ESVK holt Punkt bei engem Auwärtsspiel in HeilbronnEntscheidung in der Overtime

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Nicht nur der Trainer hat bei den Käthchenstädtern gewechselt, auch im Kader gab es einen großen Umbruch.

Der ESVK kam gut in die Partie, war zunächst auch die bessere Mannschaft und konnte folgerichtig in der fünften Minute in Führung gehen. Michael Baindl spielte hinter dem Tor den im Slot lauernden Michael Fröhlich frei, der zum 1:0 verwandeln konnte. In der Folgezeit wurden die Allgäuer durch Strafzeiten und Unterbrechungen wegen Nebels in ihrem Spielrhythmus gestört. Zwei der Strafzeiten konnten die Falken zur 2:1 Führung nutzen. In der neunten Minute traf Gödtel mit einem Schlagschuss und in der 12 Minute Brace mit einem Schuss von der linken Seite. Ausgerechnet bei gespielten 19:46 gelang abermals Michael Fröhlich, diesmal von Daniel Menge von hinter dem Tor bedient, der mehr als verdiente Ausgleich zum 2:2. Bei fünf gegen fünf waren die Mannen von Coach Mike Muller im ersten Abschnitt das bessere Team. Josh Burnell hätte bereits zuvor bei einem Alleingang den Ausgleich erzielen können.

Im zweiten Durchgang kam Heilbronn besser aus der Kabine. Bereits in der 21. Minute gelang Schell mit einem trockenen Handgelenkschuss, der hoch im Kasten von Stefan Vajs einschlug, die erneute Führung für die Gastgeber. In der Folgezeit waren diese auch bis etwa zur 30: Minute das bestimmende Team. Ab der Hälfte des Spiels übernahm der ESVK wieder das Kommando. Der heute sehr guten zweiten Sturmreihe gelang es immer wieder gute Chancen herauszuspielen, aber es sollte nur der Ausgleich zum 3:3 durch den fleißigen Michael Baindl bei einer zwei zu eins Situation fallen, Vorlage abermals durch Daniel Menge. Oft wenn der ESVK gut ins Spiel kam, wurde er durch eine Nebelpause unterbrochen, was den Heilbronnern half wieder ins Spiel zu kommen.

Im letzten Abschnitt häuften sich die Nebelpausen und die Falken konnten abermals mit 4:3 in Führung gehen – Torschütze in der 47. Minute war Gosdeck. Von Spielfluss konnte durch die zahlreichen Unterbrechungen mittlerweile keine Rede mehr sein. Gregor Stein gelang in der 53. Minute im Nachsetzen der mehr als verdiente Ausgleich zum 4:4. Lee Baldwin scheiterte bei einem Konter noch denkbar knapp an Holmgren. Der Puck blieb vor dem Tor liegen und Gregor Stein konnte einnetzen. Trotz guter Gelegenheiten gelang den Wertachstädtern kein weiterer Treffer.
So musste die Overtime die Entscheidung bringen. Bereits nach 52 Sekunden fand eine etwas kurios abgefälschte Scheibe im Heilbronner Nebel den Weg in das Kaufbeurer Tor zum 5:4 nach Verlängerung. Damit war diese enge Partie entschieden.

ESVK Coach Mike Muller in der anschließenden Pressekonferenz: „Ich bin mit dem Auftreten meiner Mannschaft zufrieden, die ein gutes Auswärtsspiel gezeigt hat, aber nicht mit der Punkteausbeute. Wir hätten heute mehr als einen Punkt verdient gehabt."

Tore: 0:1 (5.) Fröhlich (Baindl, Wodtke), 1:1 (9.) Gödtel (Schell, Brace), 2:1 (12.) Brace (Gödtel, Schmid), 2:2 (20.) Fröhlich (Menge, Woidtke), 3:2 (21.) Schell (Brace, Baazzi), 3:3 (32.) Baindl (Menge, Fröhlich), 4:3 (47.) Gosdeck (Forster, Gödtel), 4:4 53. Stein (Baldwin, St. Jacques), 5:4 (61.) Brace (Schell, Baazzi)

Aufstellung ESVK:
Vajs - Henne
Heider - Versteeg; Schmidle - St. Jacques - Burnell
Woidtke - Bergmann; Menge - Baindl – Fröhlich
Baldwin – Stein; Oppolzer – Thomas – Schäffler
Messing; Hadraschek – Pfaffengut - Lukes

Strafminuten: 8-14
Schiedsrichter: Vogl Stefan
Zuschauer: 1.513

Text: Ralf Leising/Pressemitteilung ESV Kaufbeuren