Fans zelebrieren Eishockeyparty in Rosenheim

Fans zelebrieren Eishockeyparty in RosenheimFans zelebrieren Eishockeyparty in Rosenheim
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Mit Blasmusik und Freibier wurden die aus der niedersächsischen Landeshauptstadt eingefahrenen Fans am Bahnhof von Starbulls-Anhängern in Empfang genommen. La Ola schwappte schon vor Spielbeginn durch das Rosenheimer Kathrein-Stadion. Ein Teppich von gefühlten 10.000 Stofftieren regnete nach dem ersten Tor der Hausherren auf die Eisfläche und wird Kindereinrichtungen der Stadt zugutekommen. Eine Spende in Höhe von € 2.500 konnte von den Starbulls an die Nachbarschaftshilfe Rosenheim e.V. aus einer Trikotaktion übergeben werden. Der Heiratsantrag einer heimischen Eishockey-Anhängerin wurde noch auf dem Eis angenommen, während Sylvia M. „dringend einen Liebhaber“ per SMS auf der Anzeigetafel suchte – keine Frage, die Veranstaltung war ein Gesamterlebnis für die ganze Familie und eine Hilfe für Bedürftige der Stadt.

Und das Spiel brachte Spannung, Dramatik und ein Ringen um die Vorherrschaft auf dem Eis: „Am Anfang waren wir nicht spritzig genug“, resümierte Bullen-Coach Franz Steer. Es brauchte einen gehörigen Anlauf, bis die Inn-Städter die Mauer der Niedersachsen in der neutralen Zone zu überwinden vermochten. Ebenso blieb das zahlreiche Überzahlspiel des immerhin zweitbesten Powerplay-Teams der Liga gegen die drittschlechteste Unterzahlmannschaft lange wirkungslos.
Aus kurzer Distanz gelang Michael Fröhlich die Führung der Gäste, die ihrer defensiven Kontertaktik zusätzlich in die Karten spielte. „Wir haben unser Powerplayspiel in der Pause verändert“, erklärte Steer später, warum es Patrick Asselin in typischer Torjägermanier am langen Pfosten gelang, den Ausgleich im 5-4-Powerplay zu markieren. Dennoch blieb das Überzahlspiel der Hausherren bei  insgesamt 10 solcher Situationen weitgehend wirkungslos, weil die Großstadt-Indianer sowohl taktisch, als insbesondere auch kämpferisch immer wieder einen Schläger oder Körperteil in den Schussweg der Oberbayern zu bringen vermochten.

Und wenn dieser aufopferungsvolle Kampf der Gäste Lücken ließ, vereitelte Thomas Ower im Indianer-Tor auch beste Chancen der Hausherren, was ihm ein Extralob seines Trainers Christian Künast einbrachte. Kurz nach seiner abgelaufener Strafzeit gelang Tobias Stolikowski im Konter die erneute Führung der Leine-Städter. Und drei Minuten nach der zweiten Pause hatte Fraser Clair  mittels von Michael Rohner verschuldeten Penalty die Chance, zum 1:3 zu erhöhen, doch Norm Maracle im Tor der Hausherren vereitelte die Vorentscheidung.

Stattdessen erhöhten die Oberbayern nun mehr und mehr den Druck auf das Gäste-Gehäuse, so dass der erneute Ausgleich durch Ryan Gaucher eine verdiente Folge war. Danach entsponn sich ein Spiel, nahezu ausnahmslos auf das Tor der Gäste, das zudem beste Torchancen aus dem Slot zur Folge hatte: Garten warf sich in einen Schuss von Gaucher, Marsall zielte zwei Minuten vor Schluss vorbei und Quirk traf nach schönem Pass von Asselin nur Ower.

In der Overtime dasselbe Bild: Gaucher scheiterte aus 2 Meter Entfernung erneut an Ower, im Gegenzug klärte Maracle gegen Clair und im erneuten Gegenzug scheiterte Peter Kathan zwei Meter vor Ower. So musste die Entscheidung im Penaltyschießen erfolgen: Während Quirk und Asselin souverän gegen Ower Sieger blieben, traf nur Markus Gleich für die Gäste. So war „der Sieg für Rosenheim letztlich ok“, wie Gäste –Coach Christian Künast analysierte und seinen Keeper Ower lobte, „der uns mit seinen Paraden mehrfach im Spiel gehalten hat.“ Allerdings gestand er auch ein Disziplin-Problem seiner Truppe ein, an der es zu arbeiten gelte – 4:32 Strafminuten gaben zu denken.

In Rosenheim endete damit ein Eishockey-Abend der besonderen Art, der letztlich nur Sieger hervor brachte, denn auch Künast empfand den einen Punkt als Gewinn. Die Eishockey-Party ging später, zusammen mit den Spielern, für die einheimischen Fans in der Stadt weiter – eine weihnachtliche Eishockeyparty in Rosenheim.

Tore: 0:1 (14.) Fröhlich (Gerbig), 1:1 (24.) Asselin (Auger, Quirk), 1:2 (37.) Stolikowski, 2:2 (50.) Gaucher (Stevens, Frank), 3:2 Asselin GWG

Strafen: Rosenheim 4, Hannover 22 + 10 für McDonough

HSR: Yazdi, LR: Böhmländer, Rohatsch

Zuschauer: 4.216

DEL2 Hauptrunde

Sonntag 15.09.2019
Löwen Frankfurt Frankfurt
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Heilbronner Falken Heilbronn
Eispiraten Crimmitschau Crimmitschau
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EHC Bayreuth Bayreuth
SC Bietigheim Steelers Bietigheim
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Kassel Huskies Kassel
Tölzer Löwen Bad Tölz
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Dresdner Eislöwen Dresden
EHC Freiburg Freiburg
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Ravensburg Towerstars Ravensburg
ESV Kaufbeuren Kaufbeuren
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EC Bad Nauheim Bad Nauheim
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