ESVK: Joker stellen Weichen für die Saison 2005/06

ESVK verpflichtet Max KaltenhauserESVK verpflichtet Max Kaltenhauser
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ESV Kaufbeuren hat heute für die kommende Spielzeit drei

Vertragsverlängerungen und eine Neuverpflichtung bekanntgegeben: Auch in der

Spielzeit 2005/06 wird der Trainer der ersten Mannschaft wieder Peter Ustorf

heißen. Der ESV Kaufbeuren und Erfolgstrainer Pit Ustorf konnten sich zur Freude

beider Seiten auf eine Verlängerung des Vertrags um zwei weitere Jahre einigen.

Ein weiteres Engagement Ustorfs hatte sich bereits nach dem letzten Heimspiel

angedeutet und wurde jetzt fixiert.


Als ein Bindeglied zwischen dem Nachwuchs und der ersten Mannschaft,

aber auch als kompetenter Leiter des Sommertrainings steht weiterhin Co-Trainer

Jochen Koch dem ESVK in bewährter Art und Weise zur Verfügung. Darüber hinaus

haben die Verantwortlichen den bereits seit der Verpflichtung des Torhüters in

der vergangenen Saison fixierten Vertrag mit ihrem zweiten Torhüter Clemens

Heringer nochmals bestätigt. Heringer, der im Verlauf der letzten Saison vom

Schweinfurter ERV zu seinem Heimatverein ESV Kaufbeuren zurückgekehrt ist, wird

also auch in den nächsten beiden Spielzeiten für die Joker aktiv sein.


Mit Patrick Grandmaitre kann der ESVK darüber hinaus den ersten

Neuzugang für die Spielzeit 2005/06 bekannt geben. Grandmaitre kommt sowohl auf

Empfehlung von Ex-Trainer Tom Coolen als auch auf Empfehlung der

"Kanadier-Fraktion" des ESV Kaufbeuren zu den Jokern. Der 26-jährige Center

wurde dem ESVK als "Geheimtipp" ans Herz gelegt und spielte bisher nur in

Uni-Ligen, da er, trotz Angeboten aus den "großen" Ligen, zuerst sein Studium

beenden wollte. Die Saison beendet Grandmaitre in der ECHL, worauf auch der ESVK

großen Wert legt, da er dort die ersten Erfahrungen im professionellen Eishockey

sammeln kann. "Er entspricht mehr dem Typ Spieler, den ich mir wünsche als zum

Beispiel Brandon Dietrich" äußerte sich Ustorf über den Franko-Kanadier.


Spieler haben nach derzeitigem Stand einen Vertrag für die kommende Saison:

Clemens Heringer (Tor), Dominic Auger (A), Bodan Kozacka, Sascha Jocham, Florian

Bindl und Martin Boneberger (alle Verteidigung, 1 Jahr Vertrag), Patrick

Grandmaitre (A), Daniel Huhn, Markus Vaitl (1 Jahr), Max Schmiedle und Benjamin

Gottwalz (je 3 Jahre). Noch verhandelt bzw. überlegt wird bei Buddy Smith (Verletzung - evtl.

Probevertrag), Patrik Yetman, Martin Schweiger, Thorsten Rau, Florian Kettemer,

Tobias Hubner, Manuel Wingergerst, Ferdinand Speckamp und Florian Horvath.

Besondere Aufmerksamkeit wird den Verhandlungen mit Buddy Smith gewidmet: "Buddy

hat sich in der Abstiegsrunde trotz Schmerzen und Verletzung in den Dienst des

Teams gestellt. Dafür sind wir ihm dankbar. Die Ärzte haben jedoch bedenken,

dass Buddy wieder fit wird. Wir haben ihm deshalb einen Probevertrag über drei

Monate angeboten, damit er, so er will, beweisen kann, das er nach dem Sommer

wieder ganz der Alte ist" erläutert Ustorf.


Keinen Vertrag für die neue Spielzeit erhalten Frank Appel, Max

Kaltenhauser, Elvis Melia und Hans-Viktor King. Den Verein bereits verlassen

haben Martin Cinibulk und Brandon Dietrich (beide Landshut) sowie Alex Henry

(NHL). Der ESVK wünscht diesen Spielern Alles Gute für ihren weiteren

sportlichen Weg. Noch unklar ist die Besetzung der Torhüterstelle: "Eine gute

Mannschaft baut man von hinten nach vorne auf" erklärt Ustorf. Die Frage, ob der

Partner von Clemens Heringer ebenfalls ein Deutscher ist, ist noch offen.

Derzeit laufen Gespräche mit zwei deutschen Torhütern, von deren Ausgang hängt

auch die restliche Planung ab.


Sollte man einen deutschen Torhüter verpflichten, dann wird die freie

Ausländerstelle wohl mit einem Abwehrspieler besetzt. Vorrangig will man sich

jedoch zuerst um die Verpflichtung deutscher Spieler kümmern. "Gute deutsche

Spieler zu bekommen ist schwer, doch ich denke, wir werden erfolgreich sein",

zeigte sich Ustorf zuversichtlich. Bei der Verpflichtung der Ausländer sieht

Ustorf keine Dringlichkeit. Das Angebot ist groß genug um damit warten zu

können. Von einer Partnerschaft mit einem DEL-Verein zeigte sich Ustorf wenig

begeistert. "Kein DEL-Verein hat die Anzahl der FöLi-Spieler, die eine

Kooperation sinnvoll machen. Ich möchte mit einer echten Mannschaft spielen,

nicht dann bei wichtigen Spielen auf Spieler plötzlich verzichten

müssen."

Aufgeräumt wurde während der Pressekonferenz auch mit dem weit verbreiteten

Gerücht, beim ESVK würde nur der Präsident Spieler verpflichten: "Völliger

Quatsch, ich bekomme einen Etatrahmen zur Verfügung gestellt den wir mit

Spielernamen ausfüllen, das hat bisher sehr gut geklappt und ich bin mir sicher

das wird auch weiterhin gut funktionieren. Wir wollen uns sportlich verbessern,

das ist klar. Wir werden mit dem zur Verfügung stehenden Geld vernünftig

umgehen, wenn uns ein Spieler weiterhilft, wird er dafür auch angemessen

bezahlt. Aber wir werden weiterhin keine Phantasiesummen für irgendwelche

Spieler bezahlen." so Trainer Pit Ustorf. Präsident Bernhard Pohl, Sportlicher

Leiter Christoph Dropmann und Trainer Pit Ustorf zeigten zum Schluss noch die

Marschrichtung des ESVK für die kommenden zwei Jahre auf: "Nächstes Jahr schon

von den Play-offs als fixes Saisonziel zu sprechen ist vielleicht etwas zu viel,

aber wir wollen gutes Hockey bieten und etwas weiter oben mitspielen. Im zweiten

Jahr sollten die Play-offs das Ziel sein." so Pit Ustorf und Bernhard Pohl

einstimmig.


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