Falken: Nicht jedes Derby kann man gewinnen

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Im dritten Derby gegen die Bietigheim Steelers mussten die Heilbronner

Falken ihre erste Niederlage hinnehmen. Am Ende hieß es 2:1 zugunsten des

Tabellenführers, der in diesem Duell seiner Favoritenrolle gerecht wurde und

dank einer sehr soliden Defensive das Spiel für sich entscheiden konnte.

Die Gastgeber traten in derselben Aufstellung wie am Freitag an, mussten

also weiterhin auf MacNeil, den langzeitverletzten Igor Filobok, Brückner

(U20) und Hackert (Mannheim) verzichten, dafür stürmten wieder die Jungadler

Plachta und El-Sayed, die sogar in den Special Teams zum Einsatz kamen.

Bietigheim konnte auf seinen vollen Kader zurückgreifen.



Es war im ersten Drittel eine überdurchschnittliche Partie, die den 3.674

Zuschauern in der Lavatec Arena geboten wurde. Die Falken zeigten ein gutes

erstes Überzahlspiel und hatten Chancen durch Edwardson und Caudron, aber

Morczinietz im Steelers-Tor konnte ebenso parieren wie auf der Gegenseite

Mastic gegen Heilman. Wenig später nutzten dann aber die Gäste ihr zweites

Powerplay durch Andress zur Führung. Der Kanadier überwand Mastic mit einem

verdeckten Schlagschuss. In einem optisch ausgeglichenen Spiel stand die

Bietigheimer Defensive in der Folgezeit sehr gut und ließ bis Drittelende

kaum noch Gelegenheiten der Unterländer zu.



Die Mannen aus dem Ellental kamen dann auch mit viel Schwung aus der

Drittelpause und machten mächtig Druck. Fast schon folgerichtig fiel nach

knapp vier Minuten das 0:2, als Degn die Scheibe aus kurzer Distanz über die

Linie drückte. Heilbronn tat sich anschließend weiterhin schwer, das Gehäuse

von Morczinietz ernsthaft in Gefahr zu bringen, so dass das Spiel etwas

abflaute. Die erste gute Möglichkeit im zweiten Durchgang vergab nach einem

schönen Spielzug Schietzold nach 30 Minuten. Auch Calce hatte den

Anschlusstreffer auf dem Schläger (37.), ehe der HEC wieder einmal über eine

Minute bei doppelter Überzahl die große Chance zum 1:2 hatte. Aber wie schon

in den letzten Partien fehlte die Effektivität im Powerplay, Morczinietz im

Steelers-Tor stand immer richtig und verhinderte eine Ergebnisverbesserung

zugunsten der Gastgeber.



Auch im letzten Drittel hatte man zunächst nicht den Eindruck, dass sich der

Tabellenführer den Sieg noch nehmen lassen würde. Die Falken zwar bemüht,

aber zu selten mit dem direkten Weg zum Tor, so dass die wirklich brenzligen

Situationen für Morczinietz Mangelware blieben. Erst gegen Mitte des

Drittels konnten die Falken über einige Minuten Druck aufbauen, aber selbst

bei einer "Hundertprozentigen" von Petrozza fand die Scheibe nicht den Weg

über die Linie, sondern an den Pfosten. Als dann das Spiel beim Stand von

0:2 in die Schlussphase ging, schien der Sieg des SCB nicht mehr in Gefahr

zu geraten, ehe ein Schlagschuss von Schietzold anderthalb Minuten vor dem

Ende doch noch den Weg in die Maschen fand. Für eine echte Schlussoffensive

war das aber zu spät, die Gäste schaukelten die Führung über die Zeit und

sicherten sich letztlich nicht unverdient die drei Punkte. (SB)



Heilbronner Falken - SC Bietigheim Steelers 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)


Tore: 0:1 Schmidt 10. 5-4, 0:2 Degn 24., 1:2 Schietzold 59.



Schiedsrichter:

Kämpfer (Schweiz); Strafminuten: Heilbronn 8, Bietigheim 10; Zuschauer:

3.674

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