ESVK erkämpft sich einen Punkt Heimniederlage gegen Dresden

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Der ESV Kaufbeuren unterlag Heimspiel am Sonntagabend gegen die Dresdner Eislöwen im Penaltyschießen. Dabei führten die Joker lange Zeit und mussten erst fünf Minuten vor dem Ende den Ausgleich hinnehmen. ESVK-Coach Muller musste in diesem Spiel neben den bekannten Ausfällen Burnell, Baindl und Versteeg kurzfristig verletzungsbedingt auf Fröhlich verzichten.

Beide Mannschaften begannen den ersten Spielabschnitt offensiv und kamen schon in den Anfangsminuten zu guten Möglichkeiten.Nach zehn Minuten war es den Gästen aus Dresden vorbehalten, den ersten Treffer zu erzielen, nach einem abgeblockten Schuss fiel Schlenker die Scheibe vor die Füße, der dann Stefan Vajs keine Chance ließ. Keine Minute später brachte Lee Baldwin seine Farben wieder ran, nach einem gewonnenen Bully von St. Jacques nahm der Kanadier den Puck direkt ab und traf zum Ausgleich. In der 15. Minute gelang Oppolzer der kurioseste Treffer des Abends, mit einem eigentlich harmlosen Schlenzer von der blauen Linie überraschte er Jaeger im Tor der Dresdner und brachte Rot-Gelb erstmals in Führung.

Zu Beginn es zweiten Drittels kippte das Spiel zu Gunsten der Gäste, die von nun an das Spiel quasi nach Belieben bestimmten. Doch trotz größter Chancen durch die Eislöwen wussten die Kaufbeurer den Ausgleich noch lange Zeit zu verhindern. Entweder gelang es den Kaufbeurer Verteidigern, die Dresdner Stürmer im letzten Moment im Abschluss zu stören, gelang dies nicht, war ein überragender Vajs zur Stelle.

Obwohl Mike Muller seinen Mannen in zweiten Drittelpause sicherlich die richtigen Worte an seine Mannen gerichtet hat, gelang es dem ESV nur schwer ins Spiel zurück zu finden. Denn abgesehen von wenigen Momenten, in denen die Joker für etwas Entlastung sorgen konnten, war das 2:2 eigentlich nur eine Frage der Zeit. Gerade als die ersten Fans schon auf den "Dreier" hofften, schlugen die Gäste in Person von Reed doch noch zu und erzielten den Ausgleich. Wie beim 1:1 durch Baldwin legte Kruminsch durch ein gewonnenes Bully dem Torschützen die Scheibe auf. Trotz einer Unterzahlsituation in den letzten beiden Minuten retteten die Joker zumindest einen Punkt in die Verlängerung.

Auch dort bestimmten die Dresdner über weite Strecken das Geschehen, erzielten jedoch keinen weiteren Treffer, sodass das Penaltyschießen eine Entscheidung bringen musste. Dort scheiterten die jeweils ersten beiden Schützen am gegnerischen Goalie, auch Kaufbeurens dritter Schütze Menge fand keinen Weg vorbei an Jaeger. Macholda behielt dann die Nerven, versenkte den letzten Penalty und sicherte seinen Farben den Zusatzpunkt.

In der anschließenden Pressekonferenz sprach Gästetrainer Popiesch davon, dass man vor dem ESVK auf Grund des Spiels am Freitag in Ravensburg und dem bisherigen Saisonverlauf gewarnt war. Man sei anfangs gut ins Spiel gekommen und kompakt gestanden. Am Ende sei man trotz der Überlegenheit über weite Strecken des Spiels mit den zwei Punkten zufrieden.
ESVK-Coach Muller sah ein interessantes aber kurioses Spiel, bei dem man die Ausfälle in der eigenen Mannschaft stark zu spüren bekam. Über die Punktausbeute an diesem Wochenende zeigte sich Muller dennoch sehr zufrieden.

Torfolge:
0:1 (11.) Schlenker (Filin, Rupprich), 1:1 (12.) Baldwin (St. Jacques), 2:1 (15.) Oppolzer (Baldwin, Heider), 2:2 (56.) Reed (Kruminsch), 3:2 (SO) Macholda

Aufstellung ESVK:
Vajs, Henne
Baldwin - Wagner
Bergmann - Woidtke
Heider - Stein
Messing
Schmidle - St. Jacques - Menge
Lukes - Thomas - Schmidpeter
Schäffler - Oppolzer - Pfaffengut Da.
Lautenbacher

Strafminuten: 8 - 6
Zuschauer: 1.425
Schiedsrichter: Hascher

Pressemitteilung ESV Kaufbeuren