EVL erzwingt siebentes Spiel!Landshut - Ravensburg 3:1

Lesedauer: ca. 3 Minuten

„So schnell kann es gehen“, lautete das erste Statement von Towerstars Coach Petri Kujala nach dem Spiel auf der Pressekonferenz. Denn nach der komfortablen 3:1 Führung in der Serie gegen den EV Landshut Eishockey ist nun alles wieder offen. Nach den beiden 3:1 Siegen der Landshuter am vergangenen Freitag und heute Abend gegen Ravensburg geht es im nächsten Spiel am Dienstag nun um alles oder nichts für beide Mannschaften. Schon als der EVL am letzten Freitag den ersten Matchball der Towerstars abwehrte zeichnete sich bei den Niederbayern eine deutliche Steigerung ab. Und auch heute, im Gegensatz zum letzten Heimspiel, bei dem man noch nach einer desolaten Leistung mit 3:7 unterging, schien die Brockmann Truppe wie ausgewechselt.

Auch wenn beide Mannschaften mit Schwung in das erste Drittel gingen, blieben die großen Torchancen zunächst aus. Beide waren bemüht zunächst ins Spiel zu finden und Fehler zu vermeiden. So sorgte in der 9. Spielminute nicht die erste große Torchance für Aufregung, sondern Schiedsrichter Zehetleitner, als er nach einem Kniecheck gegen Marko Friedrich, der sich in dieser Situation scheinbar schwerer verletzte, Max Forster mit einer Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen schickte. Doch aus dem folgenden 5 minütigem Powerplay sollten die Oberschwaben kein Kapital schlagen können. Vielmehr spielte sich das Match in der Folge viel in der neutralen Zone ab und war geprägt von Unterbrechungen. Zwar hatte EVL Verteidiger Josh Godfrey noch einmal die Chance mit einem satten Knaller die Hausherren in Führung zu bringen, scheiterte aber am glänzend parierenden Towerstars Keeper Matthias Nemec.

Der zweite Durchgang begann mit einem Traumstart für die Landshuter: Nachdem Nathan Deck in der letzten Spielminute des ersten Drittel eine Strafe aufgebrummt bekam, nutze Topscorer Riley Armstrong die Überzahlsituation eiskalt aus und vollstreckte aus kurzer Distanz zur 1:0 Führung. In der Folge leistete sich Ravensburg immer wieder Strafzeiten, woraufhin es vor Gästekeeper Nemec immer wieder brandgefährlich wurde. Besonders in der 26. Spielminute, als Godfrey mit einem Hammer von der blauen Linie nur den Innenpfosten traf. Daraufhin ging es hoch her. Vielleicht auch, weil einige Spieler und Fans den Puck schon hinter der Torlinie gesehen hatten, jedoch Schiedsrichter Zehetleitner die Situation anders sah. Für noch größeren Unmut sorgte der Unparteiische, als er kurze Zeit später Fabio Wagner auf Seiten der Landshuter in Kühlbox schickte, nachdem dieser etwas zu forsch in den Zweikampf ging. Und nun sollten die Gäste zum Zug kommen: Justin Kelly stand goldrichtig nach einem Schuss von Dustin Cameron und fälschte die Scheibe unhaltbar für EVL-Goalie Brian Stewart zum 1:1 Ausgleich ab. Beide Mannschaften gaben sich in dieser Phase des Spiels sehr kämpferisch und schenkten sich gegenseitig keinen Zentimeter auf dem Eis. Konsequent zog dabei Schiedsrichter Zehetleitner seine Linie durch und schickte auf beiden Seiten Spieler wegen diversen Fouls auf die Strafbank. So hatte der EVL Glück, als auf der einen Seite Justin Kelly oder auch Dustin Cameron die Gäste durchaus in Führung hätte bringen können. Schon besser lief es da im Powerplay auf der anderen Seite: Als Gäste-Kapitän Matt Kelly eine Strafe absaß, verdeckte Ty Morris Schlussmann Nemec geschickt die Sicht und fälschte einen Schuss von Lukas Vantuch unmittelbar vor dem Kasten zur erneuten Führung der Hausherren ab. Und mit dieser Führung verabschiedeten sich beide Teams zur zweiten Drittelpause in ihre Kabinen.

Auch im letzten Abschnitt spielten beide Mannschaften mit großem Einsatz und Leidenschaft. Torchancen gab es nun reichlich. Während EVL Schlussmann Stewart gegen Cameron, Kapzan und Sezemsky klären musste, fanden ebenfalls Geipel und Godfrey ihren Meister in Gästekeeper Nemec. Doch für größere Aufregung sollten wieder die unerbittlich hart geführten Zweikämpfe sorgen. Zunächst erwischte es Godfrey auf Seiten der Landshuter mit einer zehnminütigen Disziplinarstrafe, bevor Nathan Deck kurze Zeit später nach einem harten Check gegen Morris eine 2+2minütige Strafe ausgesprochen bekam. Den kühleren Kopf bewahrten in dieser Phase jedoch die Niederbayern, die in Person von Vantuch in der 54. Spielminute für die Entscheidung sorgten. Zeitgleich als Deck wieder von der Strafbank kam, schaltete der tschechische Stürmer am schnellsten und nagelte die Scheibe unter die Latte zum 3:1 Endstand.

Wegen einer erneuten Strafe gegen die Gäste in der Schlussphase war der Landshuter Erfolg unter Dach und Fach.

Nun heißt es alles oder nichts im siebenten und letzten Spiel der Playoff - Viertelfinalserie zwischen den Ravensburg Towerstars und dem EV Landshut Eishockey am kommenden Dienstag in Ravensburg!

Tore:

1:0 (22.) Armstrong (Morris)

1:1 (30.) Justin Kelly (Cameron)

2:1 (38.) Morris (Vantuch)

3:1 (54.) Vantuch (Morris,Smazal)

HSR: Zehetleitner LSR: Gossmann;

Zuschauer: 3019


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