Falken gehen mit Niederlage in die LänderspielpauseMit 1:4 gegen den SC Riessersee verloren

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Am Sonntag unterlagen die Falken den Gästen vom SC Riessersee mit 1:4 (0:2, 0:1, 1:1). Somit gehen die Falken mit lediglich sechs Punkten in die Deutschland-Cup-Pause.

Nach dem ersten Saison-Dreier beim Aufsteiger aus Freiburg erwarteten die 1.568 Zuschauer gewiss mehr, als sie zu sehen bekamen. Müde wirkten die Falken. Sicherlich steckte eine 24-Stunden-Reise zu den Fischtown Pinguins in den Beinen, doch rechtfertigt dies sicherlich nicht die Umstände für diese Niederlage. Abermals mussten die Falken einem Rückstand hinterherlaufen. Bereits nach 4:18 Minuten führten die Garmischer durch einen Treffer von Topscorer Mattias Beck. Danach hatte zwar Conor Morrison eine Doppelchance, jedoch gelang das zweite Tor wiederum den Gästen. Louke Oakley traf zum 0:2 (12.). Besonders im Powerplay waren die Falken zu harmlos. In 57 Sekunden doppelter Überzahl fand nur ein Schuss den Weg zu dem von Jochen Vollmer gehütete Tor der Werdenfelser. Schlecht verlief die 24. Minute für Gäste-Verteidiger Christian Hummer. Bei einem unglücklichen Zusammenprall verletzte er sich am Knie und wurde noch während des Spiels ins Krankenhaus gebracht. Wie der SC Riessersee über seine Homepage mitteilte, konnte Hummer gemeinsam mit der Mannschaft die Heimreise antreten. Bei einer genauen Untersuchung wurde am Montag „nur“ eine starke Prellung diagnostiziert. Unbeeindruckt davon erhöhte Jesse Schultz im Powerplay kurz vor Ende des zweiten Drittels auf 0:3.

Den Schlussabschnitt begannen die Falken in Überzahl. Erneut war es Thomas Gödtel, der den Puck per Schlagschuss zum Tor brachte. Auch hier fand er in Torhüter Jochen Vollmer seinen Meister. Zwar konnten die Falken durch Matthias Forster (52.) auf 1:3 verkürzen, doch die weiteren Aktionen war nicht zwingend genug, um den Anschlusstreffer zu markieren. Mark Heatley traf in der 57. Minute zum Endstand von 1:4.

Der Blick auf die Statistik zeigt ein vermeintlich ausgeglichenes Spiel. Beide Teams gewannen 29 Bullys, beide Teams gaben 39 Schüsse auf das gegnerische Tor ab. Unter Strich steht jedoch eine neuerliche Niederlage der Falken. Die wichtigen Bullys, besonders die offensiven, wurden zum Ende des Spiels verloren. Statt einem schnellen Torabschluss mussten die Falken sich erst mühsam die Scheibe zurückerobern. Aus lediglich 39 Schüssen ein Tor zu erzielen zeigt die Harmlosigkeit der Falken-Offensive. Neben dem Tor war der Schuss von Azzi Baazzi an die Maske von Vollmer die gefährlichste Aktion. Während die Gäste aus drei Powerplays zwei Tore machten, trafen die Falken bei sechs Überzahlsituation -57 Sekunden sogar in doppelter Überzahl- nicht einmal. Beim vorherigen Spiel in Bremerhaven erzielte sie zwei Überzahltreffer bei ebenso sechs Möglichkeiten.

Den Falken zu attestieren, dass sie generell schlecht, generell nicht ligatauglich sind, wäre falsch. Ihr Handwerk verstehen die Spieler. Sie können gut verteidigen, sie können offensiv Akzente setzen und aus wenigen Chancen Tore machen. Sie können in Unterzahl ihr Tor sauber halten und in Überzahl treffen. Das größte Manko scheint zu sein, dass sie dieses nicht in einem Spiel zusammenbringen. Siege einzufahren ist so nahezu unmöglich. Wie aber geht es weiter? In einer örtlichen Tageszeitung schloss Manager Atilla Eren einen Trainerwechsel und die Trennung von Spielern aus. Möglich scheinen hingegen punktuelle Verstärkungen. Diese müssen dann allerdings auch voll einschlagen und vom Verletzungspech verschont bleiben. Die Falken abschreiben und den Abstieg als fixiert hinzustellen, wäre der falsche Weg. Von vielen Siegen und der Teilnahme an den Pre-Play-Offs zu träumen, wahrscheinlich ebenso. Nun haben die Verantwortlichen, die Mannschaft und der Trainer zwei Wochen:Zeit vieles zu hinterfragen und an den richtigen Schrauben zu drehen. Mit dem nächsten Heimspiel am 13.11. gegen die Ravensburg Towerstars haben die Falken die Möglichkeit, den Reset-Knopf zu drücken.

Tore:

0:1 | 5. | Beck (Schultz, Fischer)

0:2 | 12. | Oakley (Rimbeck, Hummer)

0:3 | 38. | Schultz (Johansson, Eichinger) - PP

1:3 | 51. | Forster (Gelke, Baazzi)

1:4 | 57. | Heatley (F. Vollmer, Eichinger) - PP

Strafen:

Heilbronner Falken: 6 Minuten | SC Riessersee: 12 Minuten

Schiedsrichter:

Michael Klein

Zuschauer:

1.568

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ESV Kaufbeuren Kaufbeuren
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Ravensburg Towerstars Ravensburg
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Tölzer Löwen Bad Tölz
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EHC Freiburg Freiburg
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Lausitzer Füchse Weißwasser
Selber Wölfe Selb
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Bayreuth Tigers Bayreuth
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