Frankfurt entscheidet enges Löwen-Duell gegen Bad Tölz für sich4:3-Erfolg für die Hessen vor über 4000 Zuschauern

Frankfurts Center Antti Kerälä im Duell mit dem Tölzer Torhüter Andreas Mechel. (Foto: dpa/picture alliance)Frankfurts Center Antti Kerälä im Duell mit dem Tölzer Torhüter Andreas Mechel. (Foto: dpa/picture alliance)
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So könnte die Zusammenfassung des DEL 2-Spiels der Frankfurter Löwen gegen die Tölzer Löwen in einem umkämpften Spiel lauten, nachdem die Tölzer Löwen den Frankfurter Löwen am Freitagabend vor mehr als 4000 Zuschauern am Ratsweg bis zum Ende alles abverlangten und doch 3:4 am Main verloren.

„Wir hatten zwischenzeitlich den Faden verloren und mit dem zweiten Gegentor ein viel zu leichtes Tor bekommen. Am Ende waren die drei Punkte sehr wichtig und darüber bin ich sehr glücklich. Wir hatten uns das zwar anders vorgestellt, aber Bad Tölz lag uns diese Saison kaum. Wir wussten auch, dass die Tölzer hartnäckig agieren können und entsprechend schwer haben wir uns getan. Vielleicht hätten wir da alle ein wenig mehr geben können. Am Ende zählt der Sieg“, resümiert Marius Erk, der durch Dan Spangs Pause in die erste Verteidiger-Reihe neben Max Faber rutschte und dabei ein solides Spiel lieferte. Was machte die drei Punkte also so wichtig? „Wir hatten das alle so im Hinterkopf, dass wir uns gegen Bad Tölz schwer getan haben in den Auswärtsspielen. Man sieht ja, wie eng es ist in der Tabelle – da sind die drei Punkte wichtig, egal gegen wen. Ausschlaggebend sind die Special Teams, bereiten uns dahingehend auf jeden Gegner vor. Zurzeit gelingt uns – und vor allem denen, die in den Special Teams spielen – genau das sehr gut.“

Ausblickend auf das Spitzenspiel am Sonntag in Ravensburg gibt sich Erk selbstbewusst. „Wir wollen das Spiel auf jeden Fall gewinnen. Es ist nicht einfach, in Ravensburg zu spielen; dass wir dort aber gewinnen können, haben wir im ersten Spiel dort gezeigt.“ Das erste Ziel scheint also Platz eins, obwohl doch die Play-offs maßgeblich sind. Mit Blick auf die Play-offs wirkte es bereits gestern so, als seien die Löwen eher darauf bedacht, systematischer zu agieren und sich so auf die Playoffs vorzubereiten: „Jeder mit gegen Saisonende besser. Die Trainer erwarten das auch von uns, den Schalter in den Play-offs umzulegen. Deswegen ist es gut, dass wir bereits jetzt so gradlinig spielen und uns daher in der Endrunde nicht groß umstellen müssen.“

Center Antti Kerälä wirkte im Statement nach dem Spiel nachdenklich, wählte seine Worte mit Bedacht: „Ich denke schon, dass wir genügend Chancen hatten, haben aber nicht getroffen. Bad Tölz andererseits hat es einfach gehalten und uns damit geärgert. Wir müssen in manchen Situationen einfacher spielen, uns manchmal schneller vom Puck trennen. Wir haben in Finnland viele Systeme, die ich gewohnt bin. Dort muss jeder seine Rolle ausfüllen. Ich spiele gerne einfach, was für mich eine gewisse Umstellung ist hier. Ich weiß aber, dass für mich noch Luft nach oben ist. Manchen guten Spielen folgten auch schwächere – mir fehlt es somit an Konstanz.“ Ausreden sucht Kerälä jedoch nicht; die gibt es auch Ende Februar nicht mehr – erst recht bei einem Blick auf die enge Tabelle.


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