Falken: Der Abschluss ist das große Manko

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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In einer engen Partie unterlagen die Heilbronner Falken am Ende etwas

unglücklich gegen die EVR Tower Stars nach Penaltyschießen mit 1:2. Wieder

einmal wäre für die Jungs von Rico Rossi viel mehr drin gewesen, hätte man

mehr als eine der durchaus vorhandenen Torchancen genutzt, doch immer wieder

scheiterte man an der fehlenden eigenen Cleverness und dem stark haltenden

Gästekeeper Leo Conti.

Die Gastgeber traten mit elf Stürmern und neun Verteidigern an, von denen

bis auf Ackermann alle Eiszeit erhielten. Ein durchaus gelungenes Debüt

zeigte der Kölner Förderlizenzspieler Sören Sturm, der anfangs in der Abwehr

und im zweiten Drittel im Angriff spielte. Den leider nur 1.660 Zuschauern

bot sich keine hochklassige, aber eine stets spannende Partie, in der

Heilbronn insgesamt mehr vom Spiel hatte, ohne spielerisch zu glänzen. Beide

Abwehrreihen hatten das Geschehen zunächst weitgehend im Griff, Richards

(5.) und Mauer (6.) vergaben die ersten guten Chancen. Ravensburgs Blank

erhielt nach sieben Minuten wegen eines Fouls mit Verletzungsfolge eine

große Strafe aufgebrummt, die die Falken zum 1:0 ausnutzten. Im Powerplay

spielten Calce und Caudron Mauer frei, der aus kurzer Distanz nur noch

einzuschieben brauchte. Auch in der Folgezeit war Heilbronn die überlegene

Mannschaft, während von Ravensburg in der Offensive herzlich wenig kam.

Das zweite Drittel begann mit einem Aufreger, als gegen Frank Petrozza nach

einem Check gegen Kaufmann von Schiedsrichter Jablukov nach Beratung mit

seinen Linesmen wegen eines Checks gegen den Kopf mit Verletzungsfolge eine

Matchstrafe ausgesprochen wurde. Diese umstrittene Strafzeit konnte der EVR

nicht zum Ausgleich nutzen, doch den Ausfall des Routiniers konnte Heilbronn

nur schwer kompensieren. Sturm nahm seine Position ein, die Unsicherheiten

in der Abwehr häuften sich. Außerdem zog Ex-Falke Kaufmann den Zorn der

einheimischen Fans zu, als er wenig später wieder mitspielte. Zunächst

scheiterte Dolezal noch an aus den Birken (27.), dann leistete sich der auch

ansonsten schwache Hill gleich zwei Fehler. Er verlor die Scheibe im

Aufbauspiel und war dann nicht mehr am Mann, als Vogt den Puck nach Querpass

zum 1:1-Ausgleich versenkte. In der Folgezeit zeigten beide Teams Schwächen

in der Hintermannschaft, die Mehrzahl der Gelegenheiten hatte der HEC, wobei

Caudron die beste exakt mit der Schlusssirene vergab.

Nach zwei doch recht zerfahrenen Dritteln wurde das Spiel in den letzten 20

Minuten besser, die Partie stand auf des Messers Schneide und beide Teams

hatten Chancen zur Führung. Die besseren hatten dabei wiederum die

Unterländer, bei denen Mauer nach 49 Minuten Pech hatte und an der Latte

scheiterte. Auch in den Schlussminuten hätte der HEC alles klar machen

können, doch weder Edwardson (57.) noch Mauer (57.) oder Caudron (60.)

brachten den Puck am starken Conti vorbei im Tor unter.

In der Overtime passierte dann nicht mehr allzu viel, so dass das

Penaltyschießen entscheiden musste. Hier zeigten sich bei Ravensburg

Stillman und Kaufmann treffsicher, während bei Heilbronn Caudron und

Samendinger vergaben. Der EVR sicherte sich damit etwas glücklich den

Zusatzpunkt, während Heilbronn seinen vergebenen Chancen nachtrauern muss.

(SB)

Heilbronner Falken - EVR Tower Stars 1:2 n.P. (1:0, 0:1, 0:0, 0:1)

Tore: 1:0 Mauer 10. 5-4, 1:1 Vogt 29., 1:2 Kaufmann 65. Penalty

Strafminuten: Heilbronn 9 + 30, Ravensburg 17 + 20
Schiedsrichter:

Jablukov
Zuschauer: 1.660