Falken mit viel Mühe gegen Crimmitschau

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Gegen das Schlusslicht aus Crimmitschau hatten die Heilbronner Falken lange

zu kämpfen, ehe sie einen am Ende etwas glücklichen 4:2-Erfolg eingefahren

hatten. Gerade im ersten Drittel hatten die Sachsen viele gute Torchancen,

verpassten es aber, diese auch zu nutzen. Dann waren es die "üblichen

Verdächtigen" auf Seiten des HEC, die das Spiel entschieden.

Heilbronn konnte erstmals mit Philipp Schlager antreten, dessen

Muskelfaserriss ausgeheilt war. Er spielte an der Seite von Edwardson und

Petrozza und brachte spürbar Schwung in diese Reihe. Dafür blieb der

grippegeschwächte Firsanov draußen. In den ersten zehn Minuten war es eine

ausgeglichene Partie, in der das seit sieben Spielen sieglose Crimmitschau

beweisen wollte, dass dies alles andere als eine klare Sache geben würde.

Mit der ersten Strafe gegen die Falken begannen dann etwa zehn Minuten, in

der die Gastgeber auch einiges an Glück hatten, nicht in Rückstand zu

geraten. Die erste Großchance vergab Reinke in der 9. Minute, als er am

wiederum tadellosen aus den Birken scheiterte. Auch in der Folgezeit musste

der HEC-Goalie mehrmals Kopf und Kragen riskieren, um das 0:1 zu verhinden.

Hier zeigte sich deutlich die Abschlussschwäche der Gäste, die sich später

rächen sollte. Der HEC hatte am ehesten Chancen bei schnellen Angriffen aus

dem eigenen Drittel, so scheiterte Caudron (12.) ebenso wie Baum und

Edwardson (Break 17.) oder Calce (20.) an ETC-Keeper Martinovic. Etwas

glücklich für Heilbronn ging es torlos in die Kabinen.

Im zweiten Drittel war es dann aber früh passiert. Ein Fehler im Spielaufbau

gefolgt von nicht gerade geschicktem Abwehrverhalten führte zum 0:1 durch

Stähle (23.). Zwei Minuten später hatte Vollmer bei einem Konter die

Riesenchance zu 0:2, aber vergab. Etwas aus dem Nichts dann in der 30.

Minute der Ausgleich: Wieder einmal war es eine starke Einzelaktion von J.F.

Caudron, der sich über die linke Seite durchsetzte und den Puck zum 1:1 ins

lange Eck hämmerte. Es folgten gute Chancen auf beiden Seiten (Grosch und im

Gegenzug Schlager, 33.), dann sollte ein Powerplay der Gastgeber für die

Führung sorgen. Eine tolle Kombination schloss Calce nach Vorarbeit von

Caudron zum 2:1 ab, was gleichzeitig den Pausenstand bedeutete.

Im Schlussdrittel war es weiterhin keine gute Partie, die den Falken ihren

Fans boten, doch diesmal präsentierte man sich als die cleverere Mannschaft

und ließ trotz anfänglicher Drangphase der Gäste keinen Treffer zu. In der

49. Minute bediente Petrozza Debütant Schlager, der aus kurzer Distanz den

Puck unter die Latte setzte. Nach dem 3:1 war es in der 54. Minute Schutte,

der mit einem präzisen Schlenzer zum 4:1 alles klar machte. Dennoch hätte es

noch einmal spannend werden können, als Hill den Puck in Überzahl

leichtfertig an Dolyny verlor und dieser sein Break zum 4:2 abschloss. Wäre

Heine wenig später immer noch in Unterzahl nicht frei stehend an aus den

Birken gescheitert - es hätte noch einmal eine heiße Schlussphase gegeben.

So rettete Heilbronn den Vorsprung über die Zeit und darf sich nach einem

durchwachsenen Auftritt immerhin über die drei Punkte freuen, während für

Crimmitschau bei besserer Chancenverwertung mehr drin gewesen wäre. (SB)

Heilbronner Falken - Eispiraten Crimmitschau 4:2 (0:0, 2:1, 2:1)

Tore: 0:1 Stähle 23., 1:1 Caudron 30., 2:1 Calce 34. 5-4, 3:1 Schlager 49.,

4:1 Schutte 55., 4:2 Dolyny 57. 4-5

Strafminuten: Heilbronn 14 + 10,

Crimmitschau 14
Schiedsrichter: A. Aumüller
Zuschauer: 1.662