Falken im vierten Derby nicht in Playoff-Form

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Nach drei Derbysiegen wurde es im vorletzten Hauptrundenspiel nichts mit dem

"Sweep" der Falken über die Steelers. In einem Derby, in dem über weite

Strecken allein der Kampf das Spiel beherrschte, gewannen die Gastgeber

gegen eine uninspirierte Falken-Mannschaft verdient mit 2:1.

Auf Seiten der Unterländer wurde Michael Schutte geschont, André Schietzold

lief für die DEG auf. Ansonsten war der HEC in Bestbesetzung. Dennoch fand

man von Beginn an nicht so richtig ins Spiel. Bietigheim dominierte die

Anfangsphase und hätte frühzeitig durch Jacques in Führung gehen können.

Auch im anschließenden Powerplay waren die Steelers gefährlich und Rohde im

Falken-Tor stand einige Male im Blickpunkt. Auf der Gegenseite war es Elich,

der für die erste Chance von Heilbronn sorgte. Der HEC fand anschließend

etwas besser in eine zerfahrene Partie, in der echte Höhepunkte rar gesät

waren. Einer davon war das 0:1 in der 9. Minute, als nach einem Bullygewinn

von Samendinger im gegnerischen Drittel Kohl abzog und der Puck sich den Weg

in die Maschen bahnte. Zwei weitere Unterzahlspiele konnten die Falken im

ersten Drittel überstehen, hatten dabei auch etwas Glück, als Schweiger eine

klare Chance ausließ. Nach vorne tat der HEC dagegen zu wenig.

Das änderte sich auch im zweiten Drittel nicht. Bietigheim ging mit größerem

Engagement zu Werke und hätte schon bei einer 2-gegen-1-Situation nach 25

Minuten durch Hagelberg und Washburn den Ausgleich machen können, aber Rohde

rettete glänzend. Drei Minuten später war er dann aber geschlagen, als Caig

nach einem eigenen Abspielfehler eine unnötige Strafzeit nahm und Kelly in

Überzahl einen Abpraller zum 1:1 verwertete. In der 33. Minute ergab sich

für Heilbronn die große Chance, bei anderthalb Minuten 5-gegen-3 wieder in

Führung zu gehen, doch Bietigheim konnte sich immer wieder befreien und ein

gefährlicher Abschluss kam nicht zustande. Gegen Ende des Drittels kassierte

man dann selbst wieder einige Strafen, die im letzten Drittel dann für die

Entscheidung sorgen sollten.

30 Sekunden waren im Schlussabschnitt gespielt, als Kelly mit einem

Schlagschuss bei 5-gegen-3 die Steelers in Führung brachte. Auch in der

Folgezeit gab es einige Möglichkeiten der Gastgeber in Überzahl, die dem 3:1

nun näher waren als Heilbronn dem Ausgleich. Erst im Laufe des

Schlussdrittels konnten die Falken sich langsam eine Überlegenheit

erspielen, doch vorne blieb vieles Stückwerk, nur selten geriet das Tor von

Koslow wirklich in Gefahr. Auch in der Schlussphase konnte man das Spiel

dann nicht mehr drehen, musste vielmehr erneut einige Zeit in Unterzahl

überstehen. Hier hatte Caudron bei einem Alleingang sogar noch die beste

Chance zum Ausgleich.

Letztlich blieb es aber beim knappen, aber verdienten 2:1 der Steelers, die

kämpferisch überzeugten, aber spielerisch ebenso vieles schuldig blieben,

über eine Falken-Mannschaft, bei der sehr wenig zusammenlief, die zu viele

Strafzeiten kassierte und viel zu spät aufwachte, um im Ellental erfolgreich

zu sein. Dennoch stehen die Chancen auf Platz drei nach wie vor gut, da

Schwenningen in München verlor. Mit einem Sieg über die Lausitzer Füchse am

Sonntag können die Falken Platz drei klar machen. (SB)

SC Bietigheim Steelers - Heilbronner Falken 2:1 (0:1, 1:0, 1:0)

Tore: 0:1 Kohl 9., 1:1 Kelly 29. 5-4, 2:1 Kelly 41. 5-3; Strafminuten:

Bietigheim 10, Heilbronn 22 + 10 (Edwardson)

Schiedsrichter: R. Aumüller;

Zuschauer: 3.015

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