Feodor Boiarchinov: „Wir können es noch besser!“Dresdner Eislöwen - Heilbronner Falken 5:1

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Tatsache, dass beide Mannschaften mit der #35 im Tor begannen und die #1 als Backup auf der Bank saß hätte man vielleicht als Omen für ein ausgeglichenes Spiel deuten können. Allerdings hatte man erst zu Beginn des letzten Drittels und auch nur da den Eindruck, dass die Gäste aus Heilbronn es wirklich wissen wollten. Die Dresdner waren von Beginn an die spielbestimmende und aktivere Mannschaft, was Falken-Trainer Igor Pavlov in der Pressekonferenz nach dem Spiel nur bestätigen konnte: „Ich kann Dresden nur zum verdienten Sieg gratulieren. Wir haben zu keiner Zeit eine Möglichkeit gefunden, angeschlagene Löwen zu besiegen.“ Und dem war so: Die Eislöwen gaben von Beginn an Vollgas, machten Druck und zwangen die Heilbronner zu Fehlern. Sie zeigten sich in vielen Bereichen stark verbessert: Dem Powerplay (zwei Treffer durch Kris Sparre und Feodor Boiarchinov), dem Zug zum Tor generell (drei weitere Tore durch Sven Ziegler, Steven Rupprich und nochmals Boiarchinov), aber auch im Defensiv- und Zweikampfverhalten. Die Unterländer hatten dem Spiel der Dresdner als stärkste Akteure nur ihre Torhüter entgegen zu setzen. Und beide, sowohl Philipp Lehr als auch ab der 29.Minute Florian Proske, bewahrten ihre Mannschaft vor einem noch größeren Rückstand. Proske wurde bei seinem ersten DEL2-Einsatz übrigens als bester Spieler seines Teams ausgezeichnet. Auf Seiten der Eislöwen war dies ebenso der Torhüter: Mathias Niederberger kam mittels Förderlizenz von Kooperationspartner Eisbären Berlin zum Einsatz und stand ebenfalls das erste Mal in der 2. Bundesliga zwischen den Pfosten. Dabei machte er (trotz einer Schrecksekunde) ein starkes Spiel, was auf die anderen Förderlizenzspieler (insbesondere Jonas Müller und Sven Ziegler) ebenso zutraf. Trotzdem war Trainer Thomas Popiesch nicht vollends zufrieden: „Die Entwicklung der Mannschaft wird noch dauern, Auch heute haben wir wieder hinten zu viel zugelassen und hatten auch Chancen gegen uns. Aber die Erleichterung war in der Kabine und im Umfeld deutlich spürbar.“

Für einen hätte es jedoch besser nicht laufen können: Feodor Boiarchinov hatte mit zwei Toren einen großen Anteil am Erfolg und konnte bei seinem Heimdebut so einen Einstand nach Maß feiern: „Ich freu mich so, dass wir gewonnen haben. Wir sind von der ersten bis zur letzten Sekunde als Mannschaft aufgetreten. Von der ersten bis zur vierten Reihe waren alle in super Form und haben Gas gegeben.“ Sein Trainer hatte schon im Vorfeld davon gesprochen, dass der Stürmer mit seiner Unbekümmertheit der Mannschaft würde helfen können und sah sich nach Spiel bestätigt: „Feo hat nicht so viele Negativerlebnisse im Kopf. Man hat deutlich gesehen, dass er mit seinem Einsatz und seiner Dynamik noch einmal Impulse gesetzt hat.“ Trotz aller Freude sieht auch der eben gelobte die Leistung seiner Mannschaft kritisch: „Wir haben gut gespielt, aber auch Fehler gemacht. Daran arbeiten wir. Wir können es noch besser!“ Aus Enttäuschung über seine Verletzung und den verpassten Saisonstart hat sich Boiarchinov übrigens einen „Frustbart“ wachsen lassen. Dieser sollte eigentlich nach dem ersten Sieg fallen. Jetzt ist er da nicht mehr so sicher:“Wer weiß, vielleicht bringt er ja auch Glück?“

1:0 (5:21) Kris Sparre (Stefan Chaput, Alex Trivellato) PP1; 2:0 (15:40) Feodor Boiarchinov (Jannik Woidtke); 3:0 (28:18) Sven Ziegler (Stefan Chaput, Kris Sparre); 3:1 (34:46) Conor ODonnell (Marvin Krüger, Dominik Tiffels); 4:1 (48:33) Feodor Boiarchinov (Arturs Kruminsch, Sami Kaartinen) PP1; 5:1 (54:34) Steven Rupprich (Carsten Gosdeck);
Schiedsrichter: Ulrich Hatz
Strafminuten: Dresdner Eislöwen 4 - Heilbronner Falken 8
Zuschauer: 1776


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