EV Landshut ohne Erfolgserlebnis gegen den Meister 4:1-Erfolg für die Ravensburg Towerstars

Er brachte mit seinem Doppelpack die Wende - Andreas Driendl (Foto: dpa/picture alliance)Er brachte mit seinem Doppelpack die Wende - Andreas Driendl (Foto: dpa/picture alliance)
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Nachdem es in den ersten Begegnungen der beiden Kontrahenten zu Unruhen und Auseinandersetzungen der Fanlager kam, machten die Gästefans bereits vor Beginn der Partie mit einem tollen Statement auf sich aufmerksam. Mit „Wir sind alle Eishockeyfans“-Sprechchören, bei denen das Landshuter Publikum kurze Zeit später mit einsetzte, war nichts von Aggressivität oder ähnlichem spürbar.

Bei den Niederbayern rotierte Verteidiger Matic Podlipnik für den Schweden Lukas Löfquist, der die Rolle des überzähligen Kontingentspielers einnahm, zurück in die Mannschaft. Zu Beginn der Partie probierte Trainer Leif Carlsson kleinere Reihenumstellungen aus. Die zuletzt sehr gut funktionierende erste Sturmformation wurde aufgespalten und so übernahm beispielsweise Max Brandl für Tomas Plihal die Position zwischen Robbie Czarnik und Matthieu Pompei. Der EVL fand direkt gut ins Spiel und konnte sich über sicheres Kombinationsspiel erste Chancen erarbeiten, die jedoch keinen Ertrag brachten. Mit dem ersten Powerbreak kippte das Momentum auf die Seite der Gäste, die mehrfach an Dimitri Pätzold scheiterten. Ohne wirklich nennenswerte Offensivaktionen ging es in die erste Pause.

Das zweite Drittel startete mit zwei Teams, die darauf bedacht waren keine Fehler zu machen. Alle beteiligten Akteure versuchten über sicheres Passspiel die Kontrolle der Partie zu übernehmen. Getragen von guter Atmosphäre am Gutenbergweg, die zuletzt wegen Differenzen der Fans und der Verantwortlichen nicht selbstverständlich war, konnten die Drei-Helme-Städter sich immer häufiger im Drittel der Gäste festbeißen und Torchancen kreieren. In die bis dahin beste Phase der Gastgeber starten die Tower Stars 17 Sekunden vor Ablauf des zweiten Spielabschnittes einen Überfall auf die Defensive der Landshuter, der die Führung bedeuten sollte. Nach abgefangener Scheibe in der neutralen Zone starten sie einen 2:1-Konter, der nach Videobeweis (Dimitri Pätzold verschob das Tor) auf der Anzeigetafel landete.

Auch das letzte Drittel begann mit durchwachsenem Niveau, an das sich das 2:0 (47.) aus Sicht der Puzzlestädter anpasste. Nach kurzer Druckphase bekam Daniel Stiefenhofer die Hartgummischeibe an der blauen Linie und überraschte Dimitri Pätzold mit einem durchaus haltbaren Handgelenkschuss von der blauen Linie. Nur 38 Sekunden später folgte die vermeintliche Vorentscheidung durch Thomas Supis, der die in Chaos geratene Defensivabteilung der Niederbayern allein vor dem Tor auftauchend bestrafte. Tomas Plihal, der für die letzten 20 Minuten zurück zur altbekannten ersten Sturmreihe (Pompei, Plihal, Czarnik) stieß, konnte nach wunderbarer Vorarbeit von Matthieu Pompei knapp fünf Minuten vor Ende der Begegnung auf 1:3 verkürzen. Trainer Leif Carlsson entschied sich, bereits drei Minuten vor Ende der Begegnung dafür seine Auszeit zu nehmen und den sechsten Feldspieler für Dimitri Pätzold zu bringen. Auch wenn man den Druck auf das Gehäuse von Olafr Schmidt im Tor der Ravensburger hochhalten konnte, sprangen für die Cracks vom EVL keine Großchancen mehr heraus. Andreas Driendl setzte mit dem Empty-Net-Goal 49 Sekunden vor Ende der Begegnung den Schlusspunkt.

Während man sich in Ravensburg über Platz sechs freuen kann, kehrt in Niederbayern mit der erneuten Niederlage vor heimischem Publikum nicht nur die Abstiegsangst, sondern vor allem die Vorbereitung auf die Abstiegsrunde endgültig ein.

Erik Pannach


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