Falken: Viererpack-Revanche gelungen

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Es ist schon eine verrücktes Duell, das sich die Heilbronner Falken und die

Moskitos Essen liefern. Erstmals sind nun die Unterländer das Team, das in

der Gesamtwertung in Führung gegangen ist - und zum ersten Mal konnte ein

Team sein Heimspiel gewinnen. Über 3.000 Zuschauer in der Lavatec-Arena

wurden dabei aber wiederum durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt.

Nach

dem ersten Drittel machte sich allgemeines Kopfschütteln breit, zu deutlich

hatten die Westfalen trotz des Fehlens von Johansson und Lingemann die

Partie dominiert und verdient mit 3:1 geführt, ehe der HEC dann im zweiten

Drittel aufdrehte und binnen fünfeinhalb Minuten aus einem 1:3 ein 5:3

machte.

Das Spiel begann für die Gastgeber äußerst unglücklich: Schon nach 30

Sekunden zappelte der Puck im Netz des diesmal von Danny aus den Birken

gehüteten Tores. Die Abwehr war zu weit aufgerückt, Hubbauer kam frei zum

Schuss und traf zum 0:1. Heilbronn antwortete aber postwendend: Verteidiger

Wartenberg drückte einen Abpraller über die Linie - diesmal war Jochen

Reimer, ansonsten bei der DEG im Einsatz, geschlagen. Es folgten zwei

Strafen gegen die Falken binnen weniger Sekunden, Bartek zog ab und traf per

Schlagschuss zur erneuten Führung der Gäste. Zwar hatte Edwardson in einem

weiteren Unterzahlspiel noch eine Chance für Heilbronn, doch danach lief

nicht mehr viel zusammen. Die neu zusammengestellten Reihen wirkten oft noch

nicht harmonisch, während bei Essen die Scheibe besser lief und zunächst vor

allem auch die Special Teams besser funktionierten. So ging in der 15.

Minute nach einer weiteren Ungeschicklichkeit der Falken an des Gegners

blauer Linie Müller auf und davon und erhöhte in Unterzahl auf 1:3. Hätten

die Moskitos in ihrem anschließenden Powerplay die Chancen zum 1:4 genutzt,

wäre die Partie vielleicht frühzeitig gelaufen gewesen.

So aber fand der HEC im zweiten Drittel zurück ins Spiel. In der 24. Minute

bediente Mauer aus der Ecke Caudron, der zum enorm wichtigen 2:3

vollstreckte. Nun ging es Schlag auf Schlag: Essen war zwar sogar

phasenweise optisch überlegen und durchaus druckvoll, doch die Falken

machten aus jeder Gelegenheit ein Tor. Zunächst stocherte Caig den Puck zum

3:3-Ausgleich über die Linie, dann konnte Elich Reimer aus kurzer Distanz

bezwingen, ehe Caig dem ESC-Goalie die Sicht nahm und Petrozza eiskalt auf

5:3 erhöhte. Nun stand die Halle Kopf, eine derartige Entwicklung hätte kaum

einer für möglich gehalten. Essens Trainer Pasanen nahm anschließend eine

Auszeit, beorderte Reimer aber zurück in den Kasten. Heilbronn musste im

zweiten Drittel noch zwei Unterzahlsituationen überstehen und ging dann mit

einem Zwei-Tore-Vorsprung ins Schlussdrittel.

Hier schickte Schiedsrichter Sicorschi gleich zwei Essener auf die Strafbank

und Calce nutzte diese Schlüsselsituation zum 6:3, indem er einen Schlenzer

von Schutte abfälschte. Essen versuchte zwar, danach noch einmal ins Spiel

zurückzukommen, hatte auch zwei Überzahlspiele, aber war nun zu wenig

zwingend, während die Falken konzentrierter zu Werke gingen und nicht mehr

viel zuließen. So hatte es zwar auch am Montag in Spiel drei ausgesehen,

doch diesmal sollte das Eishockey-Wunder ausbleiben. Die Moskitos leisteten

sich in der Schlussphase weitere Strafen und brachten sich damit selbst um

die Chance, vielleicht doch noch mal zu verkürzen.

So blieb es am Ende beim 6:3 in einer Partie, die sich nahtlos ins bisherige

Bild dieser Serie einreiht, die am Sonntag um 16 Uhr am Westbahnhof ihre

Fortsetzung findet. (SB)

Heilbronner Falken - Moskitos Essen 6:3 (1:3, 4:0, 1:0)

Tore: 0:1 Hubbauer 1., 1:1 Wartenberg 2., 1:2 Bartek 5. 5-3, 1:3 Müller 15.

4-5, 2:3 Caudron 24., 3:3 Caig 26., 4:3 Elich 28., 5:3 Petrozza 30., 6:3

Calce 42. 5-3

Strafzeiten: Heilbronn 20, Essen 18; Schiedsrichter:

Sicorschi; Zuschauer: 3.024