Fünfter Sieg in Folge! EHC München schlägt Bietigheim

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Vier mal hat der EHC München

zuletzt in Folge gewonnen. Selbst bei den heimstarken Eislöwen aus Dresden

behielt die Truppe von Neu-Trainer Pat Cortina die Oberhand. Diese beachtliche

Serie spülte die bayerischen Landeshauptstädter nahe an die begehrten Play-off

Ränge heran. Auch die Bietigheim Steelers vermochten die Blauen letztendlich

nicht ins Wanken zu bringen. In einem schnellen und sehr unterhaltsamen spiel,

setzte sich der EHC München mit 6:4 (1:0, 1:3, 4:1) gegen die Eleven von Uli

Liebsch durch. Zwischenzeitlich waren die Gäste aus dem Ellental dem Sieg

näher, doch nahmen sie sich durch wenige Minuten anhaltender

Undiszipliniertheit im Schlussabschnitt selbst die Möglichkeiten auf einen

Dreier.

Es war ein erstes Drittel, in

dem sich beide Teams lange Zeit neutralisierten. Torchancen waren Mangelware,

wenngleich die Partie durchaus Unterhaltungswert hatte. München erspielte sich

leichte Vorteile und kam nach 17 Minuten zur verdienten Führung. Die Steelers

waren nach einer Strafe eben wieder komplett, jedoch nicht entsprechend

sortiert. Robinson nutzte den Raum und traf aus wenigen Metern Distanz an

Goalie Daniel Wrobel vorbei in die Maschen.

Im Mittelabschnitt tat sich lange

Zeit nur sehr wenig vor beiden Gehäusen. Dann schlugen die Gäste urplötzlich

zu. Den Steelers reichte eine lichte Minute, um das Ergebnis zu ihren Gunsten

zu drehen. Mares traf im Powerplay aus nicht vorhandenem Winkel, Brännström

ungedeckt aus nicht vorhandener Distanz. München zeigte sich wenig beeindruckt

und fand alsbald eine passende Antwort. Weil die Defensive der Schwaben nicht

mitbekommen hat, dass sich Robbie Sandrock an den langen Pfosten geschlichen

hatte, konnte dieser ein außerordentlich gut getimtes Zuspiel von Brent

Robinson über die Linie drücken. Mit einem Rückstand musste die Mannschaft von

Pat Cortina dennoch in die Kabinen. Nick Smith schaffte bei angezeigter Strafe

die abermalige Führung für den Vierten der Tabelle.

Turbulent ging es ins

Schlussdrittel. 45 Sekunden brauchte der EHC für den Ausgleich. Dabei

profitierte Neville Rautert von dem glücklichen Umstand, dass er die Scheibe

nach seinem ersten Versuch erneut auf die Kelle bekam. Gegen den Schlenzer in

den Torwinkel war Wrobel ohne Abwehrchance. Der Stadionsprecher wollte gerade

mit erhobener Stimme zusammen mit dem Großteil der 1200 Zuschauer den Ausgleich

bejubeln. Da schlugen die Mannen aus dem Ellental eiskalt zurück. David Goselin

traf aus spitzem Winkel, EHC-Goalie Harti Wild war die Sicht versperrt.

Immerhin fünf Minuten benötigte München für den abermaligen Gleichstand. Brent

Robinson, der stärkste Münchner Angreifer, setzte sich im Laufduell durch und

bugisrte die Scheibe durch die Schoner von Wrobel. Der Siegtreffer des EHC war

einer Dummheit von Bietigheims Defensivmann Chad Allen geschuldet. Der begann

ohne Notwendigkeit ein Stockfoul an Gyori, obwohl die Scheibe bereits gespielt

war. München hatte doppelte Überzahl, was insbesondere für Schlagschusswunder

Robbie Sandruck eine Wohltat ist. Im dritten versuch hämmerte der Kanadier den

Puck links unten in die Ecke. Die Versuche der Gäste zum Ausgleich zu kommen,

schlugen in den Schlussminuten alle samt fehl. Rautert traf zum Ende nach einem

Konter noch zum 6:4.(or)

Tore: 1:0 (17:28) Robinson (Schröder, Gyori), 1:1 (29:08) Mares (Grosch,

5-4), 1:2 (29:33) Brännström (Schlager, Wieland), 2:2 (32:25) Sandrock

(Gyori, Robinson), 2:3 (36:58) Smith, 3:3 (40:45) Rautert (Robinson,

Sandrock), 3:4 (41:03) Gosselin (Campbell, Mares), 4:4 (46:21) Robinson

(Borberg, Sandrock), 5:4 (50:35) Sandrock (Kompon, Schneider, 5-3), 6:4

(59:18) Rautert (Zeller, Kompon)

Schiedsrichter: 

Martin Reichert (EV Lindau)

Strafminuten:  

München  14  - 

Bietigheim  22+10 (Mares)

Zuschauer: 1258

Spieler des Spiels: Brent Robinson


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