„Für uns war es ein verlorener Punkt!“Dresdner Eislöwen - EC Bad Nauheim 2:1 n.P.

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Am Ende dieses Spieles waren wohl die Verlierer glücklicher als die Gewinner. Die Roten Teufel aus Bad Nauheim konnten sich über den ersten erkämpften Zähler dieser Saison freuen, während auf Eislöwen-Seite ein zerknirschter Arturs Kruminsch konstatierte: „Für uns war es ein verlorener Punkt.“ Sein Team tat sich schwer gegen die defensiv sehr kompakt stehende Hessen, die praktisch keinen freien Raum ließen und gerade im ersten Drittel die erste Reihe der Dresdner fast komplett aus dem Rennen nahm. „Genauso hab ich Bad Nauheim erwartet“, resümierte Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch. „Sie haben konsequent den die Scheibe führenden Spieler gestört. Heute waren die Räume nicht da, um technisch gutes Eishockey zu spielen.“ Trotzdem hatten die Eislöwen im ersten Abschnitt die größten Chancen, in Führung zu gehen. Leider blieb ein 5 gegen 3 Überzahl trotz eines schnell gespielten Powerplays ungenutzt. „Ja, da hätte das Tor fallen müssen“, gibt auch Kruminsch zu. Der ersehnte Treffer fiel erst zu Beginn der letzten zwanzig Minuten. Nach 46 gespielten Sekunden prallte der Schuss von Harrison Reed an Rämö und von diesem ins Tor. Leider versäumten es die Dresdner, in dieser Phase nachzulegen. Und, man ahnt es, dies wurde bestraft: 14 Sekunden vor der Schlusssirene vermieste Kyle Helms Eislöwen-Goalie Marvin Cüpper den überaus verdienten Shutout. In der Verlängerung passierte nichts Aufregendes und im Penaltyschießen hatten die Dresdner die/den glücklicheren Schützen. Petr Macholda sicherte den Zusatzpunkt.

Was bleibt, ist zum einen die Erkenntnis, dass man auch solche Spiele erst gewinnen muss. „Gerade in dieser frühen Phase der Saison sind solche Siege gut für sie Moral und fürs Selbstbewusstsein“, meint Trainer Popiesch, der in der letzten Woche die Intensität des Trainings noch einmal angezogen hatte. „Wir konnten teilweise nur mit 15 Spielern trainieren. Aber gerade jetzt geht viel über den Willen und die Leidenschaft, das Spiel zu gewinnen.“

Zum anderen zeigte Marvin Cüpper bei seinem Heimpflichtspieldebut eine überaus überzeugende Leistung: „Marvin hat uns super den Rücken gestärkt“, lobt Arturs Kruminsch seinen Mannschaftskollegen. „Wir haben dann alles versucht, ihm den Shutout zu sichern, aber der Druck war dann zu stark. Es ist so ärgerlich, dass wir den Gegentreffer kassieren mussten.“ Die Dresdner mögen noch etliche Baustellen haben, die Torhüter gehören derzeit nicht dazu. Trainer Popiesch sieht beide Goalies auf Augenhöhe: „Beide Torhüter haben und werden auch weiter daran arbeiten, dass wir in der Position sind, dass die Entscheidung, wer ins Tor kommt, schwer fällt. Da habe ich zwar ein Luxusproblem, aber das nehme ich gern.“

Und: zwei Punkte sind zwei Punkte, die vielleicht am Ende der Saison fehlen würden…