Frankfurter Löwen holen siebten Heimsieg in Folge8:2-Erfolg gegen Rosenheim

Paul Gardner, Trainer der Löwen Frankfurt. (Foto: dpa)Paul Gardner, Trainer der Löwen Frankfurt. (Foto: dpa)
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Ein Spiel, das von Anfang an Spannung versprach. Die Starbulls Rosenheim, die am Freitagabend den Spitzenreiter Bietigheim geschlagen haben, kamen mit einer Menge Selbstvertrauen an den Ratsweg. Das erste Drittel begann und die Stimmung waren gut, da auch Rosenheim einige Fans mit nach Frankfurt brachte.

Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, die Frankfurter Löwen hätten am Freitag frei gehabt und mussten nicht eine erneute Derbyniederlage gegen den Rivalen EC Bad Nauheim hinnehmen. Sie wirkten frisch, sie wirkten mutig und wollten von Anfang an zeigen, wer der Herr im Haus ist. Auch diesmal gehörte die Anfangsphase nur den Löwen und die Starbulls Rosenheim wurden teilweise schwindelig gespielt. Bereits nach vier Minuten klingelte es im Tor der Rosenheimer, ganz zur Freude der Frankfurter Fans. Fanliebling Richie Mueller war es, der nach Vorarbeit von Patrick Jarrett dem Puck im Tor von Rosenheim unterbringen konnte. Die Löwen hielten den Druck aufrecht, phasenweise spielten sie sogar Tempo-Eishockey. Drei Minuten später schlug das Löwenherz erneut höher. Matt Pistilli, seit Wochen in guter Verfassung, konnte nach Vorarbeit von Nils Liesegang den Puck im langen Eck versenken (7.). Sich nun auf der Führung auszuruhen, gab es für die Löwen nicht, es wurde weiter munter nach vorne gespielt. Je länger das Drittel lief, umso besser kam Rosenheim ins Spiel, dennoch bekam man den Eindruck nicht los, dass sie kraftlos wirkten. Wer sollte ihnen dies auch verübeln, den Spitzenreiter schlägt man nun mal nicht ohne Kampf und Wille. Mit einer 2:0-Führung für die Löwen ging es in die erste Drittelpause.

Im zweiten Drittel sah man eine wie ausgewechselte Rosenheimer Mannschaft. Es schien, als hätte der Trainer Franz Steer die richtigen Worte gefunden. Doch die Großchance auf die 3:0-Führung hatten zunächst die Löwen, C.J. Stretch konnte den Puck aber nicht im Tor der Starbulls unterbringen. Wie man eine hundertprozentige Chance verwertet, zeigte dann Tyler Scofield wenige Sekunden später. Im Gegenzug konnte er den Puck durch den Schoner von Brett Jaeger ins Tor der Löwen befördern. Rosenheim war nun besser im Spiel, bekam mehr Spielanteile – doch die Löwen waren es, die mit einem Tor auf diese Drangphase antworten konnten. Mike Card konnte den Puck überlegt ins lange Eck an Timo Herden vorbei schieben. Nun waren es wieder die Löwen, die besser im Spiel waren. Eine Schrecksekunde gab es drei Minuten vor Ende des zweiten Drittels. Krys Kolanos knallte völlig ungebremst in den Löwen-Goalie Brett Jaeger, für den es danach nicht weiterging. Mit Verdacht auf Gehirnerschütterung wurde er in die Kabine gebracht, Florian Proske stand nun für die Löwen zwischen den Pfosten. Für Kolanos war das Spiel ebenfalls beendet, er kassierte eine Fünf-Minuten-Strafe mit anschließender Spieldauer. Bis zur Pausensirene passierte im zweiten Drittel nichts mehr.

16 Sekunden im letzten Drittel waren gespielt und erneut durften die Löwen jubeln. Matt Tomassoni rannte alleine auf Timo Herden zu und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Diese Chance ließ sich der Top-Verteidiger der Löwen nicht nehmen und nach ein paar schönen Täuschungen verwandelte er den fälligen Penalty sicher zum 4:1 für Frankfurt. Eine Minute später erklang die Tormusik der Löwen wiederholt durch die Eissporthalle am Ratsweg. Zunächst schoss Nils Liesegang, nachdem der Torhüter schon geschlagen war, den letzten Verteidiger auf der Linie an, von dort rutschte der Puck genau vor die Füße von Matt Pistilli, der keine Mühe mehr hatte, den Puck ins leere Tor zu schieben. Rosenheim durfte nun auch nochmal am Spielgeschehen teilnehmen. Ein Sonntagsschuss von Manuel Edfelder landete unhaltbar für Florian Proske im Torwinkel. Trotzdem war das Spiel bereits zum jetzigen Zeitpunkt für die Löwen entschieden. Rosenheim gab sich zwar nicht komplett auf, war aber nicht in der Lage, die weiteren Löwen-Tore durch die Breitkreuz-Brüder und Ricco Ratajczyk zum 6:2, 7:2 und 8:2 zu verhindern.

Die Frankfurter Löwen bleiben zu Hause eine Macht und sorgten für fröhliche Löwengesichter nach der Derbyniederlage am Freitag. Paul Gardner, Trainer der Löwen, war rundum zufrieden mit der Leistung seiner Jungs. Er betonte, dass sie über 60 Minuten hart gearbeitet und den Sieg deshalb verdient hätten. Starbulls-Trainer Franz Steer sah seine Mannschaft zwischenzeitlich nah am 2:2-Ausgleich und hatte indes Lob für seine sich aufopfernde junge Verteidigung übrig trotz der am Ende in seinen Augen zu hoch ausgefallenen Niederlage.

Felix Flüs

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