ESVK muss sich nach Verlängerung mit 4:3 geschlagen gebenLinsenmaier entscheidet 4. Playdown Spiel

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Wie bereits die vorangegangen Partien tasteten sich auch diesmal beide Mannschaften zunächst ab und konnten sich keine klaren Chancen erarbeiten. Den Bann brach dann Mitch Versteeg, als er das Tor von der rechten Seite kommend umkurvte und die Scheibe über die Schulter des verdutzen Jonathan Boutin in den Winkel setzte. Die Freiburger waren kurz geschockt, kamen aber in der 18. Minute noch zum Ausgleich im ersten Drittel. Ondrej Svanhal versenkte den Puck, der noch abgefälscht wurde, im linken Eck.

Nachdem Max Schäffler bereits in der Sünderbox saß, musste auch Mitch Versteeg zur Verwunderung der ca. 80 Kaufbeurer Schlachtenbummler auf die Strafbank begeben. Die drei gegen fünf Situation konnte noch bereinigt werden, dann war kurz vor Ablauf der Strafe abermals Svanhal zur Stelle und konnte seine Farben nach einem Gewühl vor dem Tor in Führung bringen. Als ein Kaufbeurer Verteidiger im Zweikampf zu arglos agierte konnte sich Wittfoth die Scheibe erkämpfen und bediente Bräuner vor dem Tor, der die Führung der Hausherren ausbauen konnte. Die Joker antworteten umgehend. Daniel Menge zog aus halblinker Position einfach ab. Die Scheibe landete wie schon so oft in dieser Serie am Pfosten, prallte dem unglücklichen Boutin von hinten an die Schoner und ging über die Linie.

Weiter ging es im hohen Tempo. Die Partie wogte hin und her. In der 53. Minute erhielt für viele überraschend Daniel Pfaffengut eine Spieldauerstrafe wegen hohen Stocks. Beide Hauptschiedsrichter zeigten zunächst keine Strafe an. Es wurde beraten. Der Freiburger ging in der Szene zu Boden und verletzte sich beim Sturz. Wo der hohe Stock gewesen sein soll erschloss sich vermutlich nur einem der Linienrichter und natürlich Philipp Rießle – der wie immer jegliche Situation des Spiels mit den Schiedsrichtern besprechen musste. Nicht die einzige umstrittene Szene des Spiels. Die Unterzahl überstand der ESVK souverän und ließ nicht viele Chancen zu. Eine um die andere Minute verstrich und so langsam mussten die Joker das Risiko erhöhen. Daniel Menge erlöste die rot-gelben in der 56. Minute. Diesmal aus halbrechter Position überwand er den überraschten Boutin zum vielumjubelten Ausgleich. Die Verlängerung schien nicht mehr fern. In der 58. Minute jubelten die Breisgauer. Vrbata erzielte die vermeintliche Führung. Die Schiedsrichter entschieden, dass der Puck nicht vollumfänglich die Linie überquert hatte.

Es ging in die Verlängerung. Nachdem die Joker zunächst das Heft in die Hand genommen hatten, kamen die Wölfe immer stärker auf und konnten das Spiel in das Kaufbeurer Drittel verlagern. In der 64. Minute die spielentscheidende Szene. Die Joker wechselten kurz vor dem Bully nochmals die Aufstellung. Chris St.Jacques wurde vom Bully weggeschickt. Linsenmaier postierte sich hinter Vrbata und bekam vom Anspielpunkt den Puck. Er fackelte nicht lange und erzielte mit diesem bekannten Manöver den Siegtreffer für die Hausherren. Somit steht die Serie wieder Unentschieden und die Vorentscheidung dürfte am Sonntag in Kaufbeuren fallen.

Tore:
0:1 (14.) Versteeg (Pfaffengut); 1:1 (18.) Svanhal (Krachun, Schusser) ÜZ; 2:1 (31.) Svanhal (Wittfoth, Rießle); 3:1 (34.) Bräuner (Wittfoth, Haluza); 3:2 (35.) Menge (Oppolzer); 3:3 (56.) Menge (Baldwin, Woidtke); 4:3 (64.) Linsenmaier (Kunz, Vrbata)

Vajs; Henne
Baldwin - Woidtke
Bergmann - Schütz
Stein - Versteeg

Oppolzer - St. Jacques - Menge
Schäffler - Thomas - Burnell
Heider - Pfaffengut - Schmidpeter
Hadraschek

Strafminuten: 12 – 29 + Spieldauer Pfaffengut

Schiedsrichter: Bidoul - Hoppe

Zuschauer: 3.067

Pressemitteilung: ESV Kaufbeuren/Markus Müller

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