Freiburg meldet sich zurück

Erster Neuzugang der IndiansErster Neuzugang der Indians
Lesedauer: ca. 4 Minuten

In

einem verrückten Match mit Hitchcock-Charakter hatten die Freiburger Wölfe gegen

die Hannover Indians nach Verlängerung mit 8:7 am Pferdeturm das Glück auf

ihrer Seite. Jetzt steht die Play-down-Serie nur noch 2:1 für die Indians.

Bereits

der Start der  Wölfe war beeindruckend. Exakt 60 Sekunden nach Spielstart

traf Ivan per Rückhand nach Bullygewinn. In der Folgezeit mussten sich die

Gastgeber erst einmal wieder finden. Das taten sie schnell und bereits zwei

Minuten später war der Gleichstand hergestellt, als Chamberlain, glänzend von

Mares freigespielt, noch an Glaser scheiterte und Atherton ins leere Tor traf.

Wer sich jetzt eine sichere Defensive der Indians gewünscht hatte, musste

Sekunden später erneut feststellen, dass die Gastgeber sehr nervös agierten.

Gerade 90 Sekunden waren weitergespielt, da traf Anderson (5.) erneut zur

Wölfe-Führung. Mühevoll kamen die Rothäute zurück ins Spiel und sie hatten

Glück, dass der Gegner in diesem Spiel ähnliche desolate Tendenzen in der Abwehr

zeigte. Atherton (8.) bezwang erneut Glaser. Vor allem der in Freiburg sehr

starke Indians-Keeper Ziffzer zeigte in der Folgezeit weiterhin Nerven und ließ

einige Pucks prallen. In der 12.Minute waren daher auch die Wölfe durch

Anderson im Powerplay erfolgreich. Schock dann in der 15.Minute, als sich die

Hannoveraner im Mitteldrittel einen Scheibenverlust leisteten, und ausgerechnet

Ex-Indianer Mizzi den vierten Gästetreffer markieren konnte. Recht überraschend

in dieser Phase die aggressive Note der Wölfe, die prompt 40 Sekunden mit nur

drei Mann durchhalten mussten, dies aber gut überstanden. Die letzte Minute vor

der ersten Sirene hatte es dann in sich. Erst scheiterte Atherton noch an

Glaser, dann kam Mares in Puckbesitz und es hieß 3:4. Der Jubel war noch nicht

verhallt, als sich Doyle durchtankte und Jelitto das Chaos vor dem Tor mit

langem Arm zum Ausgleich ausnutzte. Dieses Gegentor brachte Wölfe-Coach Markus

Berwanger derart in Rage, dass dieser am liebsten eine Sekunde vor Drittelende

noch den Keeper getauscht hätte.

Das

zweite Drittel begann dann auch prompt mit Mathis im Wölfetor, während Ziffzer

weiterhin das Indians-Gehäuse hütete. Dieser musste dann nach 140

Sekunden sein fünftes Gegentor hinnehmen, als er einen Schuss von Ivan aus der

Nahdistanz nicht halten konnte und Noe traf. Die Freiburger spielten jetzt

erheblich defensiver als im ersten Drittel und gestatteten den Gastgebern immer

weniger Chancen. Dies führte beim ECH im Spielaufbau zu vielen Fehlern und

hätte bei Kontern fast schon das 4:6 beschert, als Anderson in der 28.Minute am

Pfosten scheiterte. In der Folgezeit verteiltes Spiel mit optischen Vorteilen

für den ECH, der jedoch daraus keinen Nutzen ziehen konnte. Das Spiel, jetzt

nicht gerade von Topniveau, aber äußerst spannend. Großtat von Ziffzer in der

36. Minute, als er gegen Corey toll reagierte und Selbstvertrauen tanken konnte.

In der 38. Minute schließlich dann doch das verdiente 5:5, als Leisenring von

Hughes im Slot bedient wurde und dieser den starken Mathis überwand. Nur wenige

Sekunden später scheiterte Doyle und auch die Gäste waren nicht untätig. Mizzi

verfehlte knapp. Bagu wurde freigespielt und der besorgte in Überzahl das

6:5. 

