Gänsehaut, Emotionen und Action purTag des Offenen Eisstadions in Bad Nauheim

Die Hanson Brothers in Aktion - Foto: Chuc - www.chuc.deDie Hanson Brothers in Aktion - Foto: Chuc - www.chuc.de
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Es ging bereits beim ersten Wechsel so richtig zur Sache, als Bad Nauheims Goalie Markus Flemming regelwidrig von den Beinen geholt wurde, was den drei beinharten Angreifern sogleich einen Platz in der Kühlbox bescherte. Aber auch die Unparteiischen mussten dran glauben, so wurde Linesman Michael Amos von den Hansons förmlich zusammengefahren und musste von seinen Kollegen versorgt werden, während Bad Nauheims Verteidiger Murat Pak - selber als harter Spieler bekannt - dasselbe Schicksal in einer der Ecken erleben musste.

Die Hansons nahmen keine Rücksicht auf Verluste und narrten den gegnerischen Goalie beim Penaltyschuss, indem einfach mal das Tor ein wenig verschoben wurde. Die Attacke gegen den eigenen Torhüter brachte den Protagonisten im zweiten Drittel allerdings eine Matchstrafe ein, nach der sich die drei vom Publikum feiern ließen, um anschließend ins RT-Vereinsheim zum Autogramme schreiben zu wechseln. Dort herrschten lange Schlangen, nachdem sich so gut wie jeder eine Unterschrift unter die bereits mitgebrachten oder den im Stadion erworbenen "Chiefs"-Fanartikeln geben lassen wollten. Die Stars erfüllten geduldig auch den letzten dieser Wünsche u nd ließen sich hundertfach auf Fotos als einmaliges Souvenir ablichten, denn so schnell bekommt man die Hansons nicht mehr live zu sehen. Unterdessen ging die Partie auf dem Eis natürlich weiter, das Endergebnis von 14:14 spielte dabei natürlich nur eine untergeordnete Rolle, auch wenn das ein oder andere sehr sehenswerte Tor dabei war. Im letzten Abschnitt wurden darüber hinaus Dennis Cardona und Matthias Baldys offiziell als Spieler der Roten Teufel verabschiedet - beide haben ja ihre aktive Karriere beendet - und von EC-Geschäftsführer Andreas Ortwein sowie dem Vereinsvorsitzenden Uwe Gericke entsprechend geehrt.

Die Veranstaltung stand voll und ganz im Zeichen der Organisation "stopconcussions" (zu Deutsch: stoppt Gehirnerschütterungen), zugunsten derer ein Großteil der Erlöse des Events gehen. Kerry Goulet, der gemeinsam mit dem Ex-NHL-Profi Kevin Primeau die Organisation gründete, spielte gestern selber bei den "Chiefs" und wies vor dem Match auf diese tückische Krankheit hin, deren Erforschung sich der Verein auf die Fahne geschrieben hat. Prominentestes Negativbeispiel ist derzeit wohl der Ex-Nationalspieler Stefan Ustorf, der seine Karriere aufgrund mehrerer erlittener Gehirnerschütterungen beenden musste und im normalen Tagesablauf massive Einschränkungen zu erleiden hat. "Hier wollen wir ansetzen und jedem die Schwere der Krankheit ins Bewusstsein rufen. Bereits im Nachwuchsbereich - aber auch bei den Profis - muss es klar werden, dass derartige Verletzungen unbedingt vermieden werden müssen", sagt Ian Wood, der als Europavertreter von "stopconcussions" das gestrige Event gemeinsam mit dem "Teufelskreis" veranstaltete.

Nach dem Spiel ging die Party im VIP-Raum des EC Bad Nauheim natürlich weiter und auch dort konnte man sich noch Autogramme und Fotos von seinen Lieblingen besorgen sowie Gespräche mit den Akteuren des Abends führen. Es war insgesamt eine gelungene Veranstaltung - und ein bißchen Wehmut war schon dabei, als man am Ende eines langen Tages "Goodbye" zu den Hansons sagen musste ....

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