Gardners Löwen mit viertem Sieg in SerieFrankfurt besiegt Dresden

Frankfurts Trainer Paul Gardner. (Foto: Imago)Frankfurts Trainer Paul Gardner. (Foto: Imago)
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Im DEL2-Duell mit den Dresdner Eislöwen behielten die Löwen Frankfurt die Oberhand. Rund 3.400 Zuschauer in der Eissporthalle am Ratsweg sahen ein packendes Spiel.

Gleich zu Spielbeginn starteten die heimischen Löwen mit einer Strafe: Matt Pistilli saß mit einer durchaus kleinlichen Beinstellen-Strafe in der Kühlbox. Pistill hatte sich kaum gesetzt, da traf Macholda per Schlagschuss zur Führung für die Eislöwen. In der Folge störte Dresden die geschockt wirkenden Löwen früh im Aufbau, die wenig Zug zum Tor entwickeln konnten. Per Konter erzielte Dresden in der neunten Minute den bis dahin verdienten 0:2-Treffer mit einen schönen Onetimer durch den stets gefährlichen Brendan Cook. Die Löwen indes waren bemüht, ins Spiel zurückzukommen. Erst in der 16. Spielminuten nutzte Clarke Breitkreutz einen Abpraller, als der Puck frei im Torraum lag, zum 1:2-Anschlusstreffer. Symbolisch, dass ein aus dem Gewühl gefallener Treffer den Anschluss markierte, denn aus dem Spiel heraus ging bis zu diesem Zeitpunkt recht wenig.

Auch das zweite Drittel startete furios und sollte so weitergehen. Nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe musste Alexander Höller vorzeitig duschen gehen, doch Dresden konnte die Unterzahl schadlos überstehen. In drei Minuten Überzahl waren die heimischen Löwen kaum gefährlich an das Tor von Förderlizenz-Goalie Hannibak Weitzmann. In der darauffolgenden Überzahl stand Dennis Reimer goldrichtig, als er einen Abpraller zum 2:2 nur über die Linie drücken musste. Gleich mit Wiederbeginn konterte Dresden zur 3:2-Führung, die Löwen standen dabei zu offensiv. Als eben dies auch den Eislöwen aus Dresden passiert, sogar in deren eigener Überzahl, konterten die Löwen – und glichen in Person von Verteidiger Eric Stephan wieder aus. Kurz vor der Pause zeichnete sich erneut Weitzmann aus, als die Eislöwe in Unterzahl agierten, doch kurz vor der Pause traf C.J. Stretch für die Frankfurter zum 4:3-Treffer. Stretch traf dabei aus dem hohen Slot, vollkommen freistehend fand Pawel Dronia die Lücke zum kanadischen Center, der mit einem platzierten Schuss die erste Frankfurter Führung am Abend erzielte. Ein zerfahrenes Spiel mit vielen kleinlichen Strafzeiten auf beiden Seiten und aktiveren Frankfurter ging mit 4:3 in die Pause.

Zu Beginn des dritten Drittels konnten die Zuschauer dann ein Tor sehen, das das Eintrittsgeld bezahlt machte, als Liesegang den startenden Patrick Jarrett sah und diesen mit einem genialen Pass bediente. Jarrett setzte sich gegen die Abwehr durch, um letztlich mit einem angetäuschten Spin-Move den Dresdner Goalie zu vernaschen. Dieses 5:3 sollte dann auch trotz in der Folge drückender Dresdner Gäste das „Game Winning Goal“ werden, denn das 5:4 egalisierte Nils Liesegang mit seinem Empty-Net-Goal an einem torreichen und erneut packenden Eishockey-Abend am Frankfurter Ratsweg.

Maximilian Haas