten 1:2 in die Kabine.

Mit Wut im Bauch begannen die Lausitzer den zweiten Abschnitt, mussten jedoch dankbar sein, als D.J. Jelitto bereits in der 22. Minute einen an ihm verursachten Penalty nicht verwandeln konnte. Ein 3:1 wäre sicherlich nicht gerecht gewesen, hätte aber eine Vorentscheidung bedeutet. Wie man ein Powerplay spielt, zeigten dann die Gäste in der 26. Minute, als sie eine Strafe für McDonough durch den starken Kevin Lavallee (26.) zum Ausgleich ausnutzten. Dieses Tor brachte die Feste der Hausherren endgültig ins Wanken. Die Defensive schwankte, der Aufbau fiel fast komplett aus, der Angriff brachte nichts Brauchbares zu Wege. Selbst als die stellenweise übermotiviert spielende Gäste den Indians zwei Überzahlspiele schenkten, passierte nichts. Gäste- Keeper Jonathan Boutin brauchte kaum einzugreifen und wenn, dann tat er es mit seinem gewohnt unaufgeregt wirkenden Stil. In der 39. Minute fiel dann das längst erwartete 2:3, wobei es der Schütze, Kevin Lavallee mit seinem Kunstschuss erhofft aber nicht erwartet hatte. 

Die Anfangsphase des dritten Drittels gehörte den Hannoveranern. Der fleißige White sowie Jelitto vergaben gute Ausgleichschancen. Danach war es mit der hannoverschen Herrlichkeit jedoch schnell wieder vorbei. Die wieder sicherer agierenden Lausitzer ließen kaum noch Chancen zu und da sich die Indians in dieser schwierigen Phase mit unglücklichen Strafen selbst aus dem Spiel nahmen, glaubte vermutlich kaum noch einer der Fans an eine Wendung.  Jetzt kam die bereits erwähnte Glücksgöttin ins Spiel. Bei einem Pressschlag von Patrick White mit einem Lausitzer gab sie dem Puck eine ungewohnte Flugbahn mit und dieser taumelte über die Schulter des entsetzten Boutins in das Gästetor. Glücklicher kann ein Tor nicht fallen. Die Indians wollten nun mit aller Macht den Sieg, hatten aber 17 Sekunden vor Schluss noch einmal Glück, als ein Flachschuss des Dänen Christoffer Kjärgaard um wenige Zentimeter an Holmgrens Gehäuse vorbei strich.

Da die Verlängerung keine Entscheidung brachte, ging es ins Penaltyschießen und hier begann für die Indians mit dem Sieg vielleicht ein neues Zeitalter. Das Zeitalter mit dem Gewinn des Zusatzpunktes.


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