Falken-Sieg nach Krimi on IceHeilbronner Falken

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Vor einigen Tagen war der EVL Landshut Eishockey zu Gast bei den Falken in Heilbronn. Bis zwei Minuten vor Ende führten die Unterländer, binnen 136 Sekunden entschwanden die Punkte und Landshut gewann seinerzeit.

Ähnlich lief es auch heute. In den ersten zwanzig Minuten bemerkte man keinen Leistungsunterschied, obwohl zwischen den beiden Teams viele Punkte in der Tabelle liegen. Kurz vor Ablauf des ersten Powerplays der Falken sah Alexander Ackermann den aufgerückten Verteidiger Thomas Gödtel. Mit einer satten Direktabnahme besorgte er die Führung der Falken. Nur 66 Sekunden später erhöhte Kevin Maginot mit einem schnellen Konter auf 2:0. Mit dieser verdienten Führung ging es in die erste Pause. Die Towerstars kamen besser aus der Kabine und versuchten schnell den Anschlusstreffer zu markieren. Vermehrt stand der junge Goalie Florian Proske im Fokus. Doch sämtliche Schüsse, die auf sein Tor kamen, konnte er in dieser Druckphase der Ravensburger entschärfen. In der 29. Minute hielt er zudem den Nachschuss, den Nachschuss vom Nachschuss und natürlich auch den dritten Nachschuss aus kürzester Distanz. Auch Radek Krestan konnte weder in der 31., noch in der 35. Minute Proske bezwingen. Maury Edwards stoppte die Bemühungen seiner Mannschaft, er musste für zwei Minuten in die Kühlbox. Er hatte Riley Armstrong unsanft bei dessen Alleingang gestoppt. Im fälligen Powerplay erhöhten die Falken durch den gefoulten Armstrong auf 3:0. Den ersten Schuss -Toulmin hatte von der blauen Linie abgezogen- konnte Christian Rohde nur abprallen lassen. Armstrong stand richtig und beförderte den Puck über die Linie.

Der Schlussabschnitt bot Spannung pur. Zunächst konnten die Gäste durch Alex Leavitt verkürzen (44.). Bis zur 52. Minuten waren die Käthchenstädter gut im Spiel und konnten die weiteren Angriffsbemühungen der Towerstars abwehren. Strafen gegen Dominik Tiffels (52.) und Dominik Bittner (54.) brachte den Towerstars nicht nur ein fast vierminütiges Überzahlspiel, sondern auch die Oberhand. Zwar konnten sie den personellen Vorteil nicht nutzen, doch sie gaben nicht auf und kamen durch Austin Smith in der 58. und der 59. zum Ausgleich. Die fällige Verlängerung brachte keine Entscheidung und so musste das Penaltyschießen entscheiden. Proske wehrte zwei Schüsse ab, Cameron und Legein trafen. Der Sieg war mit einiger Verspätung eingefahren. Die Falkenfans freuten sich, dass sich Geschichte nicht immer wiederholt, deja vu‘s manchmal auch eine andere Wendung nehmen.

Nach dem Spiel sagte Gerd Wittmann im Rahmen der Pressekonferenz: „Wir sind mitten in der Vorbereitung auf die Play Downs.“ Wahre Worte, geht es doch einzig und alleine um den Klassenerhalt. Eines ist gewiss im Unterland: Auf der Torhüterposition ist man gut besetzt. Heute spielte Florian Proske und Philip Lehr saß als Backup auf der Bank. Alex Scola nahm als überzähliger Ausländer auf der Tribüne Platz. Gerd Wittmann will nun experimentieren und hofft, zu den Play Downs die richtige Entscheidung zu treffen. Egal wer im Tor stehen wird, ein Rückhalt ist es gewiss.

Stimmen zum Spiel:

Thomas Gödtel (Heilbronner Falken) auf die Frage ob die Falken zwei Punkte gewonnen, oder einen verloren haben:

„Sicherlich haben wir einen Punkt her geschenkt, aber man muss auch sehen, dass Ravensburg besonders die letzten zehn Minuten sehr gut gespielt hat. Wir freuen uns über die zwei Punkte, die wir gegen eine sehr starke Mannschaft gewonnen haben. Dieses Spiel wird uns wieder mehr Selbstvertrauen geben.“

Daniel Naud (Trainer der Towerstars) im Rahmen der Pressekonferenz:

„Zunächst Glückwunsch an die Falken zum Sieg. Heilbronn hat sehr entschlossen und sehr diszipliniert gespielt, sie haben uns das Leben richtig schwer gemacht. Man hat gemerkt, dass Heilbronn heute unbedingt gewinnen wollte. Der Torhüter der Heilbronner hat heute den Unterschied gemacht. Ich bin stolz auf mein Team. Die Jungs haben bis zum Ende gekämpft. Wir sind froh, dass wir einen Punkt geholt haben.“

Gerd Wittmann (Trainer der Falken) im Rahmen der Pressekonferenz:

„Wir sind mitten in der Vorbereitung auf die Play Downs. Wir haben heute mehr mit dem Körper gespielt, mehr Tempo an den Tag gelegt und mehr Druck zum Tor aufgebaut. Das hat uns dann auch die Führung gebracht. Im zweiten Drittel wurde der Druck von Ravensburg erwartungsgemäß größer. Zum Ende hin haben wir nicht mehr eine 100 %ige Defensivarbeit abgeliefert und Ravensburg kam zum Ausgleich. Wir haben nach 60 Minuten einen Punkt geholt, in unserer Situation ist das nicht selbstverständlich.“

Tore: 1:0 Thomas Gödtel (Alexander Ackermann, Sachar Blank) PP – 2:0 Kevin Maginot (Dustin Cameron, Marcel Kurth) 3:0 Riley Armstrong (Grant Toulmin, Dustin Cameron) PP – 3:1 Alex Leavitt (Radek Krestan, Fabio Carciola) – 3:2 Austin Smith (Maury Edwards, Simon Sezemsky) sechster Feldspieler – 3:3 Austin Smith (Maury Edwards, Alex Leavitt) sechster Feldspieler – Penalty: Stefan Legein

Zuschauer: 1.658


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