Falken sichern mit 7:3 Platz zwei, aber Ryan MacDonald verletzt vom Eis

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Bei Heilbronn fiel weiterhin der am Ellbogen verletzte Bryan Marshall aus, auch Torsten Fendt wurde geschont. Ansonsten lief man in Bestbesetzung und mit Unterstützung der Jungadler Ackermann und Kurth auf, so dass wie bei Schwenningen vier Sturmreihen aufgeboten werden konnten. Den besseren Start erwischten die Gäste, bei denen nach nur acht Sekunden Hacker allein vor MacDonald auftauchte, aber knapp verzog. Danach war es eine schnelle Partie mit wenigen Unterbrechungen, in der bis zur 11. Minute die Defensivformationen die Lage weitgehend im Griff hatten, ehe bis zur Drittelsirene noch sechs Treffer fallen sollten. Beide Teams leisteten sich unnötige Puckverluste im eigenen Drittel, die von der anderen Seite prompt ausgenutzt wurden. Den Torreigen eröffnete Capraro, nachdem sich Adriano Carciola hinter dem gegnerischen Tor die Scheibe erkämpft hatte, Schwenningen fand eine gute Minute später die Antwort. Auch hier der Puckverlust in der eigenen Zone, Walker war zur Stelle und drückte die Scheibe über die Linie. Knapp zwei Minuten später nutzte Lemieux im Slot einen Abpraller zum 2:1 (14.), das Hooton nach einem kapitalen Fehlpass der Falken an der gegnerischen blauen Linie mit dem Ausgleich beantwortete (18.). Aber die Falken zeigten sich wieder unbeeindruckt, 32 Sekunden später war Martinovic erneut geschlagen, als Léveillé abstaubte. Und wieder sollte es nicht einmal 60 Sekunden dauern, bevor die Fans der Gastgeber erneut jubeln durften, als Calce von der Strafbank kam, allein auf den Wild-Wings-Keeper zulief und diesem keine Chance ließ (19.).

Auch im zweiten Drittel sollten die Zuschauer mit vielen Treffern verwöhnt werden. Schwenningen war noch keineswegs geschlagen und scheiterte durch Hofbauer mit einem Alleingang, den Ryan MacDonald noch parierte (23.). Kurz zuvor hatte sich der Falken-Keeper jedoch am Bein verletzt und behandelt werden müssen, nach 30 Minuten war dann aber Schluss für den Kanadier. Domenic Bartels musste in den Kasten und machte fortan ebenso eine gute Partie. Die machten auch weiterhin die Falken. In der 27. Minute leistete sich Schwenningen wieder einen Puckverlust vor der eigenen Tor, Steven Billich bediente Jungadler Marcel Kurth, der auf 5:2 erhöhte. Für das 6:2 sorgte Fabio Carciola mit einem Schlagschuss bei doppelter Überzahl (31.). Schwenningen kam zwar durch Hooton, der einen Schuss von Schmidt in Überzahl entscheidend abfälschte, noch einmal heran (36.), doch auch auf das dritte Tor der Schwaben fanden die Unterländer postwendend die Antwort: Chris Billich erhöhte auf 7:3.

Damit sollte auch der letzte Treffer gefallen sein. Im letzten Drittel waren die Falken in der Offensive nicht mehr so konsequent, während Schwenningen seine besten Chancen früh in Unterzahl hatte, aber vergab. Die Abwehr der Gastgeber stand zwar nicht immer sattelfest, ließ aber nichts Entscheidendes mehr zu, so dass der Sieg nicht mehr in Gefahr geriet. Nur noch zwei kleinere Schlägereien gegen Ende der Partie sorgten für Aufregung.

Unterm Strich steht ein deutlicher 7:3-Sieg des HEC, der nach Spielanteilen sicher etwas zu hoch ausfiel. Die Falken präsentierten sich vor des Gegners Tor eiskalt und nutzten die zahlreichen Fehler der Gäste aus. Auffällig die Ausgeglichenheit im Team: Sieben verschiedene Torschützen, kein Spieler erzielte mehr als zwei Scorerpunkte und nur zwei Spieler (Baum und Krull) blieben ohne Punkt, von den beiden Keepern abgesehen. Getrübt wird die Freude über den Sieg und den damit gesicherten Platz zwei in der Hauptrunde durch die Verletzung von Ryan MacDonald, der morgen genauer untersucht wird. Näheres war nach dem Spiel noch nicht bekannt.

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