EV Landshut muss gegen Kassel und Bietigheim antretenMehrere Spieler verbleiben in Quarantäne - weitere Spieler erkrankt

Der EVL in Aktion - am Sonntag live bei Magenta Sport (Foto: dpa/picture alliance)Der EVL in Aktion - am Sonntag live bei Magenta Sport (Foto: dpa/picture alliance)
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Trotz einer Empfehlung des Landshuter Gesundheitsamtes, den Spielbetrieb am kommenden Wochenende auszusetzen, haben sowohl die Kassel Huskies, als auch die Bietigheim Steelers eine vom EVL beantragte Spielverlegung abgelehnt. Die Steelers wiesen dabei vor allem auf die Wichtigkeit der Fortführung des Spielbetriebs in der DEL2 hin. „Unabhängig von einer Entscheidung der Liga, die eine Verlegung mit einem Verweis auf die Spielordnung abgelehnt hat, wäre es ohne weiteres möglich gewesen, dass sich die beteiligten Clubs im beiderseitigen Einvernehmen auf eine Spielverlegung einigen. Aus unserer Sicht ist es sehr enttäuschend, dass beiden Vereinen gerade in Zeiten einer Pandemie scheinbar nicht daran gelegen ist, dem Infektionsschutz, der sportlichen Wertigkeit unserer Spiele sowie der Chancengleichheit und dem Fairplay-Gedanken in unserem Sport nachzukommen. Hier wird ein ganz schlechtes Zeichen für den Sport gesendet. Eine kurzfristige Verlegung wäre auch terminlich in der aktuellen Situation kein Problem gewesen“, erklärt EVL-Spielbetrieb-GmbH-Geschäftsführer Ralf Hantschke.

Für das Spiel am Freitag in Kassel kann der EVL aufgrund von Quarantänemaßnahmen und weiterer Spieler, die grippeähnliche Symptome zeigen, zuletzt aber negativ getestet wurden, nach aktuellem Stand lediglich auf fünf Verteidiger, fünf Stürmer und zwei Torhüter zurückgreifen. Aufgrund des allgemein hohen Infektionsrisikos und den speziellen Risiken im Rahmen einer Auswärtsfahrt, ist es für den EVL außerdem nicht zu verantworten, die wenigen Förderlizenzspieler der Straubing Tigers am Freitag in Kassel einzusetzen. Ob diese Akteure am Sonntag zum Einsatz kommen, ist noch offen.

Ferner stellt sich der EVL deutlich gegen Aussagen, die von DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch im Vorfeld des Wochenendes getätigt wurden: „Dass die Liga ohne jegliche Rücksprache vermeintliche Zahlen von infizierten Spielern kommuniziert, ist für uns nicht zu tolerieren. Außerdem wird auf unsere hervorragende Nachwuchsarbeit und die Möglichkeit diese Spieler zu lizenzieren verwiesen. Unser Nachwuchs ist aber seit vier Wochen gar nicht mehr im Training. Eine derartig spontane Nachnominierung hätte ein hohes Verletzungsrisiko zur Folge und wäre schlicht verantwortungslos“, meint Hantschke und ergänzt: „Es geht uns nicht darum, diese Erkrankungen willkürlich auszunutzen und uns hinter Corona zu verstecken. Die Gesundheit der Spieler und Mitarbeiter aller Vereine muss bei allen Entscheidungen immer an erster Stelle stehen. Aus unserer Sicht wäre eine Verlegung die einzig richtige Entscheidung gewesen. Ein Nicht-Antreten und eine daraus folgende Spielwertung mit 0:5 kam für uns aus Gründen der Solidarität zu den anderen Vereinen, und um dem Image des Eishockeysports nicht nachdrücklich zu schaden, nicht in Frage“, erläutert Hantschke.


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