Falken sind wieder da

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Die Heilbronner Falken zeigten sich nach dem Null-Punkte-Wochenende in allen

Belangen stark verbessert und präsentierten sich als völlig andere

Mannschaft. Am Ende stand ein verdienter 6:3-Erfolg über die Landshut

Cannibals, die zum ersten Mal in dieser Saison punktlos blieben.

Trainer Rico Rossi konnte Neuzugang Ian MacNeil erstmals aufbieten und ließ

den Kanadier gleich Doppelschichten in zwei Angriffsreihen fahren. In der

Abwehr debütierte Harlan Anderson nach seinem Daumenbruch - am Ende sollten

sich beide Neulinge in die Torschützenliste eintragen können. Christopher

Fischer war aus Mannheim dabei und teilte einige schöne Checks aus, und auch

im Angriff gab es ein "Debüt" - das von Mikhail Nemirovsky mit deutschem

Pass.

Im ersten Drittel waren die Gastgeber gegenüber dem letzten Wochenende kaum

wiederzuerkennen. Schnell, laufstark und mit hoher Intensität legte man los,

zeigte Zug zum Tor und dominierte in den ersten Minuten. Folgerichtig fiel

das 1:0 durch Edwardson aus spitzem Winkel. Auch danach stand EVL-Keeper

Cinibulk mehrfach im Mittelpunkt und Heilbronn hätte bei Gelegenheiten von

MacNeil, Mifsud oder Petrozza durchaus nachlegen können. So dauerte es bis

zur 13. Minute, ehe das erste Überzahlspiel der Partie für das 2:0 sorgte.

Mifsud zeigte Blueliner-Qualitäten, zog direkt ab und hämmerte die Scheibe

in die Maschen. Doch Landshut, das sich zunächst im Angriff eher

zurückgehalten hatte, zeigte sich am Ende effektiv. Einen Bilderbuchkonter

über mehrere Stationen schloss Kratoska zum 2:1 ab, und nur eine halbe

Minute später konnte Cottreau ebenfalls im ersten Überzahlspiel der

Cannibals abstauben und ausgleichen.

Doch das konnte die Falken an diesem Abend nicht beeindrucken, auch ins

zweite Drittel ging der HEC mit viel Schwung. Da auch Landshut durchaus

gefährlich blieb, sahen die Zuschauer eine muntere Partie auf gutem Niveau.

Bis die Fans der Gastgeber wieder jubeln durften, dauerte es bis zur 30.

Minute. EVL-Debütant Duncan und Bronilla saßen auf der Strafbank, als die

Falken an der blauen Linie Aaron Power suchten, der zunächst das Visier

richtig einstellen musste, aber dann doch flach ins lange Eck traf. Auch das

4:2 fiel in einer Special-Team-Situation. Diesmal waren die Unterländer in

Unterzahl, als Caudron Calce auflegte, der mit einem Shorthander erhöhte.

Die Falken mussten anschließend auch ein kurzes 3-gegen-5 überstehen,

retteten sich diesmal allerdings in die Drittelpause.

Im letzten Drittel ließ der HEC dann nichts mehr anbrennen. Früh legte

Schlager schön quer auf Anderson, der die Scheibe unter die Latte setzte.

Die Cannibals kamen zwar noch einmal heran, als Quinlan in Szene gesetzt

wurde und direkt zum 5:3 abzog. Aber nur drei Minuten später machten die

Falken alles klar. Wieder war es eine doppelte Überzahl, die zum Erfolg

führte: Ian MacNeil kam frei zum Schuss und traf bei seinem Debüt zum 6:3.

Danach ließen beide Teams weitere Powerplays erfolglos verstreichen, in

Gefahr geriet der Sieg des HEC nicht mehr.

Fazit: Die Falken meldeten sich eindrucksvoll zurück und zeigten, dass viel

mehr in der Mannschaft steckt, als letzte Woche gezeigt wurde. Ian MacNeil

konnte in seinem ersten Spiel überzeugen, traf gleich einmal ins Schwarze

und wurde zum Spieler des Abends gewählt. Jetzt gilt es, bei den arg

angeschlagenen Ravensburgern am Sonntag diese Leistung zu bestätigen. (SB)



Heilbronner Falken - Landshut Cannibals 6:3 (2:2, 2:0, 2:1)

Tore: 1:0 Edwardson 5., 2:0 Mifsud 13. 5-4, 2:1 Kratoska 19., 2:2 Cottreau

5-4, 3:2 Power 30. 5-3, 4:2 Calce 38. 4-5, 5:2 Anderson 43., 5:3 Quinlan

46., 6:3 MacNeil 49. 5-3

Strafminuten: Heilbronn 14, Landshut 20;

Schiedsrichter: Brill; Zuschauer: 1.154