Falken: Es gibt solche Tage...

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Favoritenrolle scheint den Falken nicht gut zu tun - das erste Mal in

dieser Saison ging Heilbronn als Favorit in die Partie gegen den bisherigen

sieglosen Tabellenletzten vom SC Riessersee, prompt zeigte man die

schwächste Saisonleistung und unterlag verdient mit 2:6.

Es war ein Abend, an dem von Beginn an wenig zusammenlief. Die ersten zehn

Minuten der beiden Aufsteiger erinnerten stark an ein zerfahrenes

Oberligaspiel, in dem ein genialer Moment für die Führung der Gastgeber

sorgte. Schutte spielte aus dem eigenen Drittel den langen Pass auf Caudron,

weiter auf Calce, zurück zum Kapitän, der McArthur im SCR-Tor elegant

aussteigen ließ und das 1:0 erzielte. Eine Strafe gegen den debütierenden

Ankert und eine weitere - fragwürdige - gegen Calce sorgten für doppelte

Unterzahl, die die Gäste durch Lindmark und Magowan binnen 16 Sekunden zu

zwei Treffern nutzten. Nur drei Minuten später der nächste Rückschlag für

den HEC, als Mayr Goalie aus den Birken aus spitzem Winkel kalt erwischte.

Die folgenden fünf Minuten sollten letztlich das Spiel entscheiden. Vier

Garmischer Akteure wanderten in Folge auf die Strafbank, das Heilbronner

Powerplay lief zwar phasenweise ganz ordentlich, doch im Abschluss wollte

einfach nichts gelingen. Entweder kam der entscheidende Pass nicht an, oder

der Stürmer in Schussposition verzog, oder der starke Gästekeeper war zur

Stelle. So ging es mit 1:3 in die Kabinen.

Auch im Mitteldrittel setzte sich der Spielverlauf nahtlos fort. Riessersee

präsentierte sich keineswegs als Übermannschaft, aber nutzte die sich

bietenden Chancen eiskalt aus. Die Special Teams des SCR waren der Schlüssel

zum Sieg, denn auch in der 24. Minute war es eine Überzahlsituation, die die

Gäste durch Bigam zum 1:4 nutzten. Heilbronn zeigte sich zwar bemüht, doch

u.a. Caudron und Firsanov scheiterten frei stehend. Schließlich war es in

der 39. Minute Paderhuber, der bei einem weiteren Powerplay Riessersee per

Schlagschuss auf 1:5 erhöhen ließ.

Im Schlussdrittel plätscherte die entschiedene Partie so vor sich hin, bis

Filobok und Völk unglücklich kollidierten. Der Verteidiger der Gäste musste

verletzt vom Eis und zog sich nach ersten Diagnosen nur einen Pferdekuss zu,

während Filobok wegen eines Kniechecks unter die Dusche geschickt wurde.

Warum Schiedsrichter Heffler, der direkt daneben stand, zunächst

weiterlaufen ließ und dann nach Beratung mit seinen Linesmen doch eine

Strafe gab, bleibt dabei Rätsel. Das darauf folgende 1:6 durch Lindmark und

das zweite Tor des HEC durch Edwardson waren dann nur noch Ergebniskosmetik.

Insgesamt erinnerte die Partie an das 4:5 und 2:8 in den letzten Heimspielen

gegen den SCR in der Oberliga. Die Falken gingen zwar in Führung, spielten

aber von Beginn an nicht gut und wurden dann in Unterzahl überrascht. Hier

zeigten sich die Gäste höchst effektiv, fünf der sechs Treffer fielen im

Powerplay. Bei Heilbronn dagegen wurden alle sechs Überzahlsituationen nicht

zu Toren ausgenutzt. Damit ist der HEC wieder auf dem Boden der Tatsachen

angelangt und muss am Sonntag in Weißwasser wieder an die besseren

Leistungen des letzten Wochenendes anknüpfen.

Heilbronner Falken - SC Riessersee 2:6 (1:3, 0:2, 1:1)

Tore:

1:0 Caudron 6., 1:1 Lindmark 12. 5-3, 1:2 Magowan 13. 5-4, 1:3 Mayr

16., 1:4 Bigam 24. 5-4, 1:5 Paderhuber 39. 4-3, 1:6 Lindmark 52. 5-4, 2:6

Edwardson 54.

Strafminuten: Heilbronn 23 + 20 (Filobok), Riessersee 14

Schiedsrichter: Heffler

Zuschauer: 1.804