„Geiles Gefühl, wieder dabei zu sein!“Heilbronner Falken

„Geiles Gefühl, wieder dabei zu sein!“„Geiles Gefühl, wieder dabei zu sein!“
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Eine recht miese Saisonbilanz stand vor dem heutigen Spiel gegen die Towerstars zu Buche:

3 Spiele: 0 Siege – 3:12 Tore. Doch die Heilbronner Falken konnten in einem taktisch geprägten Spiel die so dringend benötigten Punkte einfahren. „Wir müssen was wir können!“ umschrieb ebenfalls David Danner das Abwehrbollwerk der Heilbronner, an dem sich die Oberschwaben ein ums andere Mal die Zähne ausbissen. „Von hinten raus das Spiel machen,“ war scheinbar die Devise von Falken Coach Rico Rossi und dies gelang mit Bravur.

Bereits in der dritten Spielminute mussten die Falken den ersten Ausfall eines Spielers verkraften. Im eigenen Verteidigungsdrittel wurde Dominik Walsh durch einen Check gegen den Kopf bzw. den Nacken durch Konstantin Schmidt niedergestreckt. Lobend muss man hier das Zusammenspiel der Schiedsrichter erwähnen. Hauptschiedsrichter Ramin Yazdi konnte den Check gegen Dominik Walsh nicht sehen und liess das Spiel daher weiterlaufen. Sein Linienrichter nutze die nächste Spielunterbrechung und informierte Yazdi über das Vergehen. Völlig zu Recht sprach er daraufhin eine Matchstrafe gegen den Ravensburger Stürmer aus. Der Heilbronner zog sich einen Cut unter dem Auge zu, musste aber primär wegen Schmerzen in der Schulter auf ein weiteres Mitwirken im Spiel verzichten. In der folgenden Überzahl konnte David Fischer mit einem schönen Handgelenkschuss das 1:0 für die Gastgeber markieren. In der elften Spielminute, die Falken hatten just eine Unterzahlsituation überstanden, markierte Michel Léveillé das 2:0. Chris Capraro kämpfte sich auf der rechten Angriffsseite wunderbar durch und zog die ganze Aufmerksamkeit des Ravensburgers Schlussmanns Christian Rohde auf sich. Den klugen Querpass auf Michel Léveillé musste dieser nur noch über die Linie schieben. Nur wenige Minuten später erwischte es mit Steven Billich den zweiten Heilbronner Spieler. Ebenfalls aufgrund eines Checks gegen den Kopf- bzw. Nackenbereich musste auch er das Eis vorzeitig verlassen. Ihm war „schwarz vor Augen“ und zudem kamen leichte Schwindelgefühle auf. Auch hierfür wurde ein Ravensburger Spieler zum Duschen geschickt. Gegen Raphael Kapzan verhängte Schiedsrichter Yazdi eine fünf Minuten Strafe zzgl. einer Spieldauerdisziplinarstrafe. Die folgende Unterzahlsituation konnten die Ravensburger unbeschadet überstehen, zumal das Powerplay für zwei Minuten unterbrochen wurde, da Brent Walton eine Strafe wegen Beinstellen absitzen musste.

Im zweiten Drittel fanden die Gäste besser ins Spiel und kamen durch einen Schuss aus spitzem Winkel zum Anschlusstreffer. Auf Vorlage von Tomaz Razingar und Stefan Langwieder war es Christopher Oravec, der durch seinen Treffer die ca. 60 mitgereisten Ravensburger Fans jubeln liess. Ein an Höhepunkten armes Drittel ging zu Ende. Erwähnenswert waren zwei ungewöhnliche Reparaturpausen. Als erstes musste die Bande „getaped“ werden, wo sich durch einen Heilbronner Schlagschuss die Werbung löste. Später im Spiel war es Christian Rohde, der seinen Helm, ebenfalls wegen eines Schlagschusses, richten lassen musste. Immer wieder skandierte die Ravensburger Anhänger im Verlauf des Mittelabschnitts „Ausgleich!“, doch die sattelfeste Abwehr und ein gut aufgelegter Alexander Westlund im Tor der Falken wussten dies zu verhindern.

Bereits nach fünf Minuten im letzten Spielabschnitt erzielte Brent Walton den 3:1 Endstand. In Unterzahl setze er sich gegen einen Ravensburger Verteidiger durch und machte sich alleine und unbedrängt auf die Reise zum Tor von Christian Rohde. Ein platzierter und harter Handgelenkschuss schlug über der Fanghand des Ravensburger Torhüters ein. Bis zum Ende des Spiels besonnen sich die Hausherren auf ihre starke Defensive und konnte so den ungefährdeten Sieg abschließend einfahren.

Aus eins mach´ drei

War es vor dem heutigen Spiel ein einziges Pünktchen, das die Falken und Crimmitschau bzw. Hannover auf den Plätzen neun und zehn trennten, sind es nun drei Punkte Vorsprung vor dem gefürchteten neunten Rang. Am kommenden Sonntag haben die Heilbronner nun die Möglichkeit, durch einen Sieg gegen den direkten Mitkonkurrenten, die Lausitzer Füchse, den Vorsprung weiter auszubauen. „Wir fahren da hin, um zu gewinnen!“, gab sich David Danner selbstbewusst. Grund genug hat er dazu, konnten doch die Falken die ersten drei Saisonspiele gegen die Füchse allesamt gewinnen.

Sollte alles optimal laufen, könnten am Sonntagabend sechs Punkte zwischen den Falken und Platz neun liegen. Dies wäre eine hervorragende Ausgangsposition für das letzten Hauptrunden-Wochenende, wo die Falken bei den Steelers in Bietigheim (15.03.2013 um 20 Uhr) gastieren und abschließend daheim gegen die Hannover Indians antreten. Für alle die einen Besuch des Heimspiels am 17. März planen sei erwähnt, dass das Spiel bereits um 18 Uhr beginnt. Die Kassen und somit auch die Halle öffnen schon um 16.30 Uhr, somit 30 Minuten früher als üblich

Tore:

1:0       David Fischer (Adriano Carciola, Brent Walton) 4:39 ÜZ

2:0       Michel Léveillé (Fabio Carciola, Chris Capraro) 10:11

2:1       Christopher Oravec (Tomaz Razingar, Stefan Langwieder) 26:31

3:1       Brent Walton (Michail Kozhevnikov, David Fischer) 44:23 UZ

Strafen:

Heilbronn:       10

Ravensburg:      8 + 5+Matchstrafe Schmidt + 5+Spieldauerdisziplinarstrafe Kapzan


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