Frankfurt zwingt ESVK mit 5:3 in die KnieNiederlage in Hessen

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Zum zweiten Spiel nacheinander reiste Mike Muller mit seinem Team nach Hessen. Zu Gast war der ESVK am heutigen Abend bei den Löwen Frankfurt. Nachdem das Spiel bis zum Schluss vor den 3535 Zuschauer offen gehalten wurde, brachte ein Empty-Net-Tor schließlich die Entscheidung zu Gunsten der Frankfurter.

Beim Spiel musste Muller kurzfristig auf Josh Burnell verzichten und ebenso auf die Langzeitverletzten Mitch Versteeg und Michael Baindl. Aber auch die Gastgeber sind aktuell arg mit Verletzten gebeutelt, so dass Tim Kehler auf Nils Liesegang, Nick Mazzolini und Richard Mueller verzichten musste.

Trotzdem waren die Löwen immer noch klarer Favorit im Duell zwischen Main und Wertach. Nach anfänglichem Abtasten war es vor allem der Tabellenvierte, der sich immer mehr einem Torerfolg näherte. Lukas Laub startete eine Reihe guter Einschussmöglichkeiten der Hessen im ersten Drittel, doch sein Alleingang nach exakt 240 Sekunden war für den wieder im Kaufbeurer Tor befindlichen Stefan Vajs sichere Beute. In der Folge bissen sich die Löwen, vor allem Brine, Tomassoni und Sparre, ihre Zähne an Vajs' Fanghand aus. Ein Powerplay brachte dann die bis dahin beste Chance für die Gäste, doch St. Jacques' Querpass fälschte Schmidle über das Gehäuse Antti Ores ab. Dies sollte sich rächen, denn aus dieser Situation entstand im direkten Gegenzug der Führungstreffer der Hessen. Einen Zwei auf Eins Konter ließ sich Brett Breitkreuz nicht nehmen. Er traf zum 1:0 in Unterzahl. Das Momentum nun auf ihrer Seite ließ die Frankfurter einem weiteren Treffer immer näher kommen, doch sie machten ihre Rechnung ohne Daniel Oppolzer. Zwölf Sekunden vor der Pausensirene brachte „Oppi" den Puck aus einer eigentlich unmöglichen Position von der rechten Bandenseite im Tor unter. Somit ging es mit einem schmeichelhaften 1:1 in die Pause.

Dieser Spielstand hatte aber nicht einmal eine Minute bestand, denn es waren nur 41 Sekunden im Mitteldrittel gespielt, da nahm Clarke Breitkreuz einen Abpraller auf, umkurvte das Tor und verwertete zur erneuten Löwen-Führung. Erst zur Mitte des Drittels nahm die Partie dann wieder richtig an Fahrt auf und auch der ESVK zeigte sich dabei mehrmals gefährlich vor Ore, doch dieser blieb auch bei Menges Nachschuss Sieger, nachdem er zuerst den Schlagschuss von Schütz noch prallen ließ. Im Gegenzug traf dann Kris Sparre nur den Pfosten. Eine weitere Unterzahl überstanden die Gäste dann problemlos und kamen mit viel Schwung bei gleicher Spielerzahl wieder aufs Eis. Obwohl Kaufbeuren nun immer mehr Chancen hatte, war es letztlich erneut Clarke Breitkreuz, der sich nach Vorlage seines Bruders Brett im Slot durchsetzte und den Treffer zum 3:1 in der 36. Minute markierte. Mit zwei unnötigen Strafzeiten, eine zur Pausensirene, nahm sich der ESVK in der Folge eigentlich die Chance auf einen schnellen Anschluss.

Doch diese Rechnung machte erneut Oppolzer zunichte. Nur zehn Sekunden brauchte er, um nach einem kapitalen Fehler von Antti Ore in Unterzahl auf 3:2 zu verkürzen. Der finnische Schlussmann verletzte sich dabei sogar und Henning Schroth kam für ihn ins Spiel. Die Ereignisse überschlugen sich nun. Zuerst vergab Sparre gegen den eigentlich schon geschlagenen Vajs, bevor dann Clarke Breitkreuz erneut von seinem Bruder bedient wurde und seinen Alleingang durch die Füße von Vajs zum 4:2 in der 44. Minute abschloss. Erneut war die Kaufbeurer Defensive wie mehrmals im Spiel zu offensiv und ließ sich dadurch zu leicht in Bedrängnis bringen. Danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, welches jedoch an Härte zunahm.

In den Schlussminuten nahmen die Ereignisse dann wieder deutlich zu. Zuerst brachte St. Jacques seinen Schläger am langen Pfosten nicht mehr an den Puck, nachdem Woidtke den Pass statt einen Schlagschuss suchte. Besser machte dies dann Simon Schütz. Der Nachwuchsnationalspieler schloss einen Querpass von Fröhlich eiskalt gegen Schroths Laufrichtung in seinem letzten Spiel im ESVK-Trikot vor der WM ab. Das Tor 2:23 Minuten vor dem Ende war zugleich Anlass für eine Auszeit von Heimtrainer Tim Kehler. Kaufbeuren versuchte nun so schnell wie möglich den Vorteil eines sechsten Feldspielers zu nutzen, doch ausgerechnet in diesen Wechsel platzte ein Puckverlust und ein daraus resultierender Angriff der Löwen. Vajs' Rettungstat bewertete Schiedsrichter Steffen Klau nach Regel 173 iii), womit er den Löwen einen Penaltyschuss wegen absichtlichen Spielens mit zu vielen Spielern auf dem Eis in den letzten zwei Spielminuten zusprach. Sparres Versuch stellte dann aber für Vajs keine Herausforderung dar. Kaufbeuren versuchte nochmal alles, doch die Hausherren störten stets früh und unterbanden so den Gästen in der Zone in Aufstellung zu kommen. Die Folge war das 5:3 ins leere Tor durch Martens. Somit ging auch das zweite Duell in dieser Saison an die Hessen.

Tore: 1:0 (16.) Brett Breitkreuz (Felix Thomas – SH1); 1:1 (20.) Oppolzer (Fröhlich, Heider); 2:1 (21.) Clarke Breitkreuz (Vogl, Tomassoni); 3:1 (36.) Clarke Breitkreuz (Brett Breitkreuz, Brine), 3:2 (41.) Oppolzer (St. Jacques, Stein – SH1); 4:2 (44.) Clarke Breitkreuz (Brett Breitkreuz, Felix Thomas), 4:3 (58.) Schütz (Fröhlich, Schäffler), 5:3 (60.) Martens (Card, Brine – EN)

Aufstellung:

Vajs – Sertl

Baldwin – Woidtke
Bergmann – Schütz
Stein - Heider
Messing

Schmidle – St.Jacques – Menge
Elsner – Thomas – Schmidpeter
Fröhlich - Oppolzer – Schäffler
Lukes - Hadraschek - Pertl

Strafminuten: 12 – 16

Zuschauer: 3535

Schiedsrichter: Steffen Klau

Pressemitteilung ESV Kaufbeuren/Matthias Schmalholz

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