Das

letzte Drittel begann mit einem Freiburger Gewaltschuss von Billich, der zwar

nichts einbrachte, aber auch die Marschrichtung vorgab. Die Freiburger mit viel

Offensivpower, die Gastgeber defensiv. Diese zeigte sich der Aufgabe immer noch

nicht gewachsen und Ziffzer musste mehrmals eingreifen. Aber auch er konnte den

erneuten Ausgleich nicht verhindern, als Mizzi (44.) den Puck zum 6:6 Ausgleich

clever über den Tormann hob. Jetzt wurde es endgültig zur Nervenschlacht, wobei

beide Teams das Spiel über die Offensive entscheiden wollten. Mitten des

Drittels neigte sich die Spielwaage zugunsten der Rothäute, aber die eigene

Umständlichkeit verhinderte die erneute Führung. Fast das 6:7 dann  in der

53. Minute, als Vozar am Pfosten scheiterte. In der 54. Minute fiel die vermeintliche

Vorentscheidung, als Atherton die erneute Führung gelang. Jetzt warfen die

Breisgauer alles nach vorne. Kunz und Stas verfehlten jeweils das Gehäuse, Gästecoach

Berwanger bemühte eine Auszeit um seine Jungs nach vorne zu peitschen und nahm

170 Sekunden vor Schluss sogar Mathis aus dem Tor. Und es passierte - Anderson

stocherte den Puck zum 7:7 über die Linie. Trotzdem wäre Sekunden vor dem

Ende noch fast das 8:7 gefallen, aber Mathis konnte mit einem Big Save gegen

Hughes retten.

Die Verlängerung sah zunächst kein Team im Vorteil, was sich aber schnell

änderte. Freiburg ließ den ECH anrennen und hatte Glück. Vozar (65.) traf mit

Flatterschuss zum glücklichen Gästesieg in den Winkel.

Stimmen: Joe West (Hannover):

„Ein wahrhaft komisches Spiel. Wir hatten wirklich nicht den besten Tag.

Lediglich unser Powerplay hat bestens funktioniert. Ich muss jetzt mein Team

für das vierte Spiel wieder aufbauen.“

Markus Berwanger (Freiburg): „Ich kann mich nicht erinnern, wann ich so ein

Spiel zuletzt gesehen habe. Wir haben ein kräftiges Lebenszeichen von uns

gegeben, müssen aber aufpassen, weil Hannover stark besetzt ist.“


Statistik: 0:1 (1:00) Ivan (Stehle, Sacher),

1:1 (2:38) Atherton (Chamberlain, Mares), 1:2 (4:09) Anderson (Corey, Mizzi),

2:2 (7:15) Atherton (Mares, Doyle) 5-4, 2:3 (11:08) Anderson (Billich,

Gorgenländer) 5-4, 2:4 (14:58) Mizzi (Schüle, Corey) 4-5, 3:4 (19:11) Mares

(Atherton, Chamberlain) 5-4, 4:4 (19:25) Jelitto (Doyle, Leisenring), 4:5 (22:15)

Noe (Ivan, Sacher), 5:5 (37:22) Leisenring (Hughes, Jelitto) 5-4, 6:5 (38:42)

Bagu (Leisenring, Hughes) 5-4, 6:6 (43:37) Mizzi (Corey, Anderson), 7:6 (53:56)

Atherton (Hughes, Jelitto) 6-5, 7:7 (58:37) Anderson (Mizzi, Stas) 6-5, 7:8 (64:35)

Vozar (Billich, Gorgenländer)

Strafminuten: Hannover 4 – Freiburg 16

Schiedsrichter:

Lenhart (Darmstadt)

Zuschauer:

3412

Manfred

Schneider


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DEL2 PlayOffs

Sonntag 19.03.2023
ESV Kaufbeuren Kaufbeuren
3 : 4
EC Bad Nauheim Bad Nauheim
Kassel Huskies Kassel
4 : 1
Lausitzer Füchse Weißwasser
Ravensburg Towerstars Ravensburg
2 : 4
EV Landshut Landshut
Krefeld Pinguine Krefeld
3 : 2
Dresdner Eislöwen Dresden
Dienstag 21.03.2023
Lausitzer Füchse Weißwasser
- : -
Kassel Huskies Kassel
EV Landshut Landshut
- : -
Ravensburg Towerstars Ravensburg
EC Bad Nauheim Bad Nauheim
- : -
ESV Kaufbeuren Kaufbeuren
Dresdner Eislöwen Dresden
- : -
Krefeld Pinguine Krefeld
Freitag 24.03.2023
Kassel Huskies Kassel
- : -
Lausitzer Füchse Weißwasser
ESV Kaufbeuren Kaufbeuren
- : -
EC Bad Nauheim Bad Nauheim
Krefeld Pinguine Krefeld
- : -
Dresdner Eislöwen Dresden
Ravensburg Towerstars Ravensburg
- : -
EV Landshut Landshut
